11.05.2015

Gedenktafel für Kriegstote auf dem Waldfriedhof steht jetzt

Sie waren die vermutlich letzten Opfer des Naziterrors in Ratingen: Jene elf Zwangsarbeiter, die wenige Tage vor Kriegsende und Kapitulation von der Gestapo im Kalkumer Wald exekutiert wurden. Auf Anordnung der amerikanischen Militärregierung waren sie Anfang Mai 1945 aus einem Bombentrichter geborgen und vor der Kirche St. Peter und Paul beigesetzt worden. Drei Jahre später wurden sie auf den Waldfriedhof umgebettet, wo ein Mahnmal mit der Aufschrift erinnert: „Hier ruhen 75 Tote des Krieges 1939-45 fern ihrer Heimat“.

 

Seit wenigen Tagen weist nun eine Plexiglas-Tafel zusätzlich auf die ermordeten Zwangsarbeiter hin, die aufgrund von Nachforschungen namentlich bekannten auch ausdrücklich erwähnt werden: „Bernhard Fladerrack, Jan Johannes Frikke und Simon Zoelli aus den Niederlanden, Alex Kortum aus Russland, Ladimir Snihur aus Polen und Josefa Paplowitsch aus der Ukraine.“

 

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