26.06.2020

Jugendrat für Inlinelaufen in der Eissporthalle

Nachbericht zur Sitzung des Jugendrates vom 17. Juni

Zwangspause durch Corona? Nicht beim Jugendrat. Die Interessensvertretung der Ratinger Jugend war unter Beachtung der Vorschriften und Auflagen weiterhin kreativ und hat drei Anträge erarbeitet, die in der jüngsten Sitzung des Jugendrates einstimmig beschlossen wurden: die Installation von Pfandringen an Mülleimern, der Ausbau der Skate-Rampe am Füstingweg und die Wiederbelebung eines Inliner-Angebotes in der Eissporthalle. Wie schon oft haben die Jugendvertreter dabei nicht nur ihre eigene Klientel im Blick, sondern streben auch einen Nutzen für die ganze Stadtgemeinschaft an.
 
Das zeigt sich deutlich bei der Empfehlung an die Verwaltung, an zentral gelegenen Mülleimern im Stadtgebiet sogenannte Pfandringe zu installieren. Solche simplen Metallkonstruktionen gibt es bereits in knapp 70 deutschen Städten. Sie werden fest an Mülleimern angebracht und dienen zur Ablage von Pfandflaschen und Dosen. So erleichtern sie es Bedürftigen, Leergut zu sammeln, ohne dafür in den Mülleimern wühlen zu müssen. „Dadurch sinkt das Verletzungsrisiko und niemand wird mehr durch einen Griff in einen Mülleimer entwürdigt“, heißt es in der Begründung. Neben dem sozialen Aspekt führt der Jugendrat auch einen Umweltaspekt an: Dank der Pfandringe werden mehr Flaschen und Dosen in Geschäfte zurückgebracht und recycelt statt mit dem Restmüll verbrannt. Zudem würden die Leute motiviert, ihr Leergut nicht einfach liegen zu lassen, sondern ordentlicher zu entsorgen. Weiterer Effekt: Weniger Scherben und weniger Müll, was insgesamt zu einem saubereren Stadtbild führt.
 
Die Pfandringe sollten in einer auffälligen Farbe gestaltet sein – etwa in dem Rot aus dem Stadtwappen. Als Standorte schlägt der Jugendrat zentrale und stark frequentierte Plätze vor, ferner größere Bushaltestellen, an allen weiterführenden Schulen, Jugendtreffs und -zentren, an Jugendspielplätzen und in Parks und Naherholungsgebieten.
 
Eine Aufwertung und Verbesserung des Freizeitangebotes für Jugendliche in Homberg stellt der Antrag auf Ausbau der Skater-Rampe am Füstingweg dar. Die Rampe ist beliebter Treffpunkt für Skater des Stadtteils, doch sind die momentanen Möglichkeiten überschaubar. Wer über die vorhandene kleine Rampe hinaus skaten möchte, muss zu den größeren Anlagen in Hösel oder West ausweichen. Für ein kurzes „Zwischendurch-Skaten“ sei das wegen der langen Wegstrecken weniger praktikabel, hat der Jugendrat in Gesprächen mit Jugendlichen erfahren. Deshalb würde ein Ausbau am Füstingweg etwa mit einer „Halfpipe“ oder „Funbox“ sowie der Erneuerung des Jugendunterstandes den Standort in Homberg deutlich aufwerten.
 
Auf Interesse und Zuspruch auch außerhalb der Jugend hofft der Jugendrat mit seinem dritten Antrag: die Wiederaufnahme des Sportbetriebes in der Eissporthalle in den Sommermonaten. Dabei erinnert das Gremium an den regen Spiel- und Trainingsbetrieb im Bereich Inlinehockey vor einigen Jahren. 2008 wurde hier sogar die Inlinehockey-WM ausgetragen. Mit geringem Aufwand könne ein zusätzliches und einzigartiges Sport- und Freizeitangebot wiederaufleben, das gerade in Corona-Zeiten auf dankbare Interessenten und Nutzer stoßen sollte. Jedes Angebot und jede Abwechslung seien da doppelt willkommen, so der Jugendrat. Zur Umsetzung bedürfe es eines speziellen, schnell zu verlegenden und wieder demontierbaren Bodenbelags. Damit ergäben sich für die Eissporthalle vielfältige Perspektiven: Spiel- und Trainingsbetrieb für Inline- und Skaterhockey, öffentliche Laufzeiten und Inline-Discos, Schulsport sowie Sommertraining der Ice Aliens. Kurzum: ein Gewinn auf vielen Ebenen und ein weiterer attraktiver Baustein in der Ratinger Sport- und Freizeitlandschaft. 
 
Text: Josephine Hänsel (kommissarische Pressesprecherin Jugendrat)
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Ulrike Trimborn 

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