FLÖTISSIMO!

25 Flötistinnen und Flötisten nahmen im Oktober des vergangenen Jahres an den Projekttagen des Querflötenorchesters FLÖTISSIMO! teil. Bereits zum achten Mal fand dieses außergewöhnliche Ereignis unter der Leitung von Anne Urbach und Ralf Meiers an der Ratinger Musikschule statt.

An mehreren Probentagen wurden außerhalb des üblichen Stundenplans Arrangements aus sechs Jahrzehnten Pop- und Jazzgeschichte einstudiert. Ein echtes Kontrastprogramm zum eher klassisch geprägten Einzelunterricht, das nicht nur bei den Teilnehmern, sondern, wie sich im abschließenden Konzert zeigte, auch bei den Besuchern auf offene Ohren stieß und Begeisterung auslöste.

Den Spaß, den die Stücke bei den Schülern ­erzeugten, konnte man bereits bei den Proben an spontanen Tanzeinlagen sehen. Beim großen Abschlusskonzert im Ferdinand-Trimborn-Saal aber hieß es dann für alle volle Konzentration, sodass keiner bei den zum Teil vertrackten Rhythmen „aus der Kurve flog“. Noch während im Saal die letzten freien Plätze eingenommen wurden, zogen die Ensemble-Mitglieder zum beschwingten Latin-Jazz auf die Bühne, um, dort angekommen, unmittelbar in die Musik mit einzusteigen. Vielleicht könnte man es als Bigband-Sound „light“ ­beschreiben, wenn anstelle von Trompeten, Posaunen und Saxophonen ausschließlich Quer-, Alt- und Bassflöten grooven.

Unter dem Motto „Our Show“ kamen im Konzert also Jazz- und Funk-Nummern sowie Hits der Popgeschichte wie „California Dreaming“, „Tears in Heaven“ oder „We’ve only just begun“ zur Aufführung. Schon während des ersten Titels wurde klar, dass die beiden Mikrofone auf der Bühne nicht nur für die Moderation geplant waren. In jeder Nummer gab es Soloeinlagen, die von immer wechselnden Mitgliedern des Ensembles „ganz cool“ übernommen wurden. Wie in einer echten Bigband eben. Für alle Solisten war es ein besonderes Erlebnis, im Rampenlicht zu stehen! Von Aufregung keine Spur – man merkte ihnen die große Spielfreude an.

Und genau das war ein Hauptanliegen der Projekttage, den Schüler/innen ihre mögliche Vorspielangst und das Lampenfieber zu nehmen. Das Ergebnis war beeindruckend!

„Das Konzert war super“ gratulierte Malene (9 Jahre), die im Sommer erst mit dem Querflötenunterricht begonnen hat und deshalb noch im Publikum Platz nahm. „Besonders das mit den Bechern fand ich cool“. Beim sogenannten „Cup-Song“, der durch den Film „Pitch Perfect“ bekannt wurde, tauschten alle Musiker, außer dem Solisten-Quartett Alina, Morten, Alec und Alexander, ihre Instrumente gegen Plastikbecher aus und formierten sich am vorderen Bühnenrand sitzend zu einer langen Kette, die kunstvoll mit den „Cups“ den Rhythmus klopfte. Mit Handwechseln, Drehungen, Klatschen und Weiterreichen der Becher schaff­ten sie es, exakt zum letzten Ton des Stückes den letzten „Cup“ auf den wachsenden Stapel zu setzen. Das gab natürlich einen Sonder-Applaus.

Wie schon bei den letzten FLÖTISSIMO!-Konzerten war auch dieses Mal Verstärkung durch andere Instrumente dabei. Tabea am Klavier und Clarisse mit ihrem Cello erweiterten bei einzel­nen Nummern das Klangspektrum und glänzten insbesondere mit ihrem gemeinsamen Solo bei der Titelmusik zum Film „Forrest Gump“.  Leon begeisterte mit seinem gefühlvollen Gitar­renspiel in Eric Claptons „Tears in Heaven“.

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