Station 07: See

Seen sind ganzjährig Wasser führende Stillgewässer, die tiefer sind als 2 m und eine lichtlose oder sehr lichtarme Tiefenzone aufweisen. Der Gewässergrund ist deshalb zumeist frei von Pflanzen. Sie können natürlich oder durch menschliche Tätigkeit entstanden sein. Die beiden Seen im Erholungspark Volkardey sind durch den Kiesabbau entstanden. Sie sind bis zu 18 m tief und stehen in Verbindung zum Grundwasser , das aus dem Niederbergischen Hügelland kommend in Richtung Nordwesten zum Rhein streicht. Die Wasserschichten weisen eine Sommer- und Winterstagnation auf. Im Frühjahr und im Herbst werden die Seen vollständig durchmischt . Wegen möglicher Abbrüche im Untergrund kann es zu starken Verwirbelungen und Strömungen kommen. Das Baden in den Seen ist gefährlich und deshalb verboten (PDF Datei). Außerdem gibt es in den Stagnationszeiten eine Sprungschicht in 1 m Tiefe, unter der die Wassertemperatur plötzlich und stark abfällt.

Auf dem Wasser leben zahlreiche Wasservögel wie Schwäne, Enten und Gänse. Auch weniger häufige Arten wie der Haubentaucher sind hier vertreten. Unter Wasser tummeln sich verschiedene Fischarten. Für den Grünen See und den Schwarzbach hat der Angelsportverein Düsseldorf und Wittlaer e. V. die Angelrechte und im Silbersee darf der Verein Angelfreunde Ratingen e. V. fischen. Nach Rücksprache mit dem jeweiligen Verein und mit Berechtigungsschein dürfen auch Gäste mit Fischereischein die Gewässer nutzen. Neben den größeren Tieren findet man in der Freiwasserzone auch Rädertierchen oder Ruderfußkrebse als Zooplankton , Gold- oder Grünalgen als Phytoplankton und zuweilen frei schwimmende Pflanzen wie die Wasserlinse. Am Boden des Sees befinden sich Muscheln und Krebse.

Die Bodenzone eines Sees gliedert sich in die Uferzone und die Tiefenzone. Betrachtet man eine gedachte Linie, die vom Ufer zur Seemitte führt, so ist das Gewässer in der Weidengebüschzone zunächst teilweise von Bäumen und Sträuchern umgeben. Daran grenzen die Spritzwasserzone und die Brandungszone an, die keinen oder niedrigen Pflanzenbewuchs aufweisen. Anschließend sind an ungestörten Seen die Großseggenzone und die Röhrichtzone ausgebildet, an die sich eine Schwimmblattzone anschließt. Unter Wasser setzt sich der Pflanzenbewuchs in der Laichkraut- und Hornblattzone fort.
Seen unterliegen einem Veränderungsprozess. Baggerseen sind üblicherweise zunächst sehr nährstoffarm und weisen eine gute Sauerstoffversorgung auf. Durch die Akkumulation von organischen Stoffen am Seegrund und Vorrücken des Pflanzenbewuchses vom Rand her erfolgt schließlich die Verlandung.

Im Silbersee konnte die seltene Große Baum-Glanzleuchteralge entdeckt werden, die in Nordrhein-Westfalen bereits als ausgestorben oder verschollen galt. Weitere Pflanzenarten werden in Roten Listen geführt.
Um eine schnelle Anreicherung mit Nährstoffen zu verhindern, sollte auf die Fütterung von Wasservögeln vollständig verzichtet werden. Durch die verbleibenden Brotreste fördert man ohnehin die Entstehung von Krankheiten bei den Tieren, denen man damit keinen Gefallen tut.

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