1914 - Erster Weltkrieg

Am 16. September 1914 erliegt der 22jährige Soldat Heinrich Schnorrenberg im Ratinger katholischen Krankenhaus seinen Verletzungen. Er ist der erste Kriegstote, der 1914 im Sterberegister des Standesamtes Ratingen eingetragen wird. Der Arzt gibt in der Todesbescheinigung als Todesursache "Wundstarrkrampf, Tetanus" an. Im Zivilberuf war Schnorrenberg Maurer. Sein Grab befindet sich auf dem evangelischen Friedhof, Ratingen, Werdener Straße.

"Der erste Verwundete in einem Ratinger Lazarett verstorben.

Ein Sohn unserer Vaterstadt ... Heinrich Schnorrenberg ..., der im Lazarett des hies[igen] kath[olischen] Krankenhauses untergebracht war, hat trotz einer leichteren Verletzung durch eine hinzugetretene Vergiftung den Heldentod erleiden müssen. Die Berdigung fand heute vormittag statt ... Nicht nur die gesamte Stadtvertretung, an der Spitze Herr Bürgermeister Jansen, auch die Kreisbehörde war vertreten. Außerdem fehlte kein verwundeter Kamerad aus den hiesigen Lazaretten, soweit er nur eben zu Fuß war." (Ratinger Zeitung vom 19. September 1914)

Von den rund 3.000 Ratingern, die während des Ersten Weltkriegs als Soldaten dienten, starben 282 und 500 kehrten als Kriegsbeschädigte heim. Insgesamt überstand ein Viertel den Krieg nicht unverletzt.

Kriegsgräber auf dem katholischen Friedhof, an der Werdener Straße, Ratingen.

Die Todesanzeige erschien am 19. September 1914 in der Ratinger Zeitung.

Zuständig