Förderkreis Städtische Musikschule Ratingen e.V.

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Friederike (links)bei einem Schüler-Vorspiel 2003
Friederike (links)bei einem Schüler-Vorspiel 2003

Inzwischen gehört es schon zur Tradition, dass der Förderkreis in der jährlich erscheinenden Musikschulbroschüre einen jungen Menschen zu Wort kommen lässt, der Musik zu einem wichtigen Teil seines Lebens gemacht hat – nicht zuletzt durch seine Erfahrung mit und in der Musikschule.

In diesem Jahr ist es Friederike Bassek, Solo-Oboistin am Theater in Bremerhaven.

 

Liebe Frau Bassek,

Sie haben sich bereiterklärt, uns in diesem Jahr von sich zu berichten, worüber wir uns sehr freuen.

Vielleicht stellen Sie sich zunächst einmal vor, sprechen über Ihren beruflichen Werdegang und  – passend zu unserem Anliegen – welche Rolle die Musikschule dabei gespielt hat.

Sehr gern! Mein Name ist Friederike, ich komme aus Ratingen und hatte 2002 an der Musikschule bei Petra Straeten meinen ­ersten Oboenunterricht. Eigentlich wollte ich Flöte oder Klarinette lernen, Oboe kannte ich gar nicht. Aber beim Tag der offenen Tür entschied das Schicksal sich anders und so spielte ich bereits ein gutes Jahr später als jüngstes Mitglied im Jugend-Sinfonie-Orchester bei Uwe Nehring auf der Oboe mit. Die ­Orchesterfahrten, die Freundschaften und nicht zuletzt das Gefühl, im Konzert Teil eines großen Ganzen sein zu dürfen, haben mich tief geprägt.

Mit dem Jungstudium an der Folkwang Hochschule, dem ­Erfolg bei „Jugend musiziert“ und der Mitgliedschaft im ­Landesjugendorchester NRW wuchs dann immer mehr das Vertrauen, dass ich vielleicht das Zeug dazu habe, Musik zu studieren.

Die Musikschule hat mich gerade auch in dieser Zeit weiter mit Klavier- und Theorieunterricht unterstützt.

Über Essen, bis nach Tel Aviv, Japan und die Schweiz, mit Abenteuern, Erfolgen und Tränen habe ich es nun geschafft, nach vielen Probespielen eine feste Stelle im Orchester zu bekommen. Für mich bleibt Musik zu machen das ­Schönste in meinem Leben.

Fühlen Sie sich jetzt einmal zurückversetzt in die Zeit, als Sie selbst noch Schülerin waren. Können Sie aus dieser Perspektive den heutigen Schülerinnen und Schülern etwas mitgeben, was den Einsatz von Zeit und anderem Aufwand betrifft? Wo sehen Sie den Sinn von Ensemblespiel? Wozu raten Sie den jungen Menschen mit Blick auf ungeliebtes Üben und machmal lästiges Durchhalten?

Widme jeden Tag eine Stunde deinem Instrument, sei streng mit dir selbst und gib niemals auf! Hör dir gute Aufnahmen an, gehe auf Spotify oder Youtube und guck mal, was es da draußen noch alles gibt! Und dann schlepp deine Eltern und Freunde ins Konzert, in die Oper oder ins Theater. Sowas ist einfach toll und die Erinnerung an ein Live-Konzert ist nochmal etwas ganz ­anderes als eine Aufnahme.

Es geht nicht darum, was du für deine Zukunft später leisten kannst, sondern darum, was du jetzt, gerade in diesem Moment für dich erreichen kannst. Üben führt immer irgendwann zu einem Erfolgserlebnis und daran wächst du. Dein Vertrauen zu dir wächst, deine Selbstsicherheit und deine Standhaftigkeit.

Ich finde es nicht wichtig, ob Du dein Instrument noch spielst, wenn du 80 Jahre alt bist.

Für mich bedeutet Musik zu machen, das Leben ein klein bisschen mehr zu verstehen, und das ist etwas, was niemand dir jemals nehmen kann.

Also wie Mozart schon sagte – und was ich mir fast jeden Morgen sage: „Frisch zum Kampfe! Denn nur ein feiger Tropf verzagt!“

Vielleicht wollen Sie sonst noch etwas sagen. Haben Sie auch Hinweise für Eltern und Begleiter unserer Schüler und Schülerinnen, damit sich die Freude am musikalischen Tun noch festigen kann?

Gehen Sie mit ihren Kindern ins Theater!

Die Musikschule ist das Fundament der musikalischen Ausbildung.

Aber die Motivation zu üben (und nicht die Freude - denn ganz ehrlich: es macht nun wirklich nicht immer Spaß) kommt für mich auch über Inspiration.

Es gibt in und um Ratingen so viele tolle Angebote: Kinderopern, Theaterführungen, Konzerte mit Musikern aus der ganzen Welt.

Ich würde mir für die Musikschule ein Angebot wünschen, 1–2x im Jahr mit dem ganzen ­Orchester oder der Klasse in eine Vorstellung oder ein Konzert zu gehen. Jazz, Klassik, Oper, Chor, Filmmusik, ganz egal.

Das ist etwas, was die Musikschule, die Lehrer und der Förderverein gemeinsam mit den Eltern beginnen könnten.

Eine Chance, sein Instrument von mehreren/anderen/neuen Seiten zu erleben, gemeinsam etwas zu unternehmen und neue Menschen kennen zu lernen – das heißt für mich, Musik zu erleben.

Und wenn Sie jetzt auch noch ein Foto von sich beitragen könnten, dann würden wir Sie gerne zurück anlächeln und uns herzlich für Ihre Ausführungen bedanken mit den besten Wünschen für Ihre musikalische Zukunft.

Danke!

Eva Müskens stellte die Fragen.

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Seit fast 30 Jahren steht der Förderkreis mit seinen mittlerweile mehr als 170 Mitgliedern der Städtischen Musikschule tatkräftig und finanziell zur Seite.

Mit dem Geld aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Sammlungen unterstützt der Förderverein die Musikschule bei der Anschaffung benötigter Instrumente und besonderen Notenmaterials, er bezuschusst Probenfahrten und Konzertreisen, fördert direkt bedürftige Schüler*innen und begleitet finanziell auch die Einführung neuer Schwerpunkte wie zum Beispiel eine besondere Begabtenförderung oder den Ausbau des Fachbereichs RockPopJazz.

Und dann ist da noch der „handfeste“ Einsatz bei großen Veranstaltungen der Musikschule wie dem Regional­wettbewerb von „Jugend musiziert“, dem alljährlichen Wettbewerb um die Förderpreise der Sparkasse und natürlich auch dem „Tag der offenen Tür“. Bei diesen Anlässen sorgt der Förderkreis für die Bewirtung der Teilnehmer*innen und Besucher*innen. Der Einsatz für die gute Sache macht großen Spaß, der individuelle Aufwand ist überschaubar. Also: Machen Sie mit! Das Gefühl, etwas Gutes für die Musikschule zu tun, gibt es ganz leicht: Schon mit 15 € im Jahr können Sie dabei sein.

homepage:  www.foerderkreis-musikschule-ratingen.de/E-Mail: info@foerderkreis-musikschule-ratingen.de

Wir freuen uns auf Sie!

Der Vorstand sagt herzlich DANKESCHÖN im Namen des ganzen Vereins.

Förderkreis der Städtischen Musikschule Ratingen e.V. c/o Eva Müskens (1. Vorsitzende), Schillerstr. 2a, 40878 Ratingen, Telefon 02102 / 84 82 80

Spendenkonto: IBAN: DE48 3345 0000 0042 1022 77 · BIC: WELADED1VEL · Sparkasse Hilden·Ratingen·Velbert

Geschäftsstelle

Städtische Musikschule Ratingen
Poststraße 23
40878 Ratingen
Telefax: 02102 550-9403
robert.fink@ratingen.de 

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Telefon 02102 550-4032

Frau Spindelndreier
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Herr Sevenich 
Musikschulleiter
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