13.11.2013

Ratinger Delegation gedenkt der Weltkriegstoten in Le Quesnoy

Anlässlich der Gedenkfeiern zur Beendigung des Ersten Weltkrieges reiste eine Ratinger Delegation unter der Führung von Bürgermeister Harald Birkenkamp vom 10. bis 11. November 2013 in die französische Partnerstadt Le Quesnoy. Erstmals nahmen Vertreter der Stadt Ratingen dort an der Kranzniederlegung zum Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege und weiterer Kriege teil.

 

Der 11. November ist in ganz Frankreich ein Feiertag, an dem der Waffenstillstand vom 11. November 1918 in Erinnerung gerufen und der Toten gedacht wird. In Le Quesnoy wird an diesem Tag auch daran erinnert, dass neuseeländische Truppen die Stadt am 4. November 1918 von der deutschen Besatzungsmacht befreit hatten. Traditionell war daher auch die Botschafterin Neuseelands in Frankreich, Rosemary Banks, aus Paris angereist.

 

Am Sonntag, 10. November, besuchte die Ratinger Gruppe den deutschen Soldatenfriedhof in Frasnoy und Friedhöfe mit Grabstätten französischer und neuseeländischer Soldaten. Neben Bürgermeister Harald Birkenkamp gehörten der Ratinger Abordnung folgende Personen an: David Lüngen (Fraktion der CDU), Heinz Brazda (Fraktion der Bürger-Union), Martin Kuhr (Fraktion der SPD), Jürgen Stuers (Fraktion der FDP), Elizabeth Yeboah (Fraktion des Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Karl Mühlsiepen (Fraktion der Ratinger Linke), René Schubert (Leiter der Feuerwehr), Andreas Schreiber (Feuerwehr Hösel) und André Dietze (Büro des Bürgermeisters).

 

Gemeinsam mit Delegationen aus Morlanwelz (Belgien), Dej (Rumänien) und Cambridge (Neuseeland), die ebenfalls Partnerstädte von Le Quesnoy sind, nahmen die Ratinger am Montag, 11. November, zunächst an einem Gedenkgottesdienst teil, bevor sie eine Parade zu verschiedenen Gedenkstätten begleiteten. Hierzu gehörte auch ein Stopp an der Stelle, an der im Ersten Weltkrieg die neuseeländische Einheit die historische Befestigungsanlage der Stadt mit Leitern überwunden und damit deren Befreiung eingeleitet hatte.

 

Der Bürgermeister von Le Quesnoy, Paul Raoult, Bürgermeister Harald Birkenkamp, die neuseeländische Botschafterin Rosemary Banks, sowie die Vertreter von Morlanwelz und Dej legten an der zentralen Gedenkstätte für die Opfer der Kriege neben dem Rathaus von Le Quesnoy Kränze nieder. Le Quesnoys Bürgermeister erinnerte in seiner Ansprache daran, wie sich am 11. November 1918 die Nachricht vom Waffenstillstand in Windeseile verbreitete und wie sich Franzosen und Deutsche nach 53 Monaten der Schlacht wieder ohne Angst in die Augen schauen konnten. Er rief die Anwesenden auf, für den Weltfrieden zu beten.

 

Die Ratinger Teilnehmer zeigten sich tief berührt, dass nach der Kranzniederlegung neben der Marseillaise und der Nationalhymnen Neuseelands, Belgiens und Rumäniens auch die deutsche Hymne erklang.

 

Bürgermeister Harald Birkenkamp ging in seiner Rede beim anschließenden Empfang im Rathaus von Le Quesnoy auf die Bedeutung des gemeinsamen Erinnerns ein. Er betonte: „Heute ist es selbstverständlich, dass Franzosen, Belgier, Rumänen, Neuseeländer und Deutsche an diesem Gedenktag in Le Quesnoy teilnehmen und gemeinsam die Schrecken des Krieges, die Toten, aber auch die Befreiung von Unterdrückung und das Ende der Kriege in Erinnerung rufen.“

 

Am Rande der Gedenkveranstaltung besichtigte die Ratinger Delegation auf Einladung der Feuerwehr von Le Quesnoy und der umliegenden Dörfer die neu eröffnete Notrufzentrale. Der Leiter der Ratinger Feuerwehr René Schubert überreichte als Geschenk einen Mobilen Rauchverschluss, der bei den französischen Feuerwehrleuten großen Anklang fand.

 

Im Jahr des 50-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft wurde die Verbindung zwischen Le Quesnoy und Ratingen durch diesen Besuch weiter gefestigt.

 

Büro des Bürgermeisters
Stadt Ratingen

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