27.06.2022

Leerung der blauen Tonne für Altpapier jetzt alle 14 Tage

Vor einer blauen Tonne liegen Kartons und Papier.
Die Stadt stellt die Altpapierentsorgung zum 1. Juli auf einen 14-täglichen Leerungsrhythmus um. Das hatte der Rat der Stadt Ratingen im vergangenen Jahr beschlossen.
 
Zwei Ziele stehen im Vordergrund: erstens eine Service-Verbesserung für die Bürgerinnen und Bürger, zweitens die Pflege des Stadtbildes. Dafür werden die blauen Tonnen demnächst doppelt so häufig abgefahren wie zurzeit. Im Gegenzug wird der Großteil der Altpapier-Depotcontainer abgebaut. Nur an 15 von zurzeit 72 Standplätzen im gesamten Stadtgebiet bleiben die Altpapier-Container stehen, an den übrigen werden ab 2023 nur noch Altglas und Altkleider gesammelt. „Wir werden im ersten Jahr die Entwicklung genau beobachten und dann den Bedarf anpassen“, sagt Umweltdezernent Prof. Dr. Bert Wagener.
 
Die neuen Abfuhrtermine haben alle Bürgerinnen und Bürgern zu Beginn des Jahres mit dem Abfallwegweiser 2022 erhalten. Zusätzlich stehen alle Termine auf der Homepage der Stadt Ratingen zur Verfügung. Wer in den letzten Monaten eine blaue Tonne bestellt hat, kann sich durch die Eingabe der Adresse seinen Abfallkalender erstellen, in den eigenen elektronischen Terminplaner übertragen oder als Halbjahreskalender ausdrucken. In den beliebten Abfall-Apps wie MyMüll und Ratingen-APPsolut sind die 14-täglichen Leerungstermine bereits eingepflegt.
 
Die Nutzung der Papiertonne für die Entsorgung von Altpapier ist zukünftig für Wohngrundstücke verpflichtend. Haushalte, die bislang noch nicht über eine blaue Altpapiertonne verfügen, können diese jederzeit über das entsprechende Formular auf der städtischen Webseite sowie formlos per Post oder E-Mail bestellen.
 
Der Handlungsbedarf ist für jede Bürgerin und jeden Bürger offensichtlich: Die Altpapier-Depot-Container sind häufig voll, viele stellen dann Stapel von Altpapier einfach daneben, um nicht unverrichteter Dinge wieder wegfahren zu müssen. Je mehr dazu kommt, desto mehr verstärkt sich der optische Eindruck eines Müllabladeplatzes, was nicht selten dazu führt, dass auch anderer Abfall dort abgelegt wird.
 
Die Gründe für diese Entwicklung, die sich in den letzten Jahren deutlich beschleunigt hat, wurden durch das städtische Amt für Kommunale Dienste präzise herausgearbeitet. Einer der wichtigsten ist die extreme Zunahme des Verpackungsabfalls, die bundesweit zu beobachten ist. Rund zwei Drittel des gesamten Altpapiervolumens sind mittlerweile Kartonagen. Diese sind aber wesentlich voluminöser als zum Beispiel Zeitungen und Zeitschriften, zudem werden die Kartons häufig nicht ausreichend zerkleinert, bevor sie weggeworfen werden. Die logische Folge: Die Depotcontainer sind schnell so verstopft, dass nichts mehr hineinpasst, dabei ist in Wahrheit noch sehr viel Luft im Container.
 
Der Fachbegriff dafür heißt Schüttdichte. Während früher bei der Altpapiersammlung Schüttdichten zwischen 100 bis 120 Kilogramm pro Kubikmeter üblich waren, liegen diese je nach Sammelsystem mittlerweile nur noch zwischen 50 und 100 kg/m³. Und das ist ein allgemeiner Durchschnittswert. In Ratinger Depotcontainern liegt die Schüttdichte bei gerade einmal 21 kg/m³, während sie in den blauen Tonnen, die in vielen Haushalten stehen, immerhin bei 64 kg/m³ und damit im Durchschnittsbereich liegt.
 
Kommunale Dienste
Stadt Ratingen
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Pressereferentin

Ulrike Trimborn 

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