1) Durch das historische Stadtzentrum

Der historische Stadtkern Ratingens liegt auf einer sandigen Mittelterrassenebene im Übergangsbereich der Mittleren Niederrheinebene in das Niederbergische Hügelland. Jeder, der einmal die Hauptstraße des Ortes von Westen nach Osten entlang gelaufen ist, spürt sehr nachhaltig, dass es aufwärts geht. Im Norden verläuft der Angerbach, im Süden der Schwarzbach.

Der in die vorgeschichtliche Zeit zurückreichende, urkundlich und archäologisch nur schemenhaft fassbare Mauspfad von Duisburg-Wedau nach Hilden und weiter nach Basel und Frankreich berührte auch Ratingen, ebenso wie der 875 bei der Abgrenzung des Werdener Pfarr- und Zehntbezirks erwähnte Hiliciueg, ein Teil des Hellwegs. Auch der Rhein war und ist nicht weit.

Übersichtskarte

Erläuterung der Symbole auf der folgenden Karte:

Frei zugänglicher Platz oder Einrichtung

Bitte Öffnungszeiten beachten

Nicht frei zugänglicher Platz bzw.  Gebäude.

Bitte die Hinweise auf der jweiligen Internetseite beachten. (s.u.)

Zu den Stationen des Rundgangs

Anfahrt zum historischen Stadtzentrum und Parken

Liste und Stadtplan innerstädtischer Parkhäuser und Parkplätze sowie Hinweise zur Anfahrt mit dem ÖPNV und dem PKW.

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1) Pfarrkirche St. Peter und Paul
 

Seit Jahrhunderten beherrscht die erhöht liegende Ratinger Pfarrkirche St. Peter und Paul das Zentrum der Stadt. Sie steht am Schnittpunkt der Hauptstraßen des Ortes.

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2) Bürgerhaus am Markt

Das historische Bürgerhaus am Markt war seit dem Mittelalter das Zentrum des kommunalen und politischen Lebens in Ratingen, Symbol der städtischen Freiheit und Ausdruck bürgerlichen Repräsentationswillen.

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3) Marktplatz

Die vier Ratinger Hauptstraßen, die Lintorfer, früher Angermunder Straße, die Oberstraße, die Bechemer Straße und die Düsseldorfer, früher Vowinkler Straße treffen am Marktplatz zusammen.

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4) Minoritenkloster

Am Marktplatz Ecke Minoritenstraße befindet sich das Gebäude des ehemaligen Minoritenklosters. Bereits im Mittelalter existierte eine Niederlassung der »Minderen Brüder« in Ratingen. 1380 lebten sie im kleinen Konvent der Beginen, wo sie auch für die Seelsorge der frommen Frauen zuständig waren.

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5) Altes Gymnasium

Gegenüber dem ehemaligen Minoritenkloster steht heute noch das Gebäude derLateinschule am Marktplatz 9, auch Altes Gymnasium genannt. Bereits im Mittelalter bestand in Ratingen eine lateinisch-deutsche Schule in kirchlich-städtischer Trägerschaft

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6) Evangelische Stadtkirche

Foto: Kirchengemeinde

An der Lintorfer Straße 16 steht die evangelische Stadtkirche, eines der ältesten reformierten Kirchengebäude im Rheinland. Im Jahre 1565 gingen die ersten Angehörigen des Kirchspiels Ratingen nach Kettwig und Homberg, um dort die Kommunion in beiderlei Gestalt zu empfangen. Seit diesem Datum sind »Evangelisch-Gesinnte« in Ratingen nachgewiesen.

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7) Altes katholisches Pastorat

An der Grütstraße 12 steht das alte katholische Pastorat. Es ist aber beileibe nicht die älteste Wohnung des Ratinger Pfarrers. Der älteste Widemhof, wie man im Mittelalter das Pfarrhaus nannte, stand in der Lintorfer Straße. Vor der Mitte des 15. Jahrhunderts wurde ein neuer Widemhof erbaut, der bereits auf dem heutigen Grundstück Grütstraße 12 stand.

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8) Haus "Zu den drei Königen"

Dem Haus »Zu den vier Winden« gegenüber liegt an der Düsseldorfer Straße 1 das ebenso stattliche Haus »Zu den Drei Königen«. Bereits im Stadtbuch von 1443 findet sich die Eintragung, dass Johann Goebs und seine Ehefrau Grete das Eckhaus »up dem orde van Beeckem ind Vowinckell genant des Koenynx huyss« bewohnten.

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9) Haus "Zu den vier Winden"

Als Johannes Korte 1729 die Konzession zum Betrieb einer Apotheke erhielt, lag diese noch an der Ecke Bechemer Straße und Markt gegenüber dem Haus »Zu den Drei Königen«. Als die nachfolgende und mit den Kortes verwandte Apothekerfamilie Scholl 1858 die Apotheke in das schräg gegenüber liegende stattliche Haus »Zu den vier Winden« am Marktplatz 2 verlegte, blickte dieses Gebäude bereits auf eine bewegte Geschichte zurück. 

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10) Haus "Zum roten Löwen"

Gleich neben dem Haus »Zu den vier Winden« steht am Marktplatz 3 das Haus »Zum roten Löwen«. Das Fachwerkhaus wurde 1578 von Adolf Schorn nach einem Stadtbrand wieder aufgebaut. Es ist eines der wenigen in Ratingen erhaltenen frühneuzeitlichen Privathäuser.

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11) Ehemalige lutherische Kirche

Geht man am Haus zum Roten Löwen rechts die kleine Gasse entlang, gelangt man in den heutigen Martin-Luther-Hof. Hier steht man sehr schnell vor der ehemaligen Lutherischen Kirche mit ihrer halbrunden Apsis.

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12) Altes Steinhaus

Bereits in den mittelalterlichen Stadtbüchern Ratingens sind Steinhäuser und »Steingaden« erwähnt. Das versteckt liegende, so genannte »Alte Steinhaus« an der Bechemer Straße 10 wurde erst zu Beginn der 1980er Jahre bei Sanierungsarbeiten entdeckt.

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13) Haus "Am Luwen Schuir"

An der Brunostraße 2 steht das Haus »An Luwen Schuir«, also etwa »An der Scheune von Luwen«. Die Scheune wurde 1960 abgerissen, an ihrer Stelle wurden neben dem Wendehammer an der Brunostraße (Synagogengasse) Garagen gebaut.

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14) Haus "Der rote Hahn" / Waller´sches Haus

An der Oberstraße 23 steht das neben dem alten Steinhaus in der Bechemer Straße älteste private Wohngebäude der Stadt.
Im Mittelalter gehörte es der Familie van dem Bruyl (Bruel, Broele, Bruiele), die bereits im Stadtbuch von 1425 erwähnt wird.

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15) Verkeshirdenturm
 

Erst 1986 wurde im Vorfeld der Wiederbebauung des Terrains des abgerissenen alten St. Marienkrankenhauses bei einer archäologischen Untersuchung das Fundament des Verkeshirdenturms aufgefunden, bald aber wieder entfernt. Der Name des 1468 erstmals erwähnten Halbturms deutet vermutlich an, dass in der Nähe der städtische Viehhirte wohnte oder seine Schweine sammelte.

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16) Dicker Turm

Der mächtigste Wehrturm der Ratinger Stadtbefestigung wurde um 1460 als »der grote torn« und 1464 als »der dicke torn« erwähnt. Dass der Dicke Turm an der Turmstraße heute noch erhalten ist, ist eigentlich einem Glücksfall zu verdanken.

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17) Trinsenturm

Der Trinsenturm an der Grabenstraße wurde im Jahre 1480 errichtet. Am Ende der Stadtrechnung von 1479/80 findet sich eine von anderer Schreiberhand später hinzugefügte Notiz: »In diesem Jahr ist der Thurn nechst der Lintorffer Pfortzen den man jetzt den Trinsen Torn nennt gebauet.«

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18) Kornsturm

Der im Süden des historischen Ortskerns an der Wallstraße erhaltene Kornsturm wurde samt anschließendem Mauerwerk 1460 erstmals erwähnt. Der Rundturm mit einem Durchmesser von 8 Metern wurde 1593 als Kornstürmchen bezeichnet; ob er auch identisch ist mit dem »cleynen tornken«, lässt sich nicht klären.

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Ratingen Entdecken

Die Inhalte auf dieser Seite stammen aus dem Buch:

Ratingen entdecken!

Elfi Pracht-Jörns, Verein für Heimatkunde und Heimatpflege Ratingen e.V. (Hrsg.)

Ein kulturhistorischer Stadtführer
496 Seiten, durchg. farb. Abb., 19,95 € ISBN: 978-3-8375-0626-6

Neben der vollständigen Beschreibung der Stationen enthält das Buch auch einen ausführlichen historischen Überblick über Ratingen im allgemeinen.

 

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