Grußwort des Musikschulleiters

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Leserinnen und Leser,

mein Grußwort 2020 richte ich direkt an die Eltern, deren Kinder unsere Musikschule besuchen oder zukünftig besuchen werden. Denn Sie, liebe Eltern, sind im Lauf der meist mehrjährigen ­„Musikschulbiografie“ Ihrer Kinder enorm wichtig.

Da der bei weitem überwiegende Teil unserer neu angemeldeten Schülerinnen und Schüler minderjährig ist, sind die Eltern natürlich erst einmal die wichtigsten Entscheidungsträger. Sie müssen Ihr Kind hier anmelden und sind hinsichtlich des Unterrichtsentgelts zahlungspflichtig. In vielen Fällen werden Sie bei der Bewältigung des Weges zwischen Ihrem Wohnort und der Musikschule eine Rolle spielen.

Damit diese Faktoren nicht zum Problem werden, gibt es inzwischen in der Kooperation mit vielen Ratinger Grundschulen im Projekt „JeKits“ durch Sozialermäßigungen von bis zu 100% (Entgelt­freiheit!) und durch die Erteilung des Instrumentalunterrichts im Gebäude der Grundschule erhebliche „Entlastung“ hinsichtlich der oben beschriebenen Leistungen. Das ist gut so, damit die Frage der finanziellen Mittel oder der Organisierbarkeit des Unterrichtstermins möglichst keinen negativen Einfluss auf die Entscheidung hat, ob ein Kind ein Musikinstrument erlernt oder nicht.

Aber in Wahrheit sind Ihre Wertschätzung und Ihr Interesse an dem, was Ihre Kinder hier lernen, die entscheidenden Faktoren für die musikalische Entwicklung. Dafür werden wir auch zukünftig keine Entlastung anbieten können.

Häufig erfahre ich im Gespräch, dass Eltern ihre Kinder zu nichts „zwingen“ möchten, dass die Kinder „freiwillig“ und aus „Spaß“ das Musikinstrument erlernen sollen. Als Vater zweier Töchter ­verstehe ich diesen Gedanken sehr gut. „Druck“ oder „Zwang“ sind sicher nicht die richtigen Mittel, den Kindern Freude an Musik zu vermitteln!

Aber Kinder bei der Frage, ob sie sich zuhause mit dem selbst ­gewählten Instrument beschäftigen oder nicht, vollkommen allein entscheiden zu lassen, wird den „Spaß“ der Kinder am eigenen Tun sogar stark gefährden. Denn dieser stellt sich nur in dem Maße ein, in dem ein Kind mit dem Instrument auch etwas erreicht. Ein Musikinstrument ist eben kein Kinderspielzeug! Und indem Sie sich so oft wie möglich dafür interessieren, was ihr Kind gerade auf ­seinem Instrument spielt, motivieren und unterstützen Sie es, genau das mit Freude zu tun. Und wie bei allem, was man noch nicht kann, aber erlernen möchte, macht nun mal nicht jede ­Sekunde des Lernens auch wirklich Spaß. Der Lohn ist vielmehr die Freude, zu erkennen, wie man nach und nach mit immer mehr Spaß das Erlernte anwenden kann.

In diesem Sinne danke ich Ihnen auch im Namen unserer Schülerinnen und Schüler für Ihre Mitwirkung am Werdegang Ihrer Kinder. Es ist und bleibt mir eine große Freude, häufig über viele Jahre so viele Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Ihnen, liebe Eltern, auf ihrem musikalischen Weg zu begleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Sevenich
Musikschulleiter

 

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