10.11.2015

In Ratingen kann die kalte Jahreszeit kommen

Die Kommunalen Dienste der Stadt treffen umfassend Vorkehrungen für den Winterdienst

Noch zeigt der November seine farbenprächtige Seite bei milden Temperaturen und der Winter scheint in weiter Ferne zu sein. Doch im Hintergrund laufen bereits die Vorbereitungen für die bevorstehende Winterperiode auf vollen Touren, damit sich die Ratinger Bürger demnächst auch bei winterlichen Bedingungen sicher auf den Straßen bewegen können. „Wenn das derzeitige Wetter umschlägt und Schneefall mit Glätte zu erwarten sind, werden unsere Winterdienstmitarbeiter sofort in Rufbereitschaft versetzt, um die Straßen von Schnee und Eis zu befreien - wenn nötig im Dauereinsatz. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat dabei höchste Priorität“, informiert Manfred Fiene, Leiter der Kommunalen Dienste, über die städtischen Vorbereitungen auf den nahenden Winter.
 
Aktuell hält man stets ein Auge auf mögliche Wetteränderungen, die einen sofortigen Einsatz notwendig machen. Dabei kann man derzeit beim Streusalz aus dem Vollen schöpfen, denn auf dem Zentralmateriallager der Stadt an der Robert-Zapp-Straße werden rund 320 t Salz in der Halle und ca. 100 t Salz in einem Holzsilo gelagert. Außerdem stehen auf dem Gelände des Baubetriebshofes zwei Holzsilos mit einem Fassungsvermögen von jeweils 400 t Salz. Diese beiden Silos sind derzeit randvoll. Darüber hinaus lagern in der Solemischanlage auf dem Zentralmateriallager 28.000 Liter Natriumchloridlösung. Diese Lösung wird beim Streuvorgang mit dem Salz vermischt und auf die Straße aufgebracht.
 
Mit dem Winterdienst kommen die Kommunalen Dienste ihren gesetzlich vorgeschriebenen Reinigungs- und Verkehrssicherheitspflichten in den verschiedenen städtischen Bereichen nach. So gibt es einen Straßenwinterdienst, einen Winterdienst für die öffentlichen Park- und Grünanlagen sowie einen für die Ratinger Friedhöfe. Insgesamt 104 städtische Mitarbeiter befinden sich dabei in Rufbereitschaft für den Winterdienst. 
 
Winterdienst auf den Ratinger Straßen
Allein 51 Mitarbeiter davon befinden sich in Rufbereitschaft auf dem Baubetriebshof der Stadt, um bei Wintereinbruch mit den Räum- und Streufahrzeugen, aber auch per Hand, insgesamt rund 328 Kilometer an Fahrbahn in Ratingen von Schnee und Eis zu befreien. Dazu gehört auch der Winterdienst an Haltestellen für öffentliche Verkehrsmittel oder für Schulbusse: Hier müssen die Gehwege so von Schnee und Eis frei gehalten werden, dass ein gefahrloses Ein- und Aussteigen sowie ein gefahrloser Zu- und Abgang zu den Haltestelleinrichtungen möglich ist. In jeweils zwei Schichten sind die Mitarbeiter mit vier Lkw’s , einem Multicar und einem Unimog unterwegs, um Sole und Salz zu streuen. Hinzu kommen zehn Pritschenwagen für Mitarbeiter, die per Hand Salz streuen – dort, wo die großen Fahrzeuge nicht zum Einsatz gelangen können. Der Zwei-Schicht-Dienst auf Ratingens Straßen beginnt um 3.30 Uhr und endet um 21.30 Uhr. Als fahrradfreundliche Stadt haben die Kommunalen Dienste natürlich auch die Radwege im Blick und versuchen nach Kräften, hier zu helfen – dies natürlich erst, wenn die wichtigen Straßen geräumt und gestreut sind.
 
Winterdienst Stadtgrün
43 Mitarbeiter sind in diesem Jahr im Winterdienst der Abteilung Stadtgrün im Einsatz, wenn die Gehwege in Parkanlagen oder vor städtischen Liegenschaften von Schnee und Eis befreit oder frei gehalten werden müssen. Dabei kommen auf langen Gehwegstrecken Kommunalschlepper mit Anbaugeräten (Streuer und Schneebürste) zum Einsatz; kürzere und schmalere Einsatzstellen werden auch hier manuell von Schnee und Glätte befreit.
 
Um die Umwelt zu schützen, kommen im Bereich Stadtgrün nur abstumpfende Streumittel zum Einsatz. Baumscheiben und begrünte Flächen dürfen nicht mit Salz oder sonstigen auftauenden Materialien bestreut werden. Darüber hinaus sind die Einläufe in Entwässerungsanlagen und die Hydranten von Eis und Schnee frei zu halten. Nur in besonderen klimatischen Ausnahmefällen wie z.B. Eisregen oder an gefährlichen Stellen (z.B. Treppen, Rampen, Brückenauf- und -abgänge, starkes Gefälle) darf von dieser umweltschonenden Streuweise Abstand genommen, dürfen Sole und Salz eingesetzt werden.
 
Winterdienst auf Friedhöfen
Für die Durchführung des Winterdienstes auf Friedhöfen in Ratingen sind insgesamt zehn Mitarbeiter eingesetzt. Ihre Aufgabe ist es, im Rahmen der allgemeinen Streupflicht die Bürgersteige außerhalb der Friedhöfe zu räumen. Um einen reibungslosen Bestattungsbetrieb sicher zu stellen, ist es auch erforderlich, innerhalb der Friedhöfe die Hauptwege sowie den Zugang zu den Kühlzellen, Trauerräumen und Kapellen von Schnee und Eis zu befreien. Eingesetzt werden dabei Geräte wie Schneebesen, Schneeschild und auch eine Schneefräse, bei großen Schneemengen werden die Friedhofsparkplätze auch mit einem Radlader geräumt. Hier beginnt die Rufbereitschaft um 6 Uhr und endet um 20 Uhr, auch an den Wochenenden.
 
Winterdienstpflichten der Grundstückseigentümer
Aber nicht nur die Stadt Ratingen hat Winterdienstpflichten. Auch Grundstückseigentümer müssen bei Schnee und Eis auf sämtlichen Geh- und Fußwegen den Winterdienst durchführen. Diese Pflicht kann auch Dritten übertragen werden. Hierfür sollten jedoch klare vertragliche Regelungen vorhanden sein.
Um Unfälle zu vermeiden, müssen die Bürgersteige und Gehwege umgehend nach jedem Schneefall in einer Breite von ca. 1,50 Meter geräumt und bei Glätte sofort (durch abstumpfende Mittel, Streusalz nur bei besonderen Gefahrenstellen wie Treppen, Rampen o. ä.) bestreut werden. Der Schnee sollte zwischen Gehweg und Grundstück angehäuft werden, damit Fußgänger und Fahrzeuge möglichst wenig gefährdet oder behindert werden. Bei der Schnee- und Glättebeseitigung sind folgende Zeiten einzuhalten:
  • tagsüber (7 bis 20 Uhr) muss der Schnee nach Beendigung des Schneefalls bzw. die Eisglätte nach dem Entstehen der Glätte beseitigt werden
  • abends (nach 20 Uhr) gefallener Schnee und entstandene Glätte sind werktags bis 7 Uhr und sonn- und feiertags bis 9 Uhr des folgenden Tages zu beseitigen.
Grundsätzlich dürfen nur abstumpfende Mittel, wie z. B. Sand, Granulat oder Splitt benutzt werden. Streugutreste sind nach dem Abtauen unverzüglich zu beseitigen, um ein Rutschen hierauf zu vermeiden.
 
Kommunale Dienste
Stadt Ratingen
Pressereferentin

Ulrike Trimborn 

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