Neue Menschen kennenlernen, gemeinsam etwas unternehmen oder ein passendes Gruppenangebot finden – für ältere Menschen, die bislang wenig in Gemeinschaft eingebunden sind, ist der erste Schritt oft gar nicht so einfach. Genau hier setzt das neue Modellprojekt „REAL – Neuer Rahmen für Engagement im Alter“ der Diakonie RWL an, das am 1. Oktober in Ratingen und Düsseldorf startet. Menschen ab 60 Jahren können sich dabei als Begegnungslotsen im Bundesfreiwilligendienst (BFD) engagieren und andere ältere Menschen auf dem Weg zu neuen Kontakten und Aktivitäten begleiten. Die Städte Ratingen und Düsseldorf unterstützen das Projekt fachlich und inhaltlich.
In Ratingen werden je zwei Begegnungslotsen im Forum Lotsenpunkt und im Haus Salem in Lintorf eingesetzt. Am Freitag, 21. August, stellt die Diakonie RWL das Vorhaben von 11 bis 13 Uhr im Forum Lotsenpunkt an der Düsseldorfer Straße 38 vor. Katharina Müller vom Forum Lotsenpunkt und Claudia Witte vom Haus Salem informieren über die beiden Einsatzorte und die Möglichkeiten, sich als Begegnungslotse an dem Projekt zu beteiligen. „Wir möchten auf dieses neue Angebot aufmerksam machen und Menschen ab 60 Jahren ermutigen, sich über die Möglichkeiten eines Engagements als Begegnungslotse hier vor Ort zu informieren“, sagt Astrid Kapels, Koordinatorin für seniorengerechte Quartiersentwicklung bei der Stadt Ratingen.
Als Begegnungslotse ist man in den Stadtteilen unterwegs, lernt Treffpunkte und Gruppen kennen, kommt mit älteren Menschen ins Gespräch und findet gemeinsam mit ihnen heraus, welche Angebote und Aktivitäten zu ihren Interessen passen könnten. „Es geht nicht darum, Menschen möglichst schnell an ein bestehendes Angebot weiterzuvermitteln“, erläutert Christian Carls, Projektleiter bei der Diakonie RWL. „Die Begegnungslotsen nehmen sich Zeit, hören zu und begleiten das Suchen, Ausprobieren und Neu-Anfangen. Wo passende Möglichkeiten fehlen, können auch kleine eigene Aktivitäten entstehen.“
Im BFD 60plus übernehmen die Begegnungslotsen ihre Aufgabe für zunächst zwölf Monate mit gut 20 Stunden pro Woche. Wie sie diese Zeit einteilen, entscheiden sie in Absprache mit ihrer Einrichtung selbst. Sie erhalten Fortbildungen und ein monatliches Taschengeld von 250 Euro. „Der Bundesfreiwilligendienst bietet einen guten Rahmen für Engagement im Ruhestand: verlässliche Einbindung, spürbare Wirksamkeit - und viel Freiheit in der Gestaltung“, sagt Mathias Schmitten, Leiter des Zentrums Freiwilligendienste der Diakonie RWL. „Mit REAL wollen wir dieses Format bekannter machen – für alle, die für ihr Engagement eine feste Rolle suchen, fachliche Begleitung und ein Team im Rücken. So eingebunden lässt sich besonders viel bewirken.“
Wer sich für die Tätigkeit als Begegnungslotse interessiert, kann sich über das Projekt und die Möglichkeiten des Bundesfreiwilligendienstes 60plus über die Homepage www.fsj-bfd.de/60plus informieren. Ansprechpartner bei der Diakonie RWL ist Projektleiter Christian Carls, E-Mail c.carls@diakonie-rwl.de, Telefon 0211 6398-484.
Stadt Ratingen, 11.08.2026