NATUR-TOUR

Auf der NATUR-TOUR erleben Sie die Natur pur. Bei einer Gesamtlänge von rd. 40 km und einem Höhenunterschied von ca. 120 m können Geübte die Tour an einem Tag abfahren. Sie lässt sich aber auch in Teilabschnitte gliedern.

Naturräumliche Gliederung

Ratingen liegt im Übergang von der Niederrheinebene zum Niederbergischen Hügelland. Beide Naturräume lassen sich jeweils in weitere Landschaftsräume untergliedern. Auf der als Rundtour angelegten Fahrradroute lässt sich ein guter Überblick über die naturräumliche Ausstattung Ratingens gewinnen. Der Einstieg ist überall möglich. Bei einer Gesamtlänge von rd. 40 km und einem Höhenunterschied von ca. 120 m können Geübte die Tour an einem Tag abfahren. Sie lässt sich aber auch in Teilabschnitte gliedern.

Die Touren A bis C führen durch die Niederrheinebene, die Touren D und E durch das Niederbergische Hügelland.

"Den genauen Streckenverlauf entnehmen Sie der Freizeitkarte Ratingen, die in der "Wanderbroschüre Wanderbares Ratingen" enthalten ist. Eine PDF-Version, der Sie auch mögliche Startpunkte der einzelnen Touren entnehmen können, kann hier heruntergeladen werden."

Wedau - Tiefenbroicher Markwälder

A

Die dem Stadtteil Lintorf westlich vorgelagerte Niederterrasse des Rheins ist mit einem breiten, geschlossenen Waldstreifen bedeckt. Durch die Überlagerung der eiszeitlichen Schotterkörper mit Hochflutlehm entstanden hier sandige Lehmböden. Am Niederterrassenrand haben Bäche und Grundwasseraustritte über wasserstauenden Partien teilweise starke Vernässungen bewirkt, so dass hier feuchte Wiesen und nasse Waldparzellen das Landschaftsbild prägen.
Ökologisch von Bedeutung sind die Naturwaldzelle Hinkesforst und das Naturschutzgebiet Scheider Bruch.

Düsseldorf - Duisburger Niederrheinebene

B

Der Raum westlich der Güterbahnlinie Düsseldorf - Duisburg gehört vom Gratenpoeter See bis zur Stadtgrenze nach Düsseldorf der Niederterrasse an Die Höhen liegen hier bei 30 - 50 m über N.N. Der Untergrund besteht hier aus mächtigen eiszeitlichen Kies- und Sandablagerungen, die aufgrund ihrer hohen Speicherfähigkeit für die Wasserwirtschaft und wegen des abbaufähigen Rohstoffvorkommens für die Bauindustrie von Bedeutung sind.
Als Folgenutzung des über 40 jährigen Kiesabbaues (1950 - 1993) ist im äußersten Südwesten des Stadtgebietes der regionale Erholungsschwerpunkt "Volkardeyer Seen" mit seinem vielfältigen Freizeitangebot entstanden. Während der Grüne See und das umgebende Gelände mehr der aktiven Erholung zuzurechnen sind, ist das Areal des Silbersees der ruhigen Erholung und Naturbeobachtung vorbehalten.
Die Stadtteile Tiefenbroich und Ratingen West liegen in dieser Raumeinheit. Letzterer entstand als verdichteter Wohnbereich mit rd. 20.000 Einwohnern erst in den 70 er Jahren des letzten Jahrhunderts. Zur Auflockerung des Wohnumfeldes wurden ausgedehnte öffentliche Grünanlagen angelegt, die den Stadtteil in alle Himmelsrichtungen durchziehen. In sie eingelagert sind durchgehende Fuß- und Radwege.

Lintorfer Sandterrasse

C

Der Übergang von der Nieder- zur Mittelterrasse des Rheins ist durch eine Überlagerung des geologischen Ausgangsmaterial mit unfruchtbaren Flugsanden gekennzeichnet. Die hierauf entwickelten Böden erlauben keine landwirtschaftliche Produktion, so dass sich bis in unsere Zeit in diesem Naturraum ein großer, zusammenhängender Waldkomplex (ca. 1.100 ha) erhalten hat. Diesem kommt in der Randzone der Region Düsseldorf eine unersetzliche Bedeutung als Frischluftproduzent, als klimatisches Ausgleichsgebiet, als Trinkwasserreservat, als Wasser- und Luftreiniger sowie als Rückzugsraum für die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu.
Das Waldgebiet steht unter Landschaftsschutz, wobei allerdings die ordnungsgemäße Forstwirtschaft unberührt bleibt. Der Baumbestand setzt sich zu rd. 80% aus Laubgehölzen (Buche, Eiche) und zu rd. 20% aus Nadelgehölzen (Fichte, Kiefer) zusammen.
Für rd. 50 Vogelarten stellt dieser Naturraum ein bevorzugtes Brutrevier dar, darunter: Grauspecht, Schwarzspecht, Trauerschnäpper und Habicht.
Der Siedlungskern Lintorfs hat sich auf der nach ihm benannten Sandterrasse entwickelt. Hier steigt das Gelände auf 40 bis zu 80 m über N.N. an.
Der in Privatbesitz befindliche Wald gilt als gut erschlossenes Naherholungsgebiet.

Mettmanner Lössterrasse

D

Auf diesen Hauptterrassenflächen - die sich etwa südlich der Autobahn A 44 und östlich der Autobahn A 3 am Ortsrand Hösel bis zur Stadtgrenze erstrecken - haben sich durch mächtige Lössauflagerungen sehr nährstoffreiche, fruchtbare Böden entwickelt. Hier befindet sich die Kornkammer Ratingens.
In die weiten, weitestgehend waldlosen Flächen haben sich in Jahrmillionen durch Erosion die Anger und der Schwarzbach mit ihren Nebenbächen eingeschnitten. Sie bilden heute das ökologische Rückgrat der Landschaft. Ihre Strukturvielfalt und der Reichtum an naturnahen Lebensräumen hat sie zu einem Rückzugsgebiet für bedrohte heimische Pflanzen- und Tierarten werden lassen. Die baumbewachsenen Talhänge gliedern das Hügelland wohltuend.
Bei schönem Wetter haben wir auf den Höhen nördlich von Homberg (ca. 160 m über N.N.) einen wunderbaren Fernblick bis in die Niederrheinebene hinein. Der Blick geht über die Ratinger Altstadt mit dem markanten Kirchturm von Peter und Paul, über Ratingen West mit seinen bunten Hochhäusern bis zu den Hochöfen des westlichen Ruhrgebietes.
Mit ihrem windungsreichen Verlauf und den auf langen Strecken unverbauten Ufern ist die Anger in einem erfreulich naturnahen Zustand erhalten geblieben. Ökologische Bestandsaufnahmen aus den achtziger Jahren belegen noch ein Vorkommen von 170 Farn- und Samenpflanzen, 60 verschiedenen Pilzarten, 32 Brutvogel- und 20 Falterarten.
Diesem Umstand ist es zu verdanken, dass das Angertal in der letzten Änderung des Landschaftsplanes Kreis Mettmann von Dezember 2006 als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde. Unter den Gesichtpunkten einer pfleglichen Nutzung gilt es in Zukunft, im Angertal dem Biotop- und Artenschutz Vorrang vor allen anderen Ansprüchen einzuräumen.

Selbecker Terrasse

E

Dieser Naturraum umfasst ein Gebiet von rd. 1.000 ha zwischen der BAB A3, der nördlichen Stadtgrenze und dem Stadtteil Hösel. Das Gelände steigt auf über 120 m über N.N. an und fällt danach steil ins Ruhrtal ab.
Im Bereich der Höhenterrasse hat sich ein landschaftlich reizvolles Bild entwickelt, dessen Ursache in den gefalteten geologischen Gesteinsschichten liegt. Sie sind von einem dichten Gewässernetz durchzogen. Auf lössfreiem Untergrund haben sich relativ nährstoffarme flachgründige, steinige Böden entwickelt, die sich für eine intensive landwirtschaftliche Nutzung wenig eignen. Dadurch kommt es in diesem Raum zu einem kleinräumigen Wechsel von Äckern, Wiesen und Waldflächen. Neben alter bergischer Fachwerkarchitektur wird das Landschaftsbild durch die Schlossanlagen Haus Linnep und Landsberg geprägt.

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