30.01.2012

Jahresbilanz des Fahrradbeauftragten: "Auf dem Weg hin zu einer fahrradfreundlichen Stadt"

Der städtische Fahrradbeauftragte zieht Bilanz: „2011 war ein erfolgreiches Jahr auf dem Weg hin zu einer fahrradfreundlichen Stadt Ratingen“, so Carsten Knoch. Die Verwaltung arbeitet weiterhin an den Voraussetzungen, damit die Stadt Ratingen in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise des Landes Nordrhein-Westfalen aufgenommen werden kann. Im vergangenen Jahr ist sie dabei wieder ein gutes Stück vorangekommen.


 


So wurden im Jahr 2011 zahlreiche politische Beschlüsse vorbereitet, die zu fahrradfreundlichen Entscheidungen geführt haben: Die Bahnhofstraße in Hösel erhält im Abschnitt zwischen der Hugo-Henkel-Straße und dem Kreisverkehrsplatz im Fahrbahnbereich Schutzstreifen für Radfahrer. Eine Umsetzung soll im Rahmen der anstehenden Fahrbahndeckensanierung erfolgen. Die Überleitung für Radfahrer, die den Fuß- und Radweg benutzen, erfolgt im Bereich der signalisierten Einmündung Hugo-Henkel-Straße/Kohlstraße. Der Schutzstreifen beginnt bzw. endet ca. zehn Meter vor dem Kreisverkehrsplatz. Die Schutzstreifen haben in der Regel eine Breite von 1,50 Meter und dürfen von Kraftfahrzeugen bei Bedarf überfahren werden, wenn eine Gefährdung von Radfahrern dabei ausgeschlossen ist. Die Restfahrbahnbreite beträgt in der Regel fünf Meter. Da die Mittelmarkierung bei dieser Anordnung entfällt, entsteht für den Kraftfahrzeugverkehr zukünftig ein völlig neuer optischer Eindruck. Die Straße wird zukünftig stärker wie eine innerörtliche Straße wirken als dies heute der Fall ist.


 


Ebenfalls in Hösel ist für die Eggerscheidter Straße die Realisierung von beidseitigen Schutzstreifen mit abschnittsweise geringfügigen Umbaumaßnahmen auf der südlichen Fahrbahnseite vorgesehen, und zwar ab dem Knotenpunkt Eggerscheidter Straße/Ernst-Stinshoff-Straße bis zum Kreisverkehrsplatz.


 


Im Rahmen der Fahrbahndeckensanierungen ist im Jahr 2011 die Öffnung von Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung begonnen worden, die durch die Novelle der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung erleichtert worden ist. So wurden die Heinrichstraße und Teilstücke der Wallstraße für den Radverkehr geöffnet. Ebenfalls im Rahmen der Fahrbahndeckensanierungen konnten Schutzstreifen für Radverkehr auf der Dieselstraße, der Berliner Straße und der Gothaer Straße in Ratingen-West, der Rehhecke in Lintorf und der Sohlstättenstraße in Tiefenbroich markiert werden.


 


Eine seit über zehn Jahren bestehende Engstelle im Radverkehrsnetz kann nun endlich beseitigt werden, nachdem die politischen Beschlüsse gefasst wurden: Der Ausbau und die Signalisierung der Einmündung Düsseldorfer Straße/Sandstraße wird im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Knotens Düsseldorfer Straße/Europaring/Volkardeyer Straße vorgenommen. Damit können die Absperrungen im Bereich des Geh- und Radweges entfallen, die dort angeordnet worden waren, nachdem sich ein gefährlicher Unfallhäufungspunkt herausgebildet hatte. Auch an der Kreuzung Homberger Straße/Fester Straße/Balcke-Dürr-Allee profitiert der Fahrradverkehr vom beschlossenen Kreuzungsausbau: Es wird eine verbesserte, geradlinige Führung auf der Homberger Straße in Richtung Innenstadt eingerichtet in Ergänzung zur bereits früher beschlossenen Markierung eines Radfahrstreifens. Die Umsetzung soll voraussichtlich im Jahr 2013 erfolgen.


 


In der Hochstraße soll die Verkehrssicherheit für Radfahrer erhöht werden, die hier gegen die Einbahnrichtung unterwegs sein dürfen: Durch die Aufstellung von Pollern wird die dort im Einmündungsbereich zur Bahnstraße liegende Fahrradspur gegen verbotenerweise dort parkende Kraftfahrzeuge gesichert. Im Bereich des Knotenpunktes Bechemer-/Hans-Böckler-/Post-/Karl-Theodor-Straße ist bei der Erneuerung der dort vorhandenen Ampelanlage die Radverkehrsführung in allen Richtungen deutlich verbessert worden: Im Zuge der Post-Hans-Böckler-Straße sind Schutzstreifen für den Radverkehr und Radfahrstreifen neu markiert worden und die Fahrbeziehung im Verlauf der Bechemer Straße wurde sowohl durch Markierungen als auch durch ein Versetzen der Signalmasten verkehrssicherer gestaltet.


 


Der Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss des Rates der Stadt Ratingen hat in seiner Juli-Sitzung die Weichen für den Weg Ratingens zu einer fahrradfreundlichen Stadt gestellt und seine Zielvorstellungen deutlich formuliert. Diese sind Teil des Masterplans Radverkehr und sollen Ratingen einen wichtigen Schritt in Richtung fahrradfreundliche Stadt voranbringen. Weiterhin hat der Ausschuss die Verwaltung beauftragt, die Regelungen zur Radwegebenutzungspflicht im gesamten Stadtgebiet zu überprüfen und bei Bedarf auf den neuesten Stand anzupassen. Hintergrund sind neue straßenverkehrsrechtliche Vorschriften, die zahlreiche Verbesserungen für die Verkehrssicherheit von Radfahrern beinhalten.


 


Auch im Jahr 2012 wird die Radverkehrsförderung eine wichtige Rolle in der Verwaltungsarbeit spielen. Schwerpunkt wird neben der weiteren Verbesserung der Infrastruktur eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit sein.


 


Amt für Stadtplanung, Vermessung und Bauordnung


Stadt Ratingen


 

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Radweg Poststraße1634 KBBilddatei
Radweg Sohlstättenstraße1387 KBBilddatei
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