1959 - Einweihung des Berlin-Gedenksteins

In Ostdeutschland gingen am 17. Juni 1953 überwiegend Arbeiter auf die Straße, um gegen den Kurs der SED, der Sozialistischen Einheitspartei der DDR, zu demonstrieren. Ihr Aufbegehren wurde schnell durch das Eingreifen der Volkspolizei und sowjetischer Truppen unterdrückt.

Auch in Ratingen wird dieser Gedenktag als "Tag der deutschen Einheit" jedes Jahr begangen. Der Berlin-Gedenkstein am Bürgerhaus am Marktplatz wurde am 17.06.1959 enthüllt.

Die Gedenktafel an der Seite des Bürgerhauses besteht aus Basaltlava und wurde von dem Ratinger Steinmetz und Bildhauer Friedel Lepper erschaffen.

Lepper gestaltete in späteren Jahren in Ratingen weitere Kunstwerke im öffentlichen Raum, u.a. den Rathausbrunnen 1975 und den Brunnen vor dem Parkhaus Kirchgasse 1974, der heute am Düsseldorfer Platz steht.

Der 17. Juni wurde in der Bundesrepublik seit 1954 als "Tag der deutschen Einheit" begangen und war ein gesetzlicher Feiertag (Beschluss des Bundestages am 3.7.1953).

Mit der Wiedervereinigung 1990 wurde der gesetzliche Feiertag und der "Tag der Deutschen Einheit" (nun mit großem "D") auf den 3. Oktober verlegt. Der 17. Juni wird seit 1991 als "Nationaler Gedenktag an den Volksaufstand von 1953 in der DDR" geehrt. So findet auch jedes Jahr in Ratingen eine Gedenkfeier statt.

Das Stadtarchiv Ratingen verfügt mit dem Bildarchiv Klöckner und dem Filmarchiv Kürten über einen reichhaltigen Foto- und Filmbestand zu den Gedenkfeiern zum 17. Juni der späten 1950er und frühen 1960er Jahre.

© Erik Kleine Vennekate, Stadtarchiv Ratingen

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