12.01.2015

Bauprojekt für SAP der Brune Real Estate startet

Nachdem SAP sich zum Standort Ratingen bekannt und einen auf 15 Jahre ausgelegten Mietvertrag mit der Brune Real Estate AG & Co. KG abgeschlossen hat, wurde heute (Montag, 12. Januar 2015) mit der Freimachung des Baugrundstückes an der Balcke-Dürr-Allee begonnen.

 

Das gegenüber der Europazentrale des Modekonzerns ESPRIT gelegene Grundstück zwischen Oststraße und Hugo-Schlimm-Straße wurde im Dezember 2014 von der Stadt Ratingen an die Brune Real Estate AG & Co. KG verkauft. Brune wird das Grundstück mit einem repräsentativen Gebäude bebauen, das zukünftig den Ratinger Standort der SAP beherbergen und die Bedeutung von SAP hervorheben wird. Der Entwurf für das Gebäude stammt von dem innovativen Stuttgarter Architekturbüro SCOPE. An der Oststraße werden die bisherigen Ratinger Standorte an der Homberger Straße und Am Schimmersfeld zusammengezogen. Der Umzug aus den bestehenden Ratinger Standorten der Firma soll bis Mitte des Jahres 2017 erfolgen.

 

Bürgermeister Klaus Pesch ist über die Standorttreue von SAP sehr erfreut: „Die im Dezember letzten Jahres abgeschlossenen Verträge sind für Ratingen ein Glücksfall. Zum einen bleibt mit SAP einer der führenden Anbieter von Unternehmenssoftware vor Ort erhalten. Zum anderen konnte für das Projekt mit der Brune Real Estate AG & Co. KG ein herausragender Partner gefunden werden. Mit dem Bau des Gebäudes für SAP an der Balcke-Dürr-Allee wird das Gewerbegebiet in Ratingen Ost weiter aufgewertet und der Standort Ratingen gestärkt.“

 

Laut Kaufvertrag ist das Grundstück frei von Bäumen und Sträuchern, einschließlich Wurzeltellern dem Investor zu übergeben. Die von der Ratinger Firma Westphal durchgeführten Arbeiten werden voraussichtlich bis zum Ende der Woche andauern.

 

Das für das SAP-Projekt vorgesehene Baugebiet hat mit dem seit Oktober 2002 rechtskräftigen Bebauungsplan Ost 313 „Homberger Straße/Oststraße“ als Teilfläche Nr. 5 Baurecht erhalten. Im Rahmen des zugehörigen landschaftspflegerischen Begleitplans (LBP) wurde die naturschutzrechtlich geforderte Eingriffsregelung mit der Ermittlung des Kompensationsbedarfs für dieses Baugebiet verbindlich durchgeführt. Auch der Verlust des dort entwickelten Waldbestandes ist gemäß Forstrecht vom Regionalforstamt Bergisches Land bewertet worden (Ersatz im Verhältnis 2:1). Die geforderten Ausgleichspflanzungen von insg. 7,2 ha Wald wurden bereits auf den städtischen Flächen Hahnerhof und Hahnerheide durchgeführt. Diese werden im Rahmen der Mitgliedschaft in der Forstbetriebsgemeinschaft durch das örtlich zuständige Forstamt betreut.

 

Die im Dezember 2014 durch einen Fachgutachter durchgeführte artenschutzrechtliche Vorprüfung des Projektgebietes hatte zum Ergebnis, dass die nun anstehende Fällmaßnahme zulässig ist. Zur Vermeidung von Konflikten mit dem Bundesnaturschutzgesetz wurde jedoch vorgegeben, die Rodung des Gehölzbestandes  sowie die komplette Räumung des Baugrundstückes bis zum Beginn der Vogelschutzfrist am 1. März 2015 durchzuführen. Damit kann verhindert werden, dass Brutvögel oder auch Fledermäuse zu Schaden kommen.

 

Der Bebauungsplan sieht für das Projekt als ökologische Minderungsmaßnahme weitere Pflanzungen auf dem Baugrundstück vor. Das von der FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH, Düsseldorf, erstellte Freiraumkonzept sieht hierzu eine Rahmenbepflanzung mit wirkungsvollen Einzelbäumen, eine Innenhofbegrünung sowie eine Abschirmpflanzung gegenüber dem nördlich angrenzenden Wohngebiet an der Hugo-Schlimm-Straße vor.

 

 

Büro des Bürgermeisters

Stadt Ratingen

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