Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen

Die 17 Nachhaltigkeitsziele sind inzwischen als die 17 SDGs in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Die Abkürzung steht für den englischen Begriff für nachhaltige Entwicklungsziele, Sustainable Development Goals.

Ziel 1: Keine Armut

SDG 1

Armut in allen ihren Formen und überall beenden!

Und in Ratingen zum Beispiel? Eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben soll allen Ratingerinnen und Ratingern auch unabhängig von ihren Einkommensverhältnissen möglich sein. Ein wichtiges Angebot ist daher der Sozialpass, der Ratinger Bürgerinnen und Bürgern, Ermäßigungen bei der Nutzung von städtischen Angeboten und Angeboten der Stadtwerke Ratingen bietet. Mit dem Sozialpass erhält man Vergünstigungen beim Besuch der Eissporthalle, des Medienzentrums, der Musikschule, des Schwimmbades, des Stadtmuseums, der Volkshochschule und beim Besuch von Kultur- und Jugendveranstaltungen. Außerdem berechtigt der Sozialpass zum Einkauf bei der Ratinger Tafel. Alle Personen, die Arbeitslosengeld II (Hartz IV) oder Sozialhilfe erhalten und Menschen, deren Einkommen nicht mehr als 10 Prozent darüber liegt, können den Ratinger Sozialpass beantragen.

Weitere Informationen gibt es hier: Ratinger Sozialpass, Kontakt: Amt für Soziales, Wohnen und Integration, Mail: sozialamt@ratingen.de

Ziel 2: Kein Hunger

SDG 2

Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit  und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern!

Und in Ratingen zum Beispiel? Die Ratinger Tafel e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der an Bedürftige (Empfänger von Arbeitslosengeld II (Hartz IV), Grundsicherung oder Wohngeldempfänger) Nahrungsimitte ausgibt, die keine Verwendung mehr im herkömmlichen Wirtschaftskreislauf haben und daher vernichtet würden. Ermöglicht wird die Ratinger Tafel durch Ehrenamtliche im Innendienst, als Fahrer/Beifahrer im Aussendienst und natürlich durch Lebensmittel- und Geldspenden.

 Weitere Informationen

Ziel 3: Gesundheit und Wohlergehen

SDG 3
Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern!

Ziel 4: Hochwertige Bildung

SDG 4

Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern!

Und in Ratingen zum Beispiel? Im 4. Nachhaltigkeitsziel ist unter anderem gute Bildung, auch Bildung für nachhaltige Entwicklung festgeschrieben. Einen Beitrag leistet die Stadtverwaltung Ratingen unter anderem mit dem Bienenkoffer. Als umweltpädagogisches Angebot kann der Bienenkoffer kostenlos für Kindergruppen zwischen 8 und 12 Jahren entliehen werden. Hier finden Sie weitere Informationen zum Ratinger Bienenkoffer.

Ziel 5: Geschlechtergerechtigkeit

SDG 5

Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen!

Und in Ratingen zum Beispiel? Ratingen ist seit Juni 2020 Mitglied in der Initiative „Klischeefrei“, die jungen Menschen in ihrer Vielfalt neue Wege ermöglichen will. Getreu dem Leitmotiv „Es ist ein grundlegender Irrtum bei Gleichberechtigung von der Gleichheit auszugehen. Die Gleichberechtigung baut auf der Gleichwertigkeit auf, die die Andersartigkeit anerkennt.“ (Dr. Elisabeth Selbert) macht sich Ratingen für eine Berufs- und Studienwahl stark, die frei von Geschlechterklischees ist. Die Gleichstellungsstelle der Stadt Ratingen unterstützt mit der Initiative „Klischeefrei“ junge Menschen dabei, sich nicht von Klischees bei ihrer Berufs- und Studienwahl einzuschränken, sondern sich durch ihre individuellen Stärken leiten zu lassen und einen Beruf zu finden, der zu ihrer individuellen Persönlichkeit passt.

Weitere Informationen: https://www.klischee-frei.de/, Kontakt: Nadine Mauch, Gleichstellungsbeauftragte, Tel. (02102) 550-3430, E-Mail: nadine.mauch@ratingen.de

 

Ziel 6: Sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen

SDG 6

Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten!

Und in Ratingen zum Beispiel? Mit einigen Brunnen wird in Ratingen Trinkwasser gefördert. Die Einwohner*innen Ratingens werden durch die Stadtwerke Ratingen mit jährlich mehr als 5,4 Millionen Kubikmetern frischem Trinkwasser versorgt. Zum Schutz des Grundwassers und zur Sicherung der Trinwasserversorgung sind daher weite Gebiete Ratingens als Wasserschutzgebiete ausgewiesen. Weitere Informationen

Ziel 7: Bezahlbare und saubere Energie

SDG 7

Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern!

Und in Ratingen zum Beispiel? Seit dem 01.08.2021 fördert die Stadt Ratingen im kommunalen Förderprogramm "Solarenergie" neu installierte Photovoltaikanlagen, Stromspeicher und Steckdosenmodule (Balkonmodule). Zu den Themen Photovoltaik und Solarthermie berädt u.a. die Verbraucherzentrale Nordrhein Westfalen in ihrer Ratinger Geschäftsstelle. Weitere Informationen

Ziel 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

SDG 8

Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern!

Und in Ratingen zum Beispiel? Das Projekt "InWESTment plus" zielt im Handlungsfeld Beschäftigung darauf, die Zugänge zu Beschäftigung für (langzeit-)arbeitslose Bewohnerinnen und Bewohner in Ratingen West zu verbessern. Zielgruppen sind vor allem Bewohner mit Migrationsgeschichte und Alleinerziehende. Getragen wird das Projekt durch einen Verbund aus der Stadt Ratingen zusammen mit den Sozialverbänden SkF Arbeit und Integration gGmbH, der Diakonie im Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann und dem Caritasverband im Kreis Mettmann. Weitere Informationen

 

Ziel 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur

SDG 9
Widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen!

Ziel 10: Weniger Ungleichheiten

SDG 10

Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern!

Und in Ratingen zum Beispiel? Die Mitarbeiter*innen der Bildungs- und Teilhabeberatung beraten und unterstützen Personen, die im Leistungsbezug von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Sozialgeld, Wohngeld, Kinderzuschlag oder nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sind. Es können Zuschüsse zum Mittagessen in Schule und KiTa, die Kostenübernahme für Tagesausflüge und Klassenfahrten, Schulbedarf oder Lernförderung beantragt werden. Auch Zuschüsse zu Freizeiten/Freizeitveranstaltungen und Angeboten wie Babyschwimmen und Krabbel- und Spielgruppen sind vorgesehen.

Weitere Informationen: Bildungs- und Teilhabeberatung , Kontakt: jugendamt@ratingen.de

Ziel 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden

SDG 11

Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten!

Und in Ratingen zum Beispiel? Bereits seit 1981 besteht der Ratinger Integrationsrat als kommunales Fachgremium zur Förderung der Integration, politischen Partizipation und gesellschaftlichen Teilhabe von Zuwanderinnen und Zuwanderern. Ratingen war eine der ersten Städte in ganz Nordrhein-Westfalen, in der ein Integrationsrat (damals noch Ausländerbeirat genannt) in geheimer und direkter Wahl von den zugewanderten Menschen gebildet wurde. Er ist zugleich die demokratisch legitimierte Interessenvertretung der Menschen mit Migrationshintergrund gegenüber dem Rat, der Verwaltung und der Öffentlichkeit.

In Ratingen haben über 30.000 Personen, rund ein Drittel der Ratinger Einwohnerinnen und Einwohner, einen Migrationshintergrund, die Mehrheit davon hat die deutsche Staatsbürgerschaft. Dieser Personenkreis ist allerdings weit davon entfernt, entsprechend ihrem Bevölkerungsanteil im Stadtrat vertreten zu sein. Eines der wichtigen Ziele des Integrationsrates ist daher, die interkulturelle Öffnung der Institutionen der Gemeindepolitik. Denn inwieweit die politische Integration gelingt, hängt auch davon ab, ob Institutionen der Politik die zunehmende Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln.

Link zur Festschrift anlässlich des 40.-jährigen Bestehens des Integrationsrates: Jubiläumsschrift (stadt-ratingen.de)

Kontakt: Zeliha Yetik, Integrationsbeauftragte und Geschäftsführerin des Integrationsrates, Tel. (02102) 550-5096, E-Mail: zeliha.yetik@ratingen.de.

Ziel 12: Nachhaltige/r Konsum und Produktion

Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen!

Und in Ratingen zum Beispiel? Ratingen engagiert sich für den Fairen Handel und zielt so auf unterschiedliche Ziele der Agenda 2030 ein. Insbesondere unterstützt der Faire Handel das Ziel 12: Nachhaltige/r Konsum und Produktion.

Die Stadt Ratingen hatte sich 2018 erfolgreich als Fairtrade-Stadt beworben und konnte 2020 die Rezertifizierung feiern. So wird als verantwortungsbewusste Kommune ein Zeichen gesetzt. Viele Ratingerinnen und Ratinger setzen sich gemeinsam mit Akteuren aus Wirtschaft, Gastronomie, Politik und Verwaltung für eine Stärkung des Fairen Handels in ihrer Kommune ein und leisten so einen Beitrag zu mehr Gerechtigkeit in der Welt.

Weitere Informationen

Ziel 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

 Ziel 13
Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen!

Und in Ratingen zum Beispiel? Klimaschutz spielt für die Stadt Ratingen eine wichtige Rolle. Bereits seit 1993 ist Ratingen Mitglied im Klima-Bündnis der europäischen Städte und verpflichtet sich in diesem Zuge zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen. Um die Klimaschutzaktivitäten der Stadt weiter auszubauen und zu verstetigen, wurde im Jahr 2017 das Integrierte Klimaschutzkonzept verabschiedet und durch die Einstellung einer Klimaschutzmanagerin im Jahr 2018 in die Umsetzungsphase gebracht.

weiterlesen

Ziel 14: Leben unter Wasser

SDG 14

Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen!

Und in Ratingen zum Beispiel? Jährlich landen mehr als 10 Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen, die zu kleinen Teilchen zerfallen und über die Nahrung der Fische auch wieder in die menschliche Nahrungskette gelangen. Immer mehr Ratinger Einzelhandelsgeschäfte und Gastronomiebetriebe vermeiden Plastikmüll inden sie ihre Produkte in Mehrweggefäßen anbieten oder es Kund*innen ermöglichen eigene mitgebgrachte Gefäße, wie Kaffeebecher zu nutzen. Damit leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Gesunderhaltung der Weltmeere aber auch aller Mitmenschen.

Weitere Informationen zu Essen in Mehrweg

Ziel 15: Leben an Land

SDG 15

Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodendegeneration beenden und umkehren und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen!

Und in Ratingen zum Beispiel? Die Abteilung "Stadtgrün" setzt bei der Bepflanzung von blühenden Flächen auf möglichst langlebige Staudenbeete und Wildblumenweisen mit heimischen Arten. Sie blühen oft über Jahre und sorgen weitgehend selbst für ihre Vermehrung. Dadurch muss seltener in diese Flächen eingriffen werden. Zudem wachsen sie dichter, wodurch in der Folge der Boden weniger austrocknet. Das hat positive Effekte: Bei Starkregen nimmt der Boden mehr Wasser auf und funktioniert wie ein natürlicher Hochwasserschutz. In heißen Perioden wird auf diese Weise wertvolles Gießwasser gespart. Weil außerdem bei naturnahen Grünflächen auf Dünger verzichtet wird und die Pflegeintervalle entzerrt werden, wird zugleich der Artenreichtum gefördert.

Ideen für Ihren Beitrag zur Förderung der Biodiversität in Ratingen: Flyer blühende VorgärtenFlyer Augenweide Balkon

Weitere Informationen

Ziel 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

SDG 16
Friedliche und inklusive Gesellschaft für eine nachhaltige Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive, Institutionen auf allen Ebenen aufbauen!

Ziel 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

SDG 17

Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen!

Und in Ratingen zum Beispiel? In vielen Initiativen und Vereinen engagieren sich Ratinger Bürgerinnen und Bürger für nachhaltige Entwicklung rund um den Globus. So hat zum Beispiel seit 1985 der gemeinnützige Verein Südafrika-Hilfe e.V. seinen Sitz in Ratingen. Der Verein setzt sich insbesondere für die Förderung und das Fundraising für die Projekte der „Public Benefit Organisation“ Lewis Balink Foundation und deren Partnerorganisationen in Parys-Tumahole/Südafrika ein - als auch für entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland.

Meilensteine sind die Einrichtung und laufende Förderung eines Tagesbetreuungszentrums für AIDS-Waisen, die Unterstützung einer Einrichtung für Kinder mit Behinderungen sowie der Bau und Betrieb einer Tagesklinik zur Behandlung von Patienten mit HIV/AIDS und chronischen Erkrankungen. Zuletzt wurde in Kooperation mit dem örtlichen Museum ein Jugendbildungsprojekt mit einer Dauerausstellung zur lokalen Apartheidgeschichte durchgeführt. Aktuell beteiligen sich die beiden Vereine zusammen mit verschiedenen Netzwerkpartnern am Vorhaben des Aufbaus einer Kommunalen Klimapartnerschaft zwischen den Städten Parys und Ratingen.

Weitere Informationen unter http://suedafrikahilfe.de/


Zuständiges Amt