Ratingen ist Fairtrade-Stadt

2020 wurde Ratingen erneut als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet

Gruppenbild auf der Treppe des Berufskollegs. Im Vordergrund Plakate "Wir sind eine Fairtrade-School" und "Wir sind Fairtrade-Stadt"

Im September 2018 wurde Ratingen von Fairtrade Deutschland als 560. Kommune mit dem Titel „Fairtrade-Town“ ausgezeichnet. Der Titel wird immer für zwei Jahre verliehen. 2020 zeigte Ratingen, dass die Kriterien weiterhin erfüllt sind.

In Fairtrade-Towns arbeiten Personen aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft gemeinsam daran den Fairen Handel auf kommunaler Ebene zu fördern.

In Ratingen beschloss am 28.11.2017 der Stadtrat einstimmig einer zivilgesellschaftlichen Initiative zu folgen und sich mit der Beteiligung an der Kampagne Fairtrade-Towns für den Fairen Handel stark zu machen. Durch die Unterstützung des Rats, der Verwaltung, von Vereinen, Kirchen, Handel, Gastronomie und vielen Bürgerinnen und Bürgern konnte bereits ein halbes Jahr später die Bewerbung als Fairtrade-Town bei TransFair e.V. | Fairtrade Deutschland eingereicht werden.

Die Kampagne Fairtrade-Towns wurde bereits im Jahr 2000 in England gestartet. Mittlerweile gibt es weltweit in über 30 Ländern über 2.000 Fairtrade-Towns. In Deutschland wurden bereits über 500 Städte von TransFair e.V. | Fairtrade Deutschland ausgezeichnet. Im Kreis Mettmann tragen bereits die Städte Erkrath, Haan und Monheim am Rhein den Titel Fairtrade-Stadt.

Informations-Flyer Fairtrade-Stadt-Ratingen (PDF-Dokument)

1. Kriterium: Ratsbeschluss

Für die Auszeichnung wird gefordert, dass der Rat beschließt, sich als Fairtrade-Stadt zu bewerben. Weiterhin soll bei allen öffentlichen Sitzungen sowie bei der Bewirtung im Amt „Büro des Bürgermeisters“ fair gehandelter Kaffee und ein weiteres Produkt aus fairem Handel ausgeschenkt werden. Am 28.11.2017 beschließt der Stadtrat einstimmig, dass Ratingen Fairtrade-Town werden soll.

2. Kriterium: Steuerungsgruppe

Gruppenbild der Steuerungsgruppe
Die Steuerungsgruppe koordiniert die Aktivitäten rund um die Kampagne "Fairtrade-Towns" in Ratingen. In der Steuerungsgruppe sind Akteure aus den Bereichen Zivilgesellschaft, öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Politik und Einzelhandel vertreten. Seit 2018 trifft sich die Steuerungsgruppe einmal im Quartal und begrüßt regelmäßig neue Mitglieder.

3. Kriterium: Fair-Trade-Produkte

Fairtrade Produkte
Mindestens 19 Einzelhandelsgeschäfte und zehn Gastronomiebetriebe in Ratingen müssen mindestens zwei Produkte aus fairem Handel im Sortiment anbieten. Dieses Kriterium variiert je nach Größe der Kommune. In Ratingen führen bereits über 30 Einzelhandelsgeschäfte und mehr als zehn Gastronomiebetriebe Fair-Trade-Produkte und es werden stetig mehr.

4. Kriterium: Zivilgesellschaft

Infostand
In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Produkte aus fairem Handel verwendet. Weiterhin werden in Schulen oder anderen Institutionen Bildungsaktivitäten und Informationen zum Fairen Handel umgesetzt. Viele Vereine, Kirchengemeinden, Schulen und Kitas engagieren sich in Ratingen für den Fairen Handel. Das Dietrich Bonhoeffer-Gymnasium und das Adam-Josef-Cüppers-Berufskolleg sind sogar ausgezeichnete Fairtrade-Schools. Auch die Kita im MAXI-Zentrum, Ratingen West und die Heilig-Geist Gemeinde tragen aufgrund ihres besonderen Engagements eigene Auszeichnungen als FAIRE Kita und FAIRE Gemeinde.

5. Kriterium: Medien

Regelmäßig wird durch Öffentlichkeitsarbeit der Faire Handel und die Kampagne Fairtrade-Towns bekannter gemacht. Die örtlichen Medien berichten regelmäßig über die Aktivitäten als Fairtade-Town.

 

Zuständiges Amt

 

Projektkoordinatorin Kommunale Entwicklungspolitik

Lena Steinhäuser 

Telefon 02102 550-1065 
buergeramt@ratingen.de