Neuerscheinung "Ihr Andenken sei ihnen zum Segen"

Hanna Eggerath,  Helmut Neunzig:
"Ihr Andenken sei ihnen zum Segen"
Der jüdische Friedhof in Ratingen am Blomericher Weg und die jüdische Gemeinde Kettwig vor der Brücke. Eine Dokumentation
Klartext-Verlag Essen 2014, gebundene Ausgabe mit zahlreichen Abbildungen,
336 Seiten, Verkaufspreis: 24,95 €
(=Schriftenreihe des Stadtarchivs Ratingen, Reihe A, Bd. 8)

Der jüdische Friedhof am Blomericher Weg in Ratingen, hoch oben im Wald an der Stadtgrenze zu Essen gelegen,  ist der alte Friedhof der jüdischen Gemeinde Kettwig vor der Brücke.  Die Grabsteine, die in dem Buch  ausführlich dokumentiert und analysiert werden, sind eine Geschichtsquelle ersten Ranges, jedoch für die meisten Menschen unverständlich, da in hebräisch verfasst.  Erstmals werden hier die Übersetzungen  vorgelegt, die es zugleich ermöglichten, anhand von Personenstandsunterlagen in verschiedenen Archiven eine Vielzahl von Informationen über die jüdischen Familien aus Kettwig vor der Brücke  seit dem 18.Jahrhundert zusammenzutragen,  die in das Buch aufgenommen wurden. Vielfach endete der Tod der letzten Familienmitglieder in der Shoah.  Der alte Friedhof zeugt von der kulturellen jüdischen Vielfalt des Landjudentums in der Region bis zum Beginn der nationalsozialistischen Diktatur im Jahr 1933.  Er zeugt von Menschen, die lange Zeit friedlich mit ihren christlichen Nachbarn lebten. Ihre Nachfahren wurden in Konzentrationslagern vernichtet, oftmals ohne ein Grab als Stätte der Erinnerung. Manchmal erinnern Stolpersteine an sie.

Der Friedhof der ehemaligen jüdischen Gemeinde Kettwig vor der Brücke in Ratingen-Breitscheid/Hösel dokumentiert die kulturelle Vielfalt des Landjudentums in der  Region, eine für immer untergegangene Welt.

Die beiden Autoren, Hanna Eggerath , haben sich 6 Jahre lang ehrenamtlich mit der Erforschung des Friedhofs befasst. Sie wollten nicht nur wissen, wie die Inschriften der Grabsteine genau lauten, sondern auch, wer diese Menschen, ihre Vor- und Nachfahren waren, wie sie gelebt haben und was aus ihnen wurde.

Hanna Eggerath, erfahren in der Archivarbeit, in regionalgeschichtlichen  und genealogischen Forschungen, und Helmut Neunzig, der hebräischen Sprache kundig und Mitglied der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, zudem fotografisch versiert, haben diese Gemeinschaftsarbeit vorbildlich umgesetzt.

Das Stadtarchiv Ratingen schließlich, mit Unterstützung des Amtes für Kultur und Tourismus und des Vereins für Heimatkunde und Heimatpflege Ratingen e.V.,   hat die Drucklegung des Buches gefördert, um den Zustand des Friedhofes dauerhaft zu  dokumentieren und den  steten und zahlreichen Nachfragen nach diesem Friedhof mit fundierten Informationen zu begegnen.

Zuständig