06.07.2016

Viele Ratinger Ideen für den Grand Départ 2017

Der Rat der Stadt Ratingen begrüßt grundsätzlich die Teilnahme der Stadt Ratingen am Grand Départ 2017, der Auftaktetappe der Tour de France. Die Verwaltung wurde beauftragt, in die Verhandlungen über ein angemessenes Entgelt einzutreten. So lautete der Beschluss des Rates im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung vom 5. Juli 2016.
 
Ursprünglich war immer Paris Start- und Zielpunkt der Tour de France. Heute findet dort lediglich die Schluss-Etappe auf den Champs-Élysées statt. Der Grand Départ aber wird seit mehr als 60 Jahren regelmäßig auch im benachbarten Ausland durchgeführt. 2015 starteten die Fahrer in Utrecht, dieses Jahr in Mont-Saint-Michel in der Normandie und 2017 soll der Start in Düsseldorf stattfinden – vorausgesetzt, der Rat der Stadt Düsseldorf stimmt der Finanzierungsvorlage in der Sonderratssitzung am 7. Juli 2016 zu.
 
Den Mitgliedern des Rates stellte die Stadtverwaltung Ideen vor, wie der Schlenker über Ratinger Stadtgebiet beim Start des bedeutendsten Radsportereignisses auch hier vor Ort zum Publikumsmagnet werden kann. Klar sei, dass man sich mit der Teilnahme am Grand Départ lediglich einen „Effekt“ einkaufe, der lokal bespielt werden müsse. Möglichkeiten und Ideen gäbe es hierzu genüge. Beispielsweise könne eine bereits bestehende und etablierte Großveranstaltung der Ratinger Marketing GmbH wie das Ratingen Festival am selben Tag stattfinden. Nach dem Motto: Wenn eh` schon an diesem Tag die ganze Stadt auf den Beinen ist und ein großes Mitarbeiter-Team organisatorisch eingebunden ist, dann kann auch das Radsport-Event noch „on top“ mit etwas Mehraufwand durchgeführt werden. Im Vorfeld könne der beliebte Schaufensterwettbewerb der Ratinger Marketing GmbH unter dem Motto „Viva la France“ die Ratinger auf die Tour de France einstimmen.
 
Eine weitere Idee: Ein französischer oder zumindest maritimer Markt in der Innenstadt am selben Wochenende würde einen sehr schönen und passenden Rahmen bilden, der auch mit einem verkaufsoffenen Sonntag am Tag des Grand Départ verbunden werden könnte. Hier wäre auch die Einbindung der französischen Partnerstädte denkbar. Das Motto könne auch bei der Gastronomie am Streckenrand aufgegriffen werden.
 
Apropos Streckenrand: Die besten Plätze an der Tourstrecke, so die Verwaltung, könnten der Tourfinanzierung durch die Stadt dienen. Dazu gehören attraktive Standorte wie der Vorplatz der Stadthalle und des Stadttheaters in Ratingen. Dort könnten die Zuschauer die Radprofis nicht nur auf ihrem Kurs zu Gesicht bekommen, sondern auch angemessen bewirtet werden. Die Infrastruktur ist vorhanden. Vorstellbar sei aber auch, am Kreisverkehr Balcke-Dürr-Alle/Mettmanner Straße/ Formerstraße Flächen für interessierte Unternehmen aus Ratingen Ost für eigene Aktionen zu reservieren. In der Verwaltung ist man optimistisch, das sich Interessenten melden, um sich die attraktivsten Standorte zu sichern.
 
Ratingen als fahrradfreundliche Stadt könne zudem bei dem Bestreben, das Bewusstsein und die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger zum Umstieg auf das Fahrrad zu wecken, einen weiteren Schritt tun. Der Grand Départ wäre schlichtweg der optimale Anlass und böte einen tollen Rahmen, um beispielsweise mit einem Radaktionstag die verschiedensten Akteure rund um das Fahrrad in Ratingen zusammenzubringen und dabei die verschiedenen Aspekte des Radfahrens in die Öffentlichkeit zu bringen: Fahrradparcours, Produktpräsentation/Fahrradmesse, Vorträge, Aktionen der AGFS (Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte) und vieles mehr sind hier denkbar.
 
Nicht zu vergessen bei der Veranstaltung ist die Werbekarawane, die als fester Bestandteil der Tour de France dem gesamten Rennen vorausfährt. Es handelt sich dabei um eine bunte, vielgestaltige Parade, die den Zuschauern über 45 Minuten lang Unterhaltung bietet. Ein Teil der Zuschauer kommt tatsächlich nicht nur wegen der Fahrer zur Tour, sondern vor allem wegen der Werbekarawane an die Strecke.
 
Resümee der Verwaltung: Es gibt viele gute Ideen und konkrete Vorstellungen. Ein Konzept werde entwickelt, wenn die mit der Stadt Düsseldorf aufgenommenen Verhandlungen positiv verlaufen und die Stadt Ratingen den Zuschlag erhält. Man hoffe im Falle der Teilnahme an der Tour der France auf das Einbringen der Ratinger sowie der hier ansässigen Unternehmen, die den Tag zu einem Erlebnis für die Stadt Ratingen werden lassen. Denn eins ist sicher: Die Chance, Teil der Tour de France zu werden, kommt so schnell nicht wieder! 
 
 
Büro des Bürgermeisters
Stadt Ratingen
Zuständiges Amt

 

Pressereferentin

Ulrike Trimborn 

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