Jugendblasorchester

Was hat das Jugendblasorchester mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gemeinsam? – Richtig: Beide müssen ständig neue Spieler einbauen, um dauerhaft die eigene Klasse halten zu können.

Man stelle sich vor, Jogi Löw muss 17 neue Spieler integrieren, aber in der Leistungs­fähigkeit darf das nicht spürbar werden. Halt! Ganz so schlimm ist es natürlich nicht! Aber tatsächlich sind im Februar des vergangenen Jahres 17 Musikerinnen und Musiker aus dem Bläser-Vororchester in das JBO gewechselt und im weiteren Verlauf des Jahres kamen noch einmal drei „Neue“ hinzu.

Den Orchester-Aktivitäten hat das jedoch nicht geschadet. Im Gegenteil! Die Besetzung, die im Herbst eine Konzertreise nach Le Quesnoy unternahm, war mit über 50 Mitwirkenden so groß wie noch nie. Der Anlass war indes ein sehr ernster: Der 1. Weltkrieg endete am 11. November 1918 mit der Unterzeichnung des Waffenstillstands-Abkommens. Am Vorabend der 100. Wiederkehr dieses Termins hatten sich die Vertreter der Partnerstadt ein „Concert de l’amitié“ (also ein „Konzert der Freundschaft“) gewünscht, das von deutschen Jugendlichen gespielt werden sollte. Das Konzertprogramm startete anlassbezogen mit sehr ernster Musik des französischen Komponisten Gabriel Fauré, der nur drei Jahre nach Kriegsende „Chant ­Funéraire“, also einen „Begräbnisgesang“, für Blasorchester komponiert hatte. Auf ausdrücklichen Wunsch der Gastgeber wurde der Bogen jedoch programmatisch zu der traditionell fröhlichen Musik des JBO gespannt. Ein Abba-Medley, Musical-Melodien und Filmmusik von Ennio Morricone begeisterten unser Publikum und auch nach zwei Zugaben hätten wir noch weiterspielen können…

100 Jahre nach Kriegsende sind aus Gegnern von einst Freunde geworden. Das JBO als Ratinger Botschafter in Le Quesnoy
100 Jahre nach Kriegsende sind aus Gegnern von einst Freunde geworden. Das JBO als Ratinger Botschafter in Le Quesnoy

Weitere Aufgaben bestanden natürlich in den Auftritten beim „Neujahrskonzert“, beim „Gemeindefest der Herz-Jesu-Kirche“ und beim „Großen Musikschulkonzert“. Um all das bewältigen zu können, verbringt das JBO jedes Jahr fünf Tage der Herbstferien miteinander. Ziel war 2018 die Universitätsstadt Göttingen. Und da eine solche Probenfahrt nicht nur aus „Arbeit“ bestehen darf, hatten wir eine Menge Spaß bei „Schwarzlicht-Minigolf“, „Besuch ­einer Tropfsteinhöhle“, „LaserTag“, „Werwolf-Nächten“ und unserem gelungenen „Abschlussabend“.

Für 2019 haben wir auch schon wieder viel vor. Zu den Auftritten, die, wie schon 2018, quasi „wiederkehrend“ stattfinden, kommt noch das „Turmfest der Ratinger Jonges“ und die Teilnahme am „Deutschen Musikfest“ in Osnabrück hinzu. Alle sechs Jahre veranstalten die ­Musikverbände im Bereich „Blasmusik“ dieses Riesen-Ereignis. Mehrere tausend Teilnehmer werden Osnabrück für fünf Tage zur „Hauptstadt der Blasmusik“ mit unzähligen Konzerten, Workshops und unterschiedlichen Musik-Wettbewerben machen. Wir nehmen in der Kategorie „Jugendblasorchester“ am Wettbewerb teil und hoffen natürlich auf ein gutes Abschneiden.

Jugendblasorchester
Leitung: Paul Sevenich
Kontakt: 02102/5504030
Probe: Mittwochs 17.30 Uhr, Raum 301

Geschäftsstelle

Städtische Musikschule Ratingen
Poststraße 23
40878 Ratingen
Telefax: 02102 550-9403
robert.fink@ratingen.de 

Auskünfte

Herr Fink
Telefon 02102 550-4032

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Musikschulleitung

Herr Sevenich 
Musikschulleiter
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Katja Zan 
stellvertretende Musikschulleiterin

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Sprechzeiten nach Vereinbarung