Station 02: Teich

Ein Teich  ist ein Stillgewässer, das durch menschliche Tätigkeit entstanden ist und in der Regel nicht austrocknet. Ein Austausch des Wassers erfolgt nur sehr langsam. In Teichen können sich Nährstoffe  anreichern, die das Wachstum von Pflanzen fördern. Für jeden Bereich innerhalb des Teiches und an seinem Ufer gibt es speziell angepasste Pflanzen.

Die Pflanzen können durch Samenanflug oder bei der Überschwemmung benachbarter Gewässer  in den Teich gelangen, im Gefieder von Vögeln  mitgebracht oder vom Menschen angepflanzt  werden. In diesem Teich sehen wir die Kanadische Wasserpest, die unter Wasser wächst, und Schilf als oberirdisch imposante Pflanze des Flachwasserbereichs.
Die Kanadische Wasserpest stammt aus Nordamerika und hat sich als konkurrenzstarker Neophyt, für den die Wachstumsbedingungen hier sehr günstig sind, seit 1836 in Europa schnell ausbreiten können. Die Ausbreitung erfolgt bei uns fast ausschließlich über abgebrochene Sprossteile, da es in Europa überwiegend weibliche Exemplare der Pflanze gibt.

Das Schilfrohr ist einheimisch, gehört zu den Süßgräsern und ist ein Wurzelkriechpionier. Seine Rhizome - das sind unterirdische gestauchte Teile der Sprossachse, die der Speicherung und der Ausbreitung dienen - können an der Spitze täglich bis zu 3 cm wachsen und insgesamt bis zu 20 m lang werden. Niederliegende Halme des Schilfes können sich an den Knoten bewurzeln und neue Pflanzen bilden.

Die Lebensgemeinschaft des Teiches setzt sich zusammen aus den Pflanzen als Produzenten, den Konsumenten und den Destruenten. Konsumenten, wie z.B. Insekten, Schnecken, Muscheln, Amphibien, Kleinkrebse und Würmer, können pflanzen- oder fleischfressend sein. Die Destruenten, vor allem Bakterien am Teichboden, zersetzen abgestorbene organische Substanz. Wegen der geringen Wassertiefe in Teichen kann, besonders bei starker Besonnung, eine schnelle Erwärmung auch des Teichgrundes stattfinden, dabei wird das Wasser manchmal im Laufe eines Tages vollständig durchmischt. Hierdurch wird der Stoffumsatz beschleunigt und eine Verteilung der wasserlöslichen Stoffe begünstigt. Die chemische Zusammensetzung des Teichwassers unterliegt großen Schwankungen.

Vom Teichrand aus kann man vor allem die Tiere, die an der Wasseroberfläche leben, gut beobachten. Wasserfrösche  sitzen oft am Ufer und springen in das Wasser, wenn sich jemand nähert. Kurz darauf tauchen sie, zwischen Pflanzen versteckt, wieder auf. In der Nähe sieht man Wasserläufer  , die sich mit Hilfe der Oberflächenspannung  auf dem Wasser fortbewegen. Unter Wasser kriechen kleine Schnecken  an den Pflanzen auf und ab. Einige Tiere heften ihre Eier an Pflanzenstängel und -blätter. Mit ihren schillernden Flügeln sind auf den Pflanzen verweilende oder umherfliegende Libellen  ein Blickfang.
Die Gehölze in der Umgebung des Teiches können jagenden Vögeln wie dem prächtig gefärbten Eisvogel  als Sitzwarte dienen. Er lässt sich zum Jagen auf einem Zweig nieder, verharrt dort, um seine Beute zu beobachten, und taucht dann pfeilschnell in das Wasser ein. Für eine klare Sicht benötigt der Eisvogel ungetrübtes Wasser.

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