Station 10: Wald

Der Silbersee ist im Norden und Osten von einem Wald  umgeben, der den Biotopbereich abschirmt und störungsempfindlichen Tieren Schutz bietet. Im Zuge des Ausbaues des Erholungsparks wurde hier ein standortheimischer Eichen-Hainbuchenwald angepflanzt. Hauptbaumarten sind Stiel- und Traubeneichen sowie den Edellaubhölzern Esche, Ahorn, Linde, Hainbuche und Vogelkirsche. Zum Ufer hin finden sich auch Weiden und Erlen. Dieser Wald ist noch jung und weist ein hohes Entwicklungspotential auf. An offenen Stellen und am Waldrand finden wir mit der Breitblättrigen Stendelwurz eine Orchidee.

In der Strauchschicht können sich in den lichtdurchfluteten Bereichen der Eichenmischwälder unterhalb der Baumkronen Haselnuss- und Weißdornsträucher etablieren. Aufgrund der Beschattung ist die Krautschicht meist nur spärlich ausgebildet und setzt sich zusammen aus den Arten Buschwindröschen, Goldnessel, Sauerklee, Scharbockskraut, Salomonssiegel, Sternmiere, Ziest und Fingerkraut, Efeu sowie verschiedenen Gräsern. Die Moosschicht bildet das niedrigste Stockwerk des Waldes.

Wälder sind artenreiche Ökosysteme, liefern Holz, schützen vor Bodenerosion, sind wegen ihrer Wasserfilterfunktion bedeutend für die Grundwasserqualität, wirken sich positiv auf Klima und Kleinklima aus, filtern Schadstoffe aus der Luft und dienen der Erholung des Menschen.
Eichenwälder wurden in der Vergangenheit bewusst gefördert, da sie als Hutewälder der Schweinemast dienten. Natürlich haben sich Eichenwälder auf eher feuchten Standorten entwickelt, weil dort die Rotbuche nicht konkurrenzfähig ist. Häufig wurde eine Nieder- oder Mittelwaldbewirtschaftung vorgenommen.

 

Eichen sind ökologisch sehr bedeutsam, da auf ihnen besonders viele pflanzenfressende Insektenarten leben. Diese sind als Konsumenten erster Ordnung ein wesentlicher Bestandteil weitverzweigter Nahrungsnetze , deren Grundlage als Produzenten die Pflanzen sind. Von den Konsumenten erster Ordnung ernähren sich Fleischfresser als Konsumenten zweiter und höherer Ordnung. Alle organischen Überreste werden letztendlich von Destruenten zersetzt. Die Abbauprodukte stehen den Pflanzen wieder als Nährstoffe zur Verfügung. Auch liegen- und stehen bleibendes Totholz ist wesentlich für die Artenvielfalt. Viele seltene Tiere wie der Hirschkäfer sind auf diesen spezifischen Lebensraum angewiesen. Je nach dem Zersetzungsstadium des Holzes findet man eine Vielzahl an Pilzen, Flechten, Moosen, Farnen, Käfern, Schmetterlingen und Hautflüglern. Diese sind wiederum Nahrungsgrundlage für Vögel und Säugetiere. Viele Tiere halten sich überwiegend im Wald auf, benötigen aber einen Verbund verschiedener Lebensräume.

Im weiteren Verlauf des Ökopfads spazieren wir entlang des Theo-Leuchten-Wegs, der als Allee mit der Stieleiche bepflanzt ist. Theo Leuchten lebte von 1922 bis 1988. Er war Eigentümer des Gutes Volkardey und hat sich in Ratsgremien, Vereinen und Verbänden zum Wohle der Allgemeinheit engagiert. Alleen bieten Schutz vor Bodenerosion, Wind und Sonne, bereichern das Landschaftsbild und erhöhen die Biodiversität.

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