20.02.2017

2. Bürgerforum zum „Konzept öffentlicher Raum“

Rund 40 interessierte Bürgerinnen und Bürger haben am 14. Februar 2017 an dem Bürgerforum zur „generationengerechte Gestaltung des öffentlichen Raums“ teilgenommen. Eingeladen hatten die Stadtverwaltung Ratingen und die Akteure des Innenstadtbüros.
 
Nach den Begrüßungsworten der INTEK-Projektleiterin Birgit Hilleringhaus haben Gerold Kalkowski und Ina Schauer von dem von der Stadt Ratingen beauftragen Stadtplanungs- und Architekturbüro pesch+partner aus Dortmund in einem umfassenden Vortrag die Gestaltungsleitlinien und Maßnahmenpakete vorgestellt. Von dem Planungsbüro wurde anschaulich aufgezeigt, dass die meisten der gemeinsam mit den Bürgern, lokalen Akteuren und der Stadtverwaltung erarbeiteten Maßnahmenvorschläge in den künftigen Gestaltungsleitlinien für die Innenstadt unter dem Leitbild der „Generationen gerechten Stadt“ eingebunden werden konnten.
 
Die Planer betrachteten dabei nicht nur Flächen im öffentlichen Eigentum (Straßen, Wege, Plätze), sondern alle der Öffentlichkeit zugänglichen und von ihr genutzten Orte – und zwar unabhängig davon, in wessen Eigentum sich die Flächen befinden. Für die betrachteten Räume wurden Maßnahmenvorschläge für eine Inszenierung dieser Bereiche durch Licht, Bepflanzungen, Sitzbänke oder künstlerische Elemente vorgestellt. Für die Umgestaltung der südlichen Wallstraße wurde angeregt, den historischen Verlauf der Stadtmauer über gestaltete Bodenplatten oder Lichtbänder darzustellen. Für den historischen Altstadtbereich und die wichtigen Verbindungsachsen  wurden insgesamt rund 20 neue Standorte für Sitzbänke vorgestellt, die gemeinsam mit der Verwaltung im Rahmen von Ortsbegehungen vorabgestimmt worden sind.
 
Für die Fußgängerachsen wird zur Reduzierung von Barrieren in den Geschäftseingangsbereichen die „Ratinger Rampe“ vorgeschlagen. Es handelt sich hierbei um eine Aluminiumrampe, die dafür geeignet ist, eine Barrierefreiheit für Eingangsbereiche mit  ein bis zwei Stufen zu bewirken. Teilnehmende Gewerbetreibende könnten mit Stadtrampenaufklebern an den Geschäften auf ihre Teilnahme hinweisen. Die Rampen können dann bedarfsgerecht herausgestellt werden.
 
All diese Maßnahmenvorschläge könnten zu mehr Aufenthaltsqualität, Sicherheit und  Orientierung im Sinne einer generationengerechten Innenstadt beitragen. Dies wurde eindrucksvoll anhand der Vorentwurfsplanungen zum barrierefreien Umbau der Kornsturmgasse dargestellt. Zur Orientierung von Sehbehinderten sollen taktile Leitelemente für Sehbehinderte aus Naturstein eingebaut und eine Seite von Einbauten freigehalten werden. Anstelle der vorhandenen Treppenstufen ist eine Erschließung über Rampen und teilweise schwellenlosen Zugängen zu den Gastronomiebetrieben vorgesehen. Für die vorhandenen Mülltonnen, die zurzeit im öffentlichen Raum abgestellt werden, wird eine Unterbringung mittels eines Unterflursystems vorgeschlagen.
 
Dadurch und  durch das Aufstellen von Sitzbänken, die von Pflanzkübeln flankiert werden, wird nicht nur  die Aufenthaltsqualität in der Kornsturmgasse, sondern auch die Sicherheit und Orientierung bzw. die Nutzung auch von Rollstuhlfahrern und Sehbehinderten ermöglicht.
 
Die Maßnahmenvorschläge und Konzeptstudien zur Gestaltung der Stadteingangsbereiche (z.B. Obertor) wurden rege diskutiert. Der technische Baudezernent Jochen Kral freute sich über das gezeigte Interesse aus der Bürgerschaft an dem umfassenden Thema Gestaltung des öffentlichen Raums .
 
Das Konzept „öffentlicher Raum“ erhält auf Grundlage der Diskussionen mit den Bürgerinnen und Bürgern seinen Feinschliff und wird im Anschluss in die politische Beratung gehen.
 
Die Ratinger erhalten auch künftig die Möglichkeit, ihre Ideen und Anregungen frühzeitig in die Planungsprozesse zur Gestaltung der Innenstadt einzubringen. Bis zu den Sommerferien werden mehrere Bürgerveranstaltungen zu weiteren Themen der Stadterneuerung stattfinden. Aufbauend auf den Erkenntnissen zum Konzept öffentlicher Raum wird in Kürze ein Lichtkonzept erarbeitet werden.
 
Das Innenstadtbüro wird rechtzeitig über die Termine informieren. Interessierte Bürger können unter buero@innenstadt-ratingen.de den Newsletter des Innenstadtbüros abonnieren, der alle kommenden Veranstaltungstermine beinhalten wird.
 
Weitere Auskünfte zum Thema gibt es beim Innenstadtbüro oder beim Amt für Stadtplanung, Vermessung und Bauordnung. Das Innenstadtbüro ist telefonisch unter (02102) 889 5313 oder 889 3729 und per E-Mail unter buero@innenstadt-ratingen.de erreichbar (Homepage: www.innenstadt-ratingen.de). Im Amt für Stadtplanung, Vermessung und Bauordnung ist Birgit Hilleringhaus die Ansprechpartnerin (Tel.: 02102/550-6136, E-Mail: birgit.hilleringhaus@ratingen.de).
 
Amt für Stadtplanung, Vermessung und Bauordnung
Stadt Ratingen
Zuständiges Amt

 

Pressereferentin

Ulrike Trimborn 

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