20.11.2013

Ratingen ist für den Winterdienst bestens gerüstet

Das Einholen von Wetterdaten gehört derzeit zu den täglichen Aufgaben der Kommunalen Dienste der Stadt Ratingen. Auch in diesem Jahr trifft das städtische Amt frühzeitig und umfassend alle Vorkehrungen für den bevorstehenden Winterdienst und hält dabei immer ein Auge auf mögliche Wetteränderungen, die einen sofortigen Einsatz notwendig machen.

 

Mit dem Winterdienst kommen die Kommunalen Dienste ihren gesetzlich vorgeschriebenen Reinigungs- und Verkehrssicherheitspflichten in den verschiedenen städtischen Bereichen nach. So gibt es einen Straßenwinterdienst, einen Winterdienst für die öffentlichen Park- und Grünanlagen sowie einen für die Ratinger Friedhöfe. Insgesamt 100 städtische Mitarbeiter befinden sich dabei in Rufbereitschaft für den Winterdienst.  

 

Straßenwinterdienst

Allein 51 Mitarbeiter davon befinden sich in Rufbereitschaft auf dem Baubetriebshof der Stadt, um bei Wintereinbruch mit den Räum- und Streufahrzeugen insgesamt 328 Kilometer an Fahrbahn in Ratingen von Schnee und Eis zu befreien. Dazu gehört auch der Winterdienst an Haltestellen für öffentliche Verkehrsmittel oder für Schulbusse: Hier müssen die Gehwege so von Schnee und Eis frei gehalten werden, dass ein gefahrloses Ein- und Aussteigen sowie ein gefahrloser Zu- und Abgang zu den Haltestelleinrichtungen gewährleistet ist. In jeweils zwei Schichten sind die Mitarbeiter im Winterdienst mit vier Lkw’s, einem Multicar und einem Unimog unterwegs, um Sole und Salz zu streuen. Hinzu kommen zehn Pritschenwagen für Mitarbeiter, die per Hand Salz streuen – nämlich dort, wo die großen Fahrzeuge nicht zum Einsatz gelangen können. Der Dienst auf Ratingens Straßen beginnt um 3.30 Uhr und endet um 21.30 Uhr. Als fahrradfreundliche Stadt haben die Kommunalen Dienste natürlich auch die Radwege im Blick: Diese werden geräumt, wenn die Wintersicherheit auf den Straßen hergestellt ist - damit auch die Ratinger Fahrradfahrer sicher zu ihrem Ziel gelangen.

 

Winterdienst Stadtgrün

Weitere 39 Mitarbeiter sind im Winterdienst der Abteilung Stadtgrün im Einsatz, wenn die Gehwege in Parkanlagen oder vor städtischen Liegenschaften - soweit dies nicht anders geregelt ist und von Hausmeistern übernommen wird - von Schnee und Eis befreit oder frei gehalten werden müssen. Dabei kommen auf langen Gehwegstrecken Kommunalschlepper mit Anbaugeräten (Streuer und Schneebürste) zum Einsatz; kürzere und schmalere Einsatzstellen werden auch hier manuell durch den Einsatz von handgeführten Geräten (z.B. Agria-Einachsschlepper, Kehrbesen, Streuwagen) von Schnee und Glätte befreit.

 

Wichtig hier: Um die Umwelt zu schützen, kommen nur abstumpfende Streumittel zum Einsatz. Baumscheiben und begrünte Flächen dürfen nicht mit Salz oder sonstigen auftauenden Materialien bestreut werden. Darüber hinaus sind die Einläufe in Entwässerungsanlagen und die Hydranten von Eis und Schnee frei zu halten. Nur in besonderen klimatischen Ausnahmefällen oder an gefährlichen Stellen (z.B. bei Eisregen und dann auf Treppen und Rampen, Brückenauf- und -abgängen sowie bei starkem Gefälle) darf von dieser umweltschonenden Streuweise Abstand genommen, dürfen Sole und Salz eingesetzt werden.

 

Winterdienst auf Friedhöfen

Für die Durchführung des Winterdienstes auf Friedhöfen in Ratingen sind insgesamt zehn Mitarbeiter eingesetzt. Ihre Aufgabe ist es, im Rahmen der allgemeinen Streupflicht die Bürgersteige außerhalb der Friedhöfe zu räumen. Um einen reibungslosen Bestattungsbetrieb sicher zu stellen, ist es auch erforderlich, innerhalb der Friedhöfe die Hauptwege sowie den Zugang zu den Kühlzellen, Trauerräumen und Kapellen von Schnee und Eis zu befreien. Eingesetzt werden dabei Geräte wie Schneebesen, Schneeschild und auch eine Schneefräse, bei großen Schneemengen werden die Friedhofsparkplätze auch mit einem Radlader geräumt. Hier beginnt die Rufbereitschaft um 6 Uhr und endet um 20 Uhr, auch an den Wochenenden.

 

Der Streusalzbestand auf dem Zentralmateriallager der Stadt an der Robert-Zapp-Straße in Tiefenbroich beläuft sich auf rund 320 Tonnen Salz in der Halle und ca. 100 Tonnen Salz in einem Holzsilo. Außerdem stehen auf dem Gelände des Baubetriebshofes an der  Sandstraße seit rund zwei Monaten zwei neue Holzsilos mit einem Fassungsvermögen von jeweils 400 Tonnen Salz. Diese beiden Silos sind derzeit randvoll.

 

Darüber hinaus lagern in der Solemischanlage auf dem städtischen Zentralmateriallager 28.000 Liter Natriumchloridlösung. Diese Lösung wird beim Streuvorgang mit dem Salz vermischt und auf die Straße aufgebracht. Übrigens: Im Winter 2012/2013 betrug der Salzverbrauch in Ratingen ca. 962 Tonnen.

 

Winterdienstpflichten der Grundstückseigentümer

Aber nicht nur die Stadt Ratingen hat Winterdienstpflichten. Auch Grundstückseigentümer müssen bei Schnee und Eis auf sämtlichen Geh- und Fußwegen den Winterdienst durchführen. Diese Pflicht kann auch Dritten übertragen werden. Hierfür müssen jedoch klare vertragliche Regelungen vorhanden sein. Um Unfälle zu vermeiden, müssen die Bürgersteige und Gehwege umgehend nach jedem Schneefall in einer Breite von ca. 1,50 Meter geräumt und bei Glätte sofort (durch abstumpfende Mittel, Streusalz nur bei besonderen Gefahrenstellen wie Treppen, Rampen u.s.w.) bestreut werden. Der Schnee sollte zwischen Gehweg und Grundstück angehäuft werden, damit Fußgänger und Fahrzeuge möglichst wenig gefährdet oder behindert werden.

 

Bei der Schnee- und Glättebeseitigung sind folgende Zeiten einzuhalten:

Ø      tagsüber (7-20 Uhr) muss der Schnee nach Beendigung des Schneefalls bzw. die Eisglätte nach dem Entstehen der Glätte beseitigt werden, 

Ø      abends (nach 20 Uhr) gefallener Schnee und entstandene Glätte sind werktags bis 7 Uhr und sonn- und feiertags bis 9 Uhr des folgenden Tages zu beseitigen.

Grundsätzlich dürfen nur abstumpfende Mittel, wie z. B. Sand, Granulat oder Splitt benutzt werden. Streugutreste sind nach dem Abtauen unverzüglich zu beseitigen, um ein Rutschen hierauf zu vermeiden.

 

Kommunale Dienste
Stadt Ratingen

Zuständiges Amt

 

Pressereferentin

Ulrike Trimborn 

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