Abfallvermeidung

Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst anfällt. Denn Abfälle, die nicht entstehen, müssen später nicht entsorgt werden. Abfälle zu vermeiden schont nicht nur Ressourcen, sondern schützt zudem Mensch und Umwelt. Deshalb stellt die Vermeidung vorrangiges Ziel der Kreislaufwirtschaft dar. Im normalen Alltag lassen sich viele Abfälle vermeiden. Der Aufwand ist dabei oft gar nicht so groß, wie man im ersten Moment vielleicht meint. Man muss nur etwas umdenken und einige Gewohnheiten ändern.

 

Die folgenden Tipps geben Ihnen einige Anregungen:

  • Produkte, die wenig oder gar nicht verpackt sind und frische Lebensmittel anstelle von Konserven oder Fertigwaren reduzieren das Abfallaufkommen erheblich.

  • Kaufen Sie keine Produkte in Miniportions-, Mehrfach- oder Mogelverpackungen mit Hohlräumen.

  • Verzichten Sie am besten auf Dosen, Plastikflaschen, Verbundkartons und Aluminiumverpackungen, denn auch die Wiederverwertung dieser Materialien bringt Energieverbrauch, Umweltbelastung und erneuten Abfall mit sich. 

  • Entscheiden Sie sich für Lebensmittel im Glas, da Glasrecycling gut funktioniert. 

  • Verzichten Sie auf viele verschiedene Haushaltsreiniger, lieber einen Allzweckreiniger nehmen. 

  • Verzichten Sie auf Wegwerfartikel wie Einwegfeuerzeuge, Einmalrasierer, Einwegkugelschreiber, Einweggeschirr, Einwegbesteck usw. Nutzen Sie stattdessen langlebige Artikel, die aufgefüllt oder nachgerüstet werden können. 

  • Nutzen Sie Pfandflaschen.

  • Eine Mehrwegflasche aus Glas wird mehr als 50- mal, Mehrwegflaschen aus PET bis zu 25-mal wieder befüllt. Das ist gut für die Umwelt, denn dabei werden Abfall, Rohstoffe und Energie gespart. Im Gegensatz dazu wird eine mit Einwegpfand belegte Plastikflasche bereits nach einmaligem Gebrauch zu Abfall. Durch den Umstieg auf Mehrwegflaschen lassen sich in einem 4-köpfigen Haushalt auf diese Weise pro Jahr bis zu 1.000 Einwegflaschen sparen.

  • Nutzen Sie wiederverwendbare Netze für Obst und Gemüse anstelle der dünnen Einweg-Knotenbeutel aus Plastik.

 


Verschenken, spenden, tauschen oder verkaufen

Ob beispielsweise CDs, Bücher, Elektrogeräte oder Möbelstücke – viele Dinge, für die man selbst keine Verwendung mehr hat, können für andere noch nützlich sein. Wer nicht gern auf den Flohmarkt geht, kann auch eine der vielen Verschenk-, Tausch- und Verkaufsportale im Internet nutzen und sich auf diese Weise noch etwas „Kleingeld“ verdienen. Oder spenden Sie die Sachen an eine gemeinnützige Organisation.

 


Nachhaltig kaufen

Wählen Sie Produkte von guter Qualität und Langlebigkeit. Achten Sie möglichst auf Reparaturfähigkeit.

 


Papier sparen

Drucken Sie z. B. nicht jede E-Mail oder jede Information aus dem Internet aus. Verwenden Sie Recycling oder Umweltschutzpapier.

 


Batterien sparen – Akkus verwenden

Die Verwendung von wieder aufladbaren Akkus spart unzählige Batterien.

 


Mehrweg für unterwegs – alle können mitmachen

Seit 2023 sind Betriebe verpflichtet, Speisen und Getränke für den Außer-Haus-Verkauf in Mehrwegverpackungen anzubieten. Denn nicht nur beim Einkaufen kann Verpackungsmüll durch Nutzung von Obst- und Gemüsenetzen und die Verwendung von Einkaufskörben oder -taschen verringert werden. Auch bei Getränken und Speisen im „To-go“-Bereich ist es möglich, Verpackungen einzusparen.

Die Nutzung von Mehrwegbehältern lässt sich grundsätzlich in zwei unterschiedliche Arten einordnen: Die Nutzung eines eigenen Mehrwegbehälters: Getränke und Lebensmittel werden in einen mitgebrachten Mehrwegbehälter abgefüllt. Dabei ist es nicht wichtig, welche Art von Geschirr man mitbringt. Wichtig ist, dass der Behälter vor allem sauber und für den Transport von Lebensmitteln geeignet ist. Die Nutzung eines Mehrwegsystems bereitgestellt durch die Gastronomie: Der Betrieb nutzt ein Mehrwegsystem, wodurch man die Möglichkeit hat, Getränke und Lebensmittel in einen vom Betrieb gestellten Mehrwegbehälter abfüllen zu lassen.

Fragen Sie bei der nächsten Bestellung einfach mal nach Mehrwegbehältnissen oder lassen Sie Ihr eigenes mitgebrachtes Mehrweggefäß befüllen. In vielen Betrieben ist dies bereits unter Einhaltung der hygienischen Standards möglich.

 


Zu gut für die Tonne!

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft informiert seit 2012 zum Thema Lebensmittelverschwendung. Auf www.zugutfuerdietonne.de finden Interessierte Fakten, Hintergrundinfos, Tipps sowie Reste-Rezepte zur Reduzierung der Lebensmittelabfälle im eigenen Haushalt. Das Ziel: Die Lebensmittelverschwendung bis 2030 halbieren.

 


Lebensmittelverschwendung

In Deutschland fallen jährlich entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette rund 11 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an. Davon stammt über die Hälfte aus den privaten Haushalten (durchschnittlich 78 kg pro Kopf im Jahr). Besonders häufig landen die Lebensmittel in der Tonne, die für eine gute Ernährung besonders wichtig sind: Obst und Gemüse.

 


Lebensmittelabfälle vermeiden

Es ist ganz einfach, die Lebensmittelverschwendung im eigenen Haushalt zu reduzieren: Wichtig ist eine gute Planung des eigenen Bedarfs, die richtige Lagerung der Lebensmittel und die Verwertung von Resten. Konkret: Einkaufszettel schreiben, empfindliche Lebensmittel kühlen und gekochte Reste luftdicht verpackt für den nächsten Tag im Kühlschrank aufbewahren. Weitere Tipps gibt es auf www.zugutfuerdietonne.de.