Ein teures Nachspiel hat eine illegale Müllentsorgung größeren Stils für einen Entrümpelungsdienstleister. Der Müllsünder konnte von Mitarbeitern der Stadt Ratingen ermittelt werden und muss nun 3.000 Euro bezahlen, je zur Hälfte Bußgeld und Entsorgungskosten. Das Amt für kommunale Dienste wird seine Bemühungen, illegalen Müllsündern auf die Spur zu kommen, in nächster Zukunft deutlich verstärken.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kommunalen Dienste sind in dieser Hinsicht schon einiges gewöhnt, aber die wilde Müllkippe im Wald am Baulof, unweit des Blauen Sees, hatte nicht alltägliche Dimensionen. Ein halber Hausrat war dort bei Nacht und Nebel einfach in der Natur abgeladen worden. In diesem Fall konnte ermittelt werden, dass die Sachen aus einer Haushaltsauflösung in Leverkusen stammten, und so führte die Spur zu einem „Dienstleister“, der sich den Weg zum Wertstoffhof einfach mal gespart hatte.
Die illegale Müllentsorgung ist grundsätzlich ein wachsendes Problem. Nicht nur der (Verpackungs-)Müll, der achtlos an den Straßenrand geworfen wird, verschandelt das Stadtbild. Noch viel mehr sind es systematische illegale Ablagerungen größeren Ausmaßes, bei denen es sich auch noch häufig um umweltschädliche Materialien wie Farben, Lacke, Dachpappe, Gasflaschen, Benzinkanister, Autoreifen oder Elektrogroßgeräte handelt. Die Entsorgung vor allem dieser Stoffe ist sehr aufwändig und bringt immer wieder auch Gesundheitsgefahren für die Beschäftigten mit sich.
Die Kommunalen Dienste treten dieser Entwicklung entschieden entgegen. In Kürze werden Mülldetektive ihre Arbeit aufnehmen und verstärkt gegen Müllsünder vorgehen. „Unser Ziel ist es, die illegale Müllentsorgung nachhaltig zu bekämpfen, um so für ein schönes Stadtbild zu sorgen“, sagt Umweltdezernent Prof. Dr. Bert Wagener. „Es soll jedem klarwerden, dass es bedeutend einfacher ist, sich ordentlich zu verhalten, als im Rahmen von Bußgeldverfahren belangt zu werden.“
Stadt Ratingen