08.01.2014

2013: Sieben neue Wetterrekorde

Sieben neue Wetterrekorde kann der städtische „Wetterfrosch“ Klaus Mönch in seinem Jahresrückblick für 2013 vermelden.

 

Auch 2013 begann mit milden Temperaturen wie in diesem Jahr. Dies änderte sich aber ab der zweiten Januardekade und der Winter machte seinem Namen alle Ehre: An zwölf Eistagen blieb die Temperatur ganztägig unter dem Gefrierpunkt.

 

War der März 2012 mit 9°C der wärmste März seit den Aufzeichnungen des Umweltamtes vor 20 Jahren, gab es 2013 noch nie einen solch kalten März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen für das Rheinland vor 110 Jahren (Wetterrekord Nr. 1). Auch eine Tiefsttemperatur von minus 11,8°C für einen Märztag (13.3.2013/Rekord Nr. 2) wurde in Ratingen bisher nicht registriert. Vorangegangen war – Rekord Nr. 3 – ein noch nie dagewesener Temperatursturz innerhalb nur einer Woche von plus 21,8°C auf eben jene minus 11,8°C, was einen Temperaturunterschied von 33,6°C ausmacht!

 

Außerdem war es der kälteste Frühling (März bis Mai) seit den Aufzeichnungen des Umweltamtes im April 1993 und den historischen Aufzeichnungen ab den 1950iger Jahren, die Ratingens „Wetterfrosch“ und Mitarbeiter der Umweltabteilung Klaus Mönch gesammelt hat (Rekord Nr. 4). Erst der Juli war der erste Monat, dessen Monatswert über dem Durchschnitt lag.

 

Die Rekorde 5 und 6 gab es im September: Es wurde mit 34,4°C noch nie eine solch hohe Temperatur im September gemessen und noch nie gab es eine solch späte Tropennacht (6.9.), in der die Temperatur auch nachts nicht unter 20°C sinkt. Heiligabend bescherte Ratingen den siebten Rekord: Wer glaubte, Heiligabend 2012 mit 12,7°C wäre nicht mehr zu überbieten, musste sich eines Besseren belehren lassen, denn dieses Mal stieg das Thermometer auf 12,8°C!

 

Da die meisten Monatswerte unterdurchschnittlich warm waren, lag die Jahrestemperatur mit 10,14°C deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 10,96°C. An insgesamt 81 Frosttagen fiel die Temperatur unter Null Grad, an 14 Tagen unter minus 5°C und an einem Tag unter -10°C. An 16 Eistagen blieb das Thermometer ganztägig unter 0°C.

 

Aber es gab auch 53 Sommertage (mehr als 25 °C), 22 Hitzetage (mehr als 30 °C) und vier Tage  mit schweißtreibenden Temperaturen über 35°C. Der höchste Wert wurde am 2. August 2013 mit 37,6°C gemessen. Sechs „Tropennächte“ brachten auch nachts keine Abkühlung. 

 

Im vergangenen Jahr fielen 728,3 Liter Niederschlag; üblich sind 857 Liter, so dass der Niederschlag von zwei Monaten „fehlt“. An 172 Tagen blieb es trocken; es gab drei Trockenperioden von mehr als zehn Tagen. In den Monaten April, Juli und August fielen nicht einmal 40 % des üblichen Niederschlags. Überhaupt war der Sommer sehr niederschlagsarm.

 

Dafür fielen im Mai und September 150 % der üblichen Regenmenge. Den stärksten Niederschlag gab es am 6. September: Binnen einer halben Stunde schüttete es 7,7 Liter pro Quadratmeter! An neun Tagen fiel der Niederschlag – vor allem sehr zur Freude der Kinder – als Schnee.

 

„Wetterfrosch“ Klaus Mönch fasst kurz zusammen: „Insgesamt war das vergangene Jahr zu kalt und zu trocken.“

 

 

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