Abfall Aktuell

Bei Hitze kommt die Müllabfuhr eine Stunde früher

Am 2. Juni war der erste Hitzetag des Jahres 2019. Zum Glück fiel er auf einen Sonntag, so dass auch die Mitarbeiter des Amtes für Kommunale Dienste, wie alle anderen Ratinger auch, das sonnige Wetter genießen konnten. Doch wird es ab jetzt voraussichtlich häufiger Temperaturen über 30 Grad im Schatten geben. Wenn eine derartige Hitze unter der Woche herrscht, wird die Arbeit für die Mitarbeiter der Müllabfuhr zur Qual. Daher hat die Stadt Ratingen eine Sondergenehmigung erwirkt, die besagt, dass bei solchen extremen Wetterlagen der Dienst schon um 6 Uhr beginnen kann.

Normalerweise rücken die Fahrzeuge der Müllabfuhr um 7 Uhr aus. Dann ziehen sich die Touren aber bis weit in die Mittagshitze. Und die Arbeiter haben praktisch keine Möglichkeit, in ihrer schweren Arbeitsmontur der brennenden Sonne zu entgehen. „Unter solchen Bedingungen können gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht ausgeschlossen werden“, sagt Umweltdezernent Martin Gentzsch. „Daher wollen wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wenigstens ein wenig entlasten, indem wir ihnen ermöglichen, ihre Schicht in den kühleren frühen Morgenstunden zu beginnen.“

Die Entscheidung, ob an einem Tag früher begonnen wird, hängt von der amtlichen Wettervorhersage ab und kann daher recht kurzfristig getroffen werden. Daher empfiehlt das Amt für Kommunale Dienste allen Bürgern, ihre Mülltonnen in den Sommermonaten grundsätzlich eine Stunde früher bereitzustellen. Dann ist man auf der sicheren Seite, dass der Behälter geleert wird. Die Verwaltung wird aber auch regelmäßig darüber informieren, wenn wegen Hitze früher gearbeitet wird. „Die Einsatzkräfte sind bemüht, die Geräuschentwicklung so gering wie möglich zu halten“, sagt Umweltdezernent Gentzsch.

Konzept zur Reduzierung von Gefährdungen im Straßenverkehr durch Abfallsammelfahrzeuge

Immer wieder stoßen die Beschäftigen der städtischen Müllabfuhr bei ihrer Arbeit an gefährliche Grenzen: In zu schmal gebauten Straßen und Wegen sowie in Sackgassen ohne ausreichende Wendemöglichkeit wird die Abfallentsorgung insbesondere für die Fahrer zur Mutprobe. Ausgelöst durch verschärfte Unfallverhütungsvorschriften, die es einzuhalten gilt, wurden bereits in den letzten Jahren alle Straßen auf Ratinger Stadtgebiet untersucht. In der Folge mussten aus Sicherheitsgründen seinerzeit die Anfahrt von besonders engen und schwer erreichbaren Straßen und Privatstraßen abgelehnt werden – auch vor dem Hintergrund, dass bereits ein stadteigenes Müllfahrzeug auf einem unbefestigten Waldweg in die Böschung gerutscht war und fast umgekippt wäre. Auch wurden in den letzten Jahren bereits erste technische und organisatorische Gegenmaßnahmen beschlossen und umgesetzt.

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Wohin mit großen Kartons in Ratingen?

Das Zentralmateriallager der Stadt Ratingen, Robert-Zapp-Str. 3, in Tiefenbroich baut seinen Service in diesem Jahr weiter aus. Neben einer Kofferraumladung Bauschutt und Sperrmüll sowie Elektroaltgeräten werden ab sofort auch anfallende Übermengen an Papier, Pappe und Kartonagen kostenlos angenommen.

Seit vielen Jahren haben sich für die Sammlung von Altpapier die blaue Tonne und die Depotcontainer bewährt. Jedoch im Zeitalter des Online-Handels ist der Anteil an kleinen und großen Kartonagen erheblich gestiegen. Die bestehenden Sammelsysteme stoßen dabei immer wieder an ihre Grenzen. Während in der blauen Tonne hauptsächlich Tages- und Wochenzeitungen, Illustrierte sowie kleine Verpackungen entsorgt werden, gelangt ein erheblicher Teil der großvolumigen Kartonagen in die Depotcontainer. Dabei werden diese teilweise ohne vorherige Zerkleinerung in die Einwurf-Öffnungen der Großbehälter gedrückt. Darin springen sie wieder auf und blockieren häufig die weitere Befüllung.

Oftmals werden, zum Ärgernis der Anwohner und aufmerksamer Passanten, die Kartons neben die Depotcontainer gestellt und entwickeln sich so schnell zu wilden Müllkippen. Dies bedeutet auch zusätzlicher Mehraufwand und hohe Personalkosten für die Kommunalen Dienste. In diesem Zusammenhang wird daraufhin gewiesen, dass die nicht ordnungsgemäße Entsorgung von Abfall, Leichtverpackungen, Kartons usw. eine Ordnungswidrigkeit darstellt und mit einem Bußgeld geahndet werden kann. Der Ahndung solcher Ordnungswidrigkeiten wird konsequent nachgegangen. Die Kontrollen erfolgen sowohl von den Kommunalen Diensten als auch vom Kommunalen Ordnungsdienst.

Neben der blauen Tonne und den Depotcontainern haben die Kommunalen Dienste jetzt zusätzlich eine große Papierpresse am Zentralmateriallager installiert. So können dort ab sofort auch großvolumige Kartons an der Robert-Zapp-Straße 3 von den Bürgerinnen und Bürgern entsorgt werden. Obendrein entfällt so auch das mühevolle Zerreisen oder Zerkleinern.

Das Zentralmateriallager an der Robert-Zapp-Straße 3 öffnet montags und mittwochs von 6 bis 15.30 Uhr, dienstags von 6 bis 16 Uhr, donnerstags von 6 bis 17.30 Uhr, Freitag von 6 bis 13 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr. 

Dispersionsfarbe richtig entsorgen

Dispersionsfarben werden auf Wasserbasis hergestellt. Sie enthalten keine Schadstoffe und müssen daher nicht über das Schadstoffmobil entsorgt werden. Da die Wandfarben zumeist in großen Gebinden (Farbeimern) angeliefert werden, hat das nicht selten zu erheblichen Transportproblemen geführt.

Nicht zuletzt deshalb wird zum 01. Januar 2017 diese Praxis geändert. Dispersionsfarben werden dann beim Schadstoffmobil- auch in den Stadtteilen Lintorf, Hösel, Homberg und Breitscheid- nicht länger angenommen. Ab diesem Zeitpunkt erfolgt die Annahme von Farbeimern mit flüssigen Farbresten jeweils samstags von 9 bis 12 Uhr auf dem Zentralmateriallager der Stadt Ratingen. Die Annahme ist für alle Ratinger Haushalte kostenfrei.

Bitte beachten Sie die Tipps zur Entsorgung von Farbeimern und Streichwerkzeug:

- Vollkommen restentleerte Farbeimer können Sie über die gelbe Tonne / gelben Säcke entsorgen

- Farbeimer mir eingetrockneter Farbe über die Restmülltonne entsorgen oder die eingetrocknete Farbe vorher aus dem Eimer in die Restmülltonne klopfen. Den so restentleerten Eimer geben Sie danach in die gelbe Tonne / gelben Säcke

- Hartgewordenen Pinsel und Rollen entsorgen Sie bitte über die Restmülltonne

Wohin mit Buchsbaumschnitt, der mit dem Buchsbaumzünsler befallen ist?

Der vom Buchsbaumzünsler befallene Buchsbaumschnitt darf in die Biotonne.

Im Kompostierungsprozess der Kompostierungsanlage des Kreises Mettmann wird über mehrere Tage eine Temperatur von 75 Grad Celsius erreicht. In diesem Temperaturbereich werden die Eier, Raupen und Puppen des Buchsbaumzünslers abgetötet.

Der Buchsbaumzünsler (Diaphania perspectalis) ist ein Kleinschmetterling aus Ostasien. Die Raupen dieses Falters fressen im Inneren der Sträucher. Sie fressen, wenn sie die Blätter vollständig vernichtet haben, auch die grüne Rinde um die Zweige herum bis aufs Holz. Alle Teile über diesen Fraßstellen sterben ab. Typisch für die Raupen des Buchsbaumzünslers ist die Bildung von dichten Gespinsten. Die grünlichen Raupen werden bis 5 cm lang, bevor sie sich in einem Kokon zwischen den Blättern verpuppen. Die Falter schlüpfen im folgenden Jahr Anfang Mai. Eine Bekämpfung ist nur durch Absammeln der Raupen sowie das Herausschneiden der Gespinste und Befallsnester möglich.

Mitnahme von Sperrgut ist verboten

Hohe Rohstoffpreise fördern weiterhin den Altmetall- und Elektroschrottdiebstahl durch illegale gewerbliche Sperrmüllsammler. Um an die begehrten Gegenstände zu kommen, fahren die illegalen Sammler am Vortag der Sperrgutabfuhr durch die Straßen und nehmen mit, was sich zu Geld machen lässt. Dabei handelt es sich nicht um bedürftige Sammler, sondern im Vordergrund steht das bestens organisierte Geschäft mit Altmetallen. Für die Stadt entsteht dadurch ein hoher wirtschaftlicher Schaden. Denn mögliche Erlöse aus dem Verkauf der Wertstoffe tragen dazu bei, dass die zu entrichtenden Abfallgebühren niedrig gehalten werden können. Darauf weisen die Kommunalen Dienste der Stadt Ratingen einmal mehr hin und warnen vor der illegalen Sperrgut-Mitnahme.

Mehr als nur einen Diebstahl zu Lasten der Gebührenzahler begehen die Sperrmüllsammler, die sich an Elektrogeräten zu schaffen machen, um an Metall oder bestimmte Bauteile zu kommen. Sie schädigen mit ihrem illegalen Geschäft oft massiv die Umwelt. Insbesondere bei den Kühl- und Gefriergeräten ist dies von besonderer Bedeutung, da bei unsachgemäßer Demontage die gesundheits- und umweltgefährdeten FCKW-haltigen Kühlmittel ungesichert in die Atmosphäre entweichen können.

Eine Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen belegt, dass von den weltweit anfallenden Mengen an Elektroschrott nur zehn bis 40 Prozent verwertet und ordnungsgemäß entsorgt werden. Die übrigen Mengen werden deponiert oder zur Entsorgung illegaler Weise in Entwicklungsländer verschifft und stellen aufgrund der in den Geräten enthaltenen Giftstoffe auch eine große Gefahr für die menschliche Gesundheit und die Umwelt dar.

Die Kommunalen Dienste der Stadt Ratingen hingegen stehen für eine ordnungsgemäße Entsorgung: Alle Elektroaltgeräte werden unter Einhaltung des Umwelt- und Gesundheitsschutzes verwertet. Sie rät daher den Haushalten, als Sperrmüll angemeldete Elektrogeräte erst am Morgen des Abholtages herauszustellen, damit das Zeitfenster für die Abfalldiebe möglichst klein ist. Zusätzlich können ausgediente Geräte kostenlos am Zentralmateriallager der Stadt Ratingen in der Robert-Zapp-Straße 3 abgegeben werden.

Auch zukünftig werden die Kommunalen Dienste gemeinsam mit dem Ordnungsamt und der Polizei an Sperrgutterminen Kontrollen durchführen, um den illegalen gewerblichen Sperrgutdieben das Handwerk zu legen.

MyMüll.de - die Müll-App für das Smartphone

Wer ein Smartphone besitzt, kann sich mit der praktischen Müllabfuhr-App an die Abholtermine erinnern lassen. Der Abfallwegweiser enthält einen QR-Code, der mit den aktuellen Smartphones gescannt werden kann, um das Erinnerungsprogramm MyMüll.de kostenlos auf das Handy herunter zu laden. Mit Hilfe der cleveren Müll-App wird kein Abfuhrtermin mehr verpasst! Das Gute daran: die Nutzung der App ist anonym, es werden keine Adressdaten gespeichert. Diese Variante kommt vor allen Nutzerinnen und Nutzer mit einem hohen Datenschutzbedürfnis entgegen.

mymüll.de

Europäische Woche der Abfallvermeidung

Europäische Woche zur Abfallvermeidung

Das Projekt

Die Europäische Woche zur Abfallvermeidung ist eine Initiative der Europäischen Union. Nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung und Abfallmanagement sollen während einer einzigen Woche besonders thematisiert werden. Ein breites Spektrum von Zielgruppen (Behörden, Privatunternehmen, die Zivilgesellschaft sowie die Bürger selbst) sollen zur Abfallvermeidung aufgefordert werden.

 

Darum geht es:

• Um unsere Abfallberge zu reduzieren, können wir Kleidung, Haushaltsgegenstände und Lebensmittel umweltfreundlicher verpacken, ordentlich entsorgen und wiederverwerten.

• Doch der beste Abfall bleibt der, der gar nicht erst entsteht.

• Während der Europäischen Woche zur Abfallvermeidung wird gezeigt, wie man es machen kann! Das Jahresmotto 2017 lautet "Gib Dingen ein zweites Leben"!

• Vom 18. bis 26. November 2017 präsentieren bereits zum achten Mal bundesweit Initiativen und Projekte, wie jeder seine persönliche Abfallbilanz verbessern kann – sei es am Arbeitsplatz, in der Schule, beim Einkaufen oder zu Hause.

Wir alle sind gefordert, die anfallenden Müllmengen zu reduzieren:

• Industrie und Handel müssen weiter daran arbeiten, dass Produkte langlebig und recyclingfähig sind, dass sie ressourcenschonend hergestellt und vertrieben werden.

• und Verbraucher können Produkte so kaufen und nutzen, dass möglichst wenig Abfall entsteht. Hier sind es oft Änderungen der Gewohnheiten, die eine große Wirkung zeigen.

Die Abfallberatung möchte zu dieser Woche ebenfalls beitragen und die Abfallvermeidung in bestimmten Bereichen thematisieren.

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Kommunale Dienste

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Abfallberatung
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