Ratingen will „Fairtrade-Stadt“ bleiben

Jeder kann die Kampagne unterstützen

Bereits acht Jahre ist es her, dass die Stadt Ratingen das erste Mal als „Fairtrade-Stadt“ ausgezeichnet wurde. Auch im Jahr des Stadtjubiläums soll dieses Engagement unter dem Motto „Geschichte feiern, Zukunft fair gestalten“ fortgeführt werden. Engagierte Ratingerinnen und Ratinger koordinieren als Steuerungsgruppe gemeinsam mit der Stadtverwaltung und politischen Vertretungen die Bewerbung zur erneuten Zertifizierung. Die Bewerbung soll im Juni bei Fairtrade Deutschland e.V. eingereicht werden.

Jede Ratingerin und jeder Ratinger kann die Bewerbung unterstützen. „Wir freuen uns über jede Beteiligung, weil wir uns natürlich die Titelerneuerung als Ziel gesetzt haben. Die einfachste Art der Unterstützung ist, sich zum Beispiel im Einzelhandel oder in der Gastronomie für Fair-Trade Produkte zu interessieren, nach ihnen zu fragen und das eine oder andere zu konsumieren, weil jede Stärkung des fairen Handels den Produzentinnen und Produzenten im globalen Süden zugutekommt“, erklärt Lucia Reinartz vom Eine-Welt-Ausschuss der Kirchengemeinde Heilig Geist Ratingen und von Beginn an Mitglied der Steuerungsgruppe „Fairtrade-Stadt“.

Auch das LVR-Industriemuseum Textilfabrik Cromford unterstützt die Kampagne. Denn vermeintlich der Vergangenheit angehörende ausbeuterische Arbeitsbedingungen beispielsweise in der Textilproduktion sind an vielen Herstellungsorten der heutigen Bekleidungsindustrien längst nicht überwunden. „Wir unterstützen die Ziele des fairen Handels - an geeigneter Stelle durch unsere Vermittlungsarbeit oder auch, indem wir Veranstaltungen wie die Bergische Fair-Trade-Kaffeetafel umgesetzt haben“, so Anissa Finzi, stellvertretende Schauplatzleiterin des Industriemuseums. 

Viele Ratinger Einrichtungen wie Schulen, Kitas, Museen, Kirchengemeinden und Vereine machen sich stark für den fairen Handel. Zudem führen Gastronomiebetriebe und Einzelhandelsgeschäfte in Ratingen Produkte mit einem Fair-Trade-Siegel. Um hier noch weitere Anbietende zu gewinnen, möchte der Verein Ratingen.nachhaltig e.V. diese mit der Neuauflage des ‚Nachhaltigen Einkaufsführers‘ unterstützen. Denn viele Kundinnen und Kunden interessieren sich für die Produktionsbedingungen ihres Kaffees oder T-Shirts. Das wissen die Engagierten vom Verein, bei dem entsprechende Nachfragen zum Ratinger Angebot keine Seltenheit sind. „Gastronomiebetriebe und Einzelhandelsgeschäfte, die nachhaltige Produkte im Angebot haben – zum Beispiel mit dem Fair-Trade-Siegel - können sich gerne bei uns melden“, sagt Alexandra Habot, Vorsitzende des Vereins Ratingen.nachhaltig (Kontakt: info@ratingen-nachhaltig.de).

Wer mehr über Mitwirkungsmöglichkeiten der Kampagne Fairtrade-Stadt erfahren möchte, kann sich auch an nachhaltigkeit@ratingen.de wenden oder auf die Website www.stadt-ratingen.de/fairtrade schauen.

Stadt Ratingen