22.12.2015

Wiederaufbau des Poensgenparks nach Sturm „Ela“

Der Pfingststurm „Ela“ hatte die Stadt Ratingen 2014 im wahrsten Sinne durcheinander gewirbelt. Der Gesamtschaden allein für den Bereich des öffentlichen Grüns wurde mit rund 3,2 Millionen Euro geschätzt. Eine Sanierung ist nur in einem Mehrjahresprogramm zu schultern. Nachdem bereits im zurück liegenden Jahr die großen Aufräumarbeiten begonnen hatten, wurden in diesem Jahr die Arbeiten fortgesetzt und mit den ersten Pflanzmaßnahmen begonnen.
 
Hervorzuheben ist, dass zur Behebung der Sturmschäden eine große Welle der Hilfsbereitschaft eingesetzt hat, die noch immer anhält. Bürgermeister Klaus Pesch: „Allen Spenderinnen und Spendern sowie Initiativen möchte ich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich für ihr Engagement danken.“ So gab es:
  • rund 42.000 Euro an Spendeneinnahmen von 50 Einzelpersonen, sechs Vereinen/Gruppierungen und vier Firmen. Zuzüglich der vom Land NRW beigesteuerten Förderung steht für die Wiederaufpflanzung mit heimischen Gehölzen ein Gesamtbetrag von rund 53.000 Euro zur Verfügung
  • eine finanzielle Unterstützung bei der Sanierung einer Parkbrücke in Höhe von 7.000 Euro
  • eine Unterstützung von Vereinen in bisher nicht gekanntem Ausmaß:
    • Die Ratinger Jonges e.V. unterstützen die Stadt Ratingen finanziell bei der Erstellung einer Machbarkeitsstudie zum Wiederaufbau des ehemaligen Wieler-Gartens nach historischem Vorbild.
    • Der Verkehrsverein Ratingen e.V. unterstützt die Stadt Ratingen finanziell bei der Neuauflage des Poensgenparkbuches. Voraussichtliches Erscheinungsdatum: Juni 2016.
    • Am 19.08.15 wurde in der Wasserburg „Haus zum Haus“ der Förderverein Poensgenpark e.V. gegründet. Vereinszweck ist die Förderung des denkmalgeschützten Poensgenparks, der zusammen mit der Wasserburg „Haus zum Haus“ und dem Industriemuseum „Cromford“ ein reizvolles historisches Ensemble bildet.
 
Zurzeit laufen im Poensgenpark die ersten, spendenfinanzierten Aufforstungsmaßnahmen im Bereich des Waldes. Gepflanzt wurden Hainbuche, Buche, Eiche, Vogelkirsche, Traubenkirsche, Vogelbeere, Stechpalme, Eibe, Schneeball. Zur Verdichtung der Gehölzflächen wurden ergänzend Liguster, Heckenkirsche und Faulbaum gesetzt.
 
Für weitere Wiederaufbaumaßnahmen außerhalb des parkartigen Waldbereiches wurden im Haushaltsjahr 2016 zusätzlich Haushaltsmittel von rd. 200.000 Euro veranschlagt. Vor Durchführung dieser Maßnahmen wird die Verwaltung eine Konzeptstudie zur Verfügung stellen, auf dessen Basis die politischen Gremien dann abschließend entscheiden können.
 
Kommunale Dienste
Stadt Ratingen
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