Max Schulze. Der Wunsch zu verschwinden

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Max Schulze: No.12, aus der Serie: Der Wunsch zu verschwinden (Camopedia), 2019, © Max Schulze

Der Düsseldorfer Künstler Max Schulze konzipiert im Herbst 2020 eine ortsbezogene Einzelausstellung im Museum Ratingen. Dabei reagiert er im Erdgeschoss mit einer Installation seiner Arbeiten dezidiert auf die Ausstellungsräume und kuratiert im Dialog hierzu im Obergeschoss die Präsentation von Werken aus der museumseigenen Sammlung.

Max Schulze stellt seine aktuelle künstlerische Entwicklung anhand der drei jüngeren Serien „Cool Mild Pure Warm (Streetfile)“, „EPS“ und „Der Wunsch zu verschwinden (Camopedia)“ vor. Es geht ihm um die Frage, an welchen Orten und auf welche Weise Malerei im Jahr 2020 entsteht: Wie sieht es mit der althergebrachten Kategorisierung von Farbe und Form, Figuration und Abstraktion oder Fläche und Raum aus? Welche Wege sucht sich vor diesem Hintergrund die heutige Malerei und welche ästhetische Kraft ist ihr eigen? Zu jeder Zeit geht es Max Schulze um die Wahrnehmung – was geschieht bewusst und was unbewusst?

 

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Max Schulze: Streetfile Mild 01.012.04, aus der Serie: Cool, Mild, Pure, Warm (Streetfile), 2017, © Max Schulze

Mit seiner Ausstellung markiert Schulze zudem die Geschichte des Museums Ratingen. Auf der Grundlage seiner künstlerischen Fragen und aus Künstlersicht stellt er die Auswahl aus den Museumsbeständen zusammen. Vor allem seine Hängung informeller Gemälde und Arbeiten der Art Brut, die einen Schwerpunkt in der Sammlung des Museums Ratingen bilden, lässt spannende Interpretationen erwarten.

Max Schulze studierte von 1999 bis 2005 freie Kunst/Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. 2004 wurde er Meisterschüler von Jörg Immendorff. Schulze ist Herausgeber der Publikationsreihe „Archiv Untergrund“ in Düsseldorf. Er erhielt das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds und mehrfach Stipendien des Landes NRW sowie 2015 den Förderpreis für Bildende Kunst der Stadt Düsseldorf, wo er lebt und arbeitet. Seit 2019 ist er Professor für Malerei an der Universität Paderborn.

Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Publikation und eine Edition, die von den Freunden und Förderern des Museums unterstützt werden.

Das Ausstellungsprojekt wird großzügig gefördert durch die Kunststiftung Nordrhein-Westfalen.

Kunststiftung NRW