Station 12: Grachtensiedlung

Von dieser Stelle an der Volkardeyer Straße aus bietet sich ein Spaziergang durch das idyllische Grachtenviertel an.
Die Grachtensiedlung wurde in Anlehnung an eine typisch holländische Siedlungsform in den Jahren 1975 bis 1980 erbaut. Nach den Plänen des Düsseldorfer Architekten Jens-Peter Volkamer wurden ca. 450 Wohneinheiten auf der Grundlage von vier verschiedenen Reihenhaustypen unterschiedlicher Größe errichtet. Dafür wurde eigens ein einheitliches Gestaltungskonzept mit einer Farbabstimmung erstellt. Die Farben der Häuser variieren in Tönung und Helligkeitsstufe.
Neben dem Ziel, eine Siedlung mit Charakter, Flair und ansprechendem Wohnumfeld zu entwickeln, wurden bei der Planung auch ökologische Überlegungen zugrunde gelegt. Vor allem der Aspekt einer möglichst vollständigen Regenwasserversickerung war mit ausschlaggebend für die Anlage der Gewässer, in die das gesamte Dachwasser geleitet wird. Aus den Gräben kann eine allmähliche Versickerung in den Untergrund erfolgen. Dadurch werden die Bäche, die ansonsten als Vorfluter für das von versiegelten Flächen abfließende Regenwasser dienen und insbesondere nach Starkregen schnell überlastet und damit Erosionsfolgen ausgesetzt sind, geschützt.

Ein System von Fußwegen durchzieht die Grachtensiedlung, auf dem man trockenen Fußes die fantasievollen Vorgartenbepflanzungen bewundern kann. Dabei macht die Grachtensiedlung der Benennung ihrer Straßen nach Blumen, Sträuchern und Bäumen ganze Ehre. Der Jasminweg wurde im Jahr 1992 als schönste Wohnstraße Ratingens gekürt.

1975 wurde das Wasser für die Grachten aufgestaut. Die Wasserarme wurden bepflanzt und mit Fischen besetzt. Die Wasseranteile der Grachten befinden sich im Eigentum der Anwohner und werden von ihnen ebenso wie die Gärten gepflegt und unterhalten. Die Bepflanzung ist daher abwechslungsreich und vielgestaltig. Das Wasser der Grachten speichert Wärme und befeuchtet die Luft, daraus resultiert ein verhältnismäßig ausgeglichenes Kleinklima.
Die Anwohner der Grachtensiedlung haben sich in Vereinen zusammengeschlossen, die den Zusammenhalt stärken und die Koordinierung der Wartung und Erhaltung der Grachten sicherstellen.

Die Anbindung der Grachtensiedlung an das Zentrum des Stadtteils Ratingen-West erfolgt nicht nur über Straßen, sondern auch durch den ausgedehnten Grüngürtel. Dadurch werden umweltfreundliche Mobilitätsformen wie Fahrradfahren und Laufen gefördert. Darüber hinaus ist die Grachtensiedlung gut an das Netz des öffentlichen Personennahverkehrs angeschlossen. Der Erholungspark Volkardey lädt zur aktiven oder stillen Erholung während der Freizeit ein.
Der Spaziergang durch das Grachtenviertel bildet den Abschluss des ökologischen Lehrpfads Ratingen. Eine Wiederholung lohnt sich immer. Zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten lassen sich in der Natur unterschiedliche Beobachtungen machen. Je näher wir sie kennen lernen, desto umfassender, interessanter und vielschichtiger ist das Bild, das wir erhalten. Die kleinen und großen Wunder, die wir in der Natur beobachten können, werden uns immer wieder staunen lassen und faszinieren.

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