Station 20: Ehemaliger Standort der jüdischen Synagoge

Seit 1592 sind Juden in Ratingen urkundlich nachgewiesen. Um 1800 umfaßte die jüdische Gemeinde etwa 50 Personen, groß genug, um den Bau einer Synagoge in die Wege zu leiten. 1817 wurde dies beim Stadtrat beantragt, der keinerlei Einwände dagegen hatte. Schon nach einem Jahr war das Gebäude an der Bechemer Straße 5 fertiggestellt und konnte seiner Bestimmung übergeben werden. Die Gemeinde Ratingen gehörte zum Synagogenbezirk Düsseldorf.
Die Zahl der erwachsenen Juden betrug 1804: 36, 1818: 41 und 1900: 52. Im Jahre 1926 lebten nur noch 26 jüdische Einwohner in Ratingen. Vermutlich aus diesem Grund wurde der Gottesdienst dann eingestellt. In den 30er Jahren, nach der nationalsozialistischen Machtergreifung, flüchteten auch die wenigen noch verbliebenen Juden aus der Stadt.

Im Jahre 1936 bot die Synagogengemeinde Düsseldorf, in deren Besitz die Ratinger Synagoge war, das Gebäude der Stadt Ratingen zum Kauf an. Zwei Jahre später verkaufte die Stadt ihrerseits das Gebäude an eine Ratinger Familie, unter der Auflage, es so schnell wie möglich abzureißen.

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