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Litterae Silesiae: Ingrid Buss stellt „F wie Flüchtling“ vor
Im Sommer 2024 ist das Buch F wie Flüchtling – Aus Pommern in den Westen von Ingrid Buss erschienen. Darin erzählt sie die bewegende Fluchtgeschichte ihrer Mutter. Im Rahmen einer Lesung stellt die Autorin ihr Werk nun vor. Die Geschichte beginnt im Jahr 1936 im pommerschen Klein Mellen. Die folgenden Jahre sind geprägt von Heirat, Krieg, Trennung und Flucht. Der Ehemann wird eingezogen, zwei Kinder werden geboren und die Familie wird durch die Ereignisse des Krieges auseinandergerissen. Eine der tragischsten Erfahrungen ist der Verlust des kleinen Sohnes während der Flucht. Erst viele Jahre später kommt es zur Wiedervereinigung der Familie, doch das Leben ist durch Krieg, Gefangenschaft und Leid bereits nachhaltig geprägt.
Ingrid Buss verknüpft diese persönliche Familiengeschichte mit historischen Hintergründen und schafft so einen Rahmen, der das Zeitgeschehen verständlich macht und zugleich die individuellen Schicksale in den Mittelpunkt stellt. Das 280-seitige Buch ist somit nicht nur eine literarische Aufarbeitung von Flucht und Vertreibung, sondern auch ein Beitrag zur Erinnerungskultur sowie zur Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart.
Moderation: Thomas Dapper.
Die Lesung findet in Kooperation mit der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen statt.
„Bei der Lektüre erlebte ich ein lange nicht mehr gekanntes Phänomen: Ich konnte ‚F wie Flüchtling‘ nicht mehr aus der Hand legen und las das Buch bis zum Ende durch. Damit ist die erzählerische Stärke einer einfühlsamen, gleichermaßen empathischen wie herausfordernd frechen Schreiberin oberflächlich angedeutet.“
Thomas Dapper (Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen)
Eine Anmeldung bis zum 17.09. per E-Mail an vermittlung@oslm.de ist erforderlich.
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