Station 01: Entstehungsgeschichte und Geologie

Der Ökopfad Volkardey ist eingebettet in den Erholungspark Volkardey. Dieser hat eine Größe von rund 110 ha und umfasst den Grünen See, den Silbersee, Wälder, einen Biotopbereich, Grünflächen unterschiedlicher Gestaltung, das Eisenzeitliche Gehöft und einen Abschnitt des Schwarzbaches.

Im Erholungspark befinden sich ein Kiosk, die Station der DLRG  , ein Bootsverleih, mehrere Spielplätze, die Grillhütte, das Vereinsgelände des Windsurfing Clubs Volkardey e.V. und eine Hundeauslaufwiese. Ein Trimm-Dich-Pfad, Tischtennisplatten und ein Feld für Beachvolleyball dienen der sportlichen Freizeitgestaltung.

 

Die beiden Kunstwerke Anlasser und Schreitendes Tor, die im Rahmen der EUROGA 2002plus angefertigt und aufgestellt wurden, befinden sich gegenüber dem Eingang zum Park sowie in der Nähe des Eisenzeitlichen Gehöftes.

Bis ca. 1890 war der heutige Parkbereich ausschließlich landwirtschaftlich genutzt. Es folgte die gewerbliche Nutzung von Teilflächen durch eine Spiegelglasfabrik und später auch eine Dampfziegelei. Die Ansiedlung der Betriebe erfolgte damals aufgrund der Standortgunst durch die Lage am Kreuzungspunkt zweier Bahnlinien. Auch die naturräumliche Ausstattung war wichtig. Für die Ziegel-herstellung  wurde der Auenlehm  verwendet, den der Rhein  und der Schwarzbach im Laufe der Jahrtausende abgelagert haben. Die Niederterrassensedimente des Rheins bestehen aus Kiesen  , Sanden, Hochflutlehmen und Flugsandablagerungen.
Der Schwarzbach selbst befindet sich immer noch weitestgehend in seinem natürlichen Zustand.

Naturräumlich liegt der Erholungspark Volkardey im Bereich der Mittleren Niederrheinebene. Auf den Hochflutlehmen haben sich tiefgründige, teils podsolige Parabraunerden aus sandigem bis schluffigem Lehm mit mittlerem bis hohem Nährstoffgehalt entwickelt. In den grundwasserbeeinflussten Rinnenbereichen des Schwarzbachs hat sich Gley-Parabraunerde gebildet.

 

1952 begann im heutigen Parkbereich der Abbau von Kies- und Sandvorkommen der rheinischen Niederterrasse. Diese wiesen eine Mächtigkeit  von bis zu 25 m auf. Durch die Auskiesung entstanden zunächst der Blasbergsee und der Grüne See. Seit dem Durchstechen der Landzunge zwischen diesen Seen im Jahre 1983 gibt es den 18 ha großen Grünen See in seiner heutigen Ausdehnung. Unter dem Grünen See befindet sich noch eine bis zu 10 m dicke Schicht aus quartären Terrassensanden. Zwischen 1979 und 1993 entstand der Silbersee mit einer Größe von 27 ha und einer Vogelschutzinsel. Die Rekultivierung der Kiesabbaulandschaft setzte bereits parallel zum Abbau ein.

Bei den Abbauarbeiten wurden Ablagerungen aus verschiedenen erdgeschichtlichen Zeiten angeschnitten, dabei kamen zahlreiche paläontologische  Funde zu Tage. Austernmuscheln mit einem Alter von ca. 70 Millionen Jahren, weitere Fossilien sowie rund 1000 Mammutzähne  wurden mit ausgegraben.

Stadtwappen mit Schriftzug

Kommunale Dienste

Büro:
Lintorfer Straße 38,
40878 Ratingen

1. Obergeschoss
Stadtplan

Persönlicher Kontakt:
Angelika Genieser
Raum 106
Telefon 02102 550-6731
Fax 02102 550-9670
E-Mail: Angelika.Genieser
@ratingen.de

Postanschrift:
Postfach 101740
40837 Ratingen