Bunt, leicht und unzerbrechlich – wie Kunststoff die Kindheit beflügelte

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg veränderte ein neuer Werkstoff die Spielzeugwelt grundlegend: Kunststoff. Robust, formbar und leicht zu reinigen, löste er Schritt für Schritt das traditionelle Holzspielzeug ab. Zuvor hatten Materialien wie Zelluloid und Bakelit die Kinderzimmer geprägt – doch mit Vinyl, PVC und anderen Kunststoffen eröffneten sich ungeahnte Möglichkeiten in Form und Farbe. Kunststoff lässt sich in leuchtenden Farben einfärben, in fantasievolle Formen gießen und zu langlebigen Spielwelten verbinden. Diese Welten und ihre Entwicklung zeigt die neue Ausstellung im Spielzeugmuseum.

Kunststoffspielzeug ist pflegeleicht, erschwinglich und vor allem farbenfroh. Poppige Farben und Flowerpower – der Optimismus und die Aufbruchsstimmung der Nachkriegsjahre zeigte sich auch im Kinderzimmer. Bekannte Klassiker wie Bausteine, Figuren und Tiere sprechen seitdem Kinder direkt an. Ob Ritterburg, Dinosaurierlandschaft oder Bauernhof – aus bunten Bausteinen und Figuren entstehen Fantasiereiche, in die man stundenlang eintauchen kann. Nicht Wettkampf, sondern kreatives Gestalten steht im Vordergrund. So prägte der „Plastik-Boom“ eine ganze Kindheitsgeneration – und seine farbenfrohe Faszination wirkt bis heute fort.

Die Ausstellung wurde von Bettina Dorfmann konzipiert. Sie vereint Exponate des Ratinger Spielzeugmuseums und des Vereins Ratinger Puppen- und Spielzeugfreunde.


Laufzeit der Ausstellung: 15. November 2025 bis 20. September 2026
 


VORSCHAU

Spielerisch zum 750. Stadtgeburtstag: Große Ideen aus Ratingen in klein

Spielzeugmuseum im Trinsenturm

 

11. Oktober 2026 bis 31. Oktober 2027

Zum Ratinger Stadtjubiläum präsentiert das Spielzeugmuseum im Trinsenturm eine Ausstellung mit Produkten der Ratinger Industrie, die für Kinder als Spielzeuge entwickelt wurden und teilweise heute noch angeboten werden. Eine Besonderheit stellt der Vespa Motorroller dar, der in verschiedenen Varianten produziert wurde. Neben der Waschmaschine mit dem Bullauge der Firma Constructa, eine Neuheit der 1950er Jahre, und der Modepuppe „Jala“ der Firma Esprit aus dem Jahr 2000 vereint die Schau verschiedene Fabrikate in Form von Miniaturen. Begleitet werden die Exponate durch passende Bücher, Spiele und Figuren. Hinzu kommen Puppenstuben aus verschiedenen Zeiten, ausgestattet mit Möbeln und Design-Artikeln. 

Alle Themen stellen eine Verbindung zur kulturhistorischen Ausstellung „750 Jahre Ratingen – eine Standortbeschreibung“ her, die im Museum Ratingen am selben Tag feierlich beginnt.  
Dementsprechend spielen auch in der Schau im Trinsenturm die Materialien Papier, Metall, Keramik und Textil eine besondere Rolle. Zum Thema Stoff und Textil werden Spinnräder, Webrahmen, Nähmaschinen und ein Stoffladen im kleinen Format gezeigt.

Eröffnung: 11. Oktober 2026, 11.30 Uhr, im Museum Ratingen

Kuratorin der Ausstellung: Bettina Dorfmann

 


ÖFFNUNGSZEITEN
Samstag & Sonntag
von 11 bis 17 Uhr


Eintritt
1,50 Euro | Für Kinder ist der Eintritt frei

STANDORT
Spielzeugmuseum
Wehrgang 1
40878 Ratingen
02102 550-4181
museum@ratingen.de


POSTANSCHRIFT

Museum Ratingen
Peter-Brüning-Platz 1
40878 Ratingen

 

LEITERIN
Wiebke Siever
02102 550-4183
wiebke.siever@ratingen.de
 

STELLVERTRETENDE LEITERIN
Anne Rodler
02102 550-4182
anne.rodler@ratingen.de

1. VORSITZENDE 
RATINGER PUPPEN- UND SPIEZEUGFREUNDE e.V.

Bettina Dorfmann
0171 9340382
bettina.dorfmann@t-online.de

WISSENSCHAFTLICHE VOLONTÄRIN
Zola Brandau
02102 550-4184
zola.brandau@ratingen.de


VERWALTUNG
Sebastian Ilberg
02102 550-4180

sebastian.ilberg@ratingen.de