Bürgermeister Klaus Pesch zu den von Bund und Ländern beschlossenen Corona-Einschränkungen im November: Wir müssen diszipliniert und solidarisch bleiben!

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder haben am 28. Oktober umfassende Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie für den gesamten Monat November beschlossen. Zahlreiche Einrichtungen müssen in ganz Deutschland schließen, Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, dürfen nicht stattfinden, alle Menschen sollen Kontakte auf ein Mindestmaß reduzieren. Ziel ist eine Bremsung des aktuell extrem stark steigenden Infektionsgeschehens. Ratingens Bürgermeister Klaus Pesch gibt zu den einschneidenden Beschlüssen folgendes Statement ab:

„Ich hätte mir sehr gewünscht, dass wir die Corona-Pandemie ohne derart weit gehende Beschränkungen im Griff behalten hätten. Die Entwicklung der letzten Wochen hat aber sehr deutlich gezeigt, dass es mit den bisherigen Maßnahmen nicht geklappt hätte. Es ist dringend erforderlich, die Infektionsketten zu brechen, um auch auf Dauer diejenigen zu schützen, die besonders gefährdet sind durch diese tückische Krankheit: Seniorinnen und Senioren, aber auch jüngere Menschen, die an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen der Atemwege, Nieren oder Leber, an Diabetes, Krebs oder einer Immunschwäche leiden.

Natürlich kann man nun diskutieren, ob jede einzelne Maßnahme unter den ab Montag geltenden Einschränkungen unbedingt erforderlich ist. So kann ich die Einwände  zum Beispiel von Gastronomen gut verstehen, dass sie nach sehr guten Hygienekonzepten arbeiten, die sie peinlich genau einhalten. 

Ich hoffe sehr, dass die gleichzeitig beschlossenen, sehr weit reichenden Unterstützungszahlungen den größten wirtschaftlichen Schaden begrenzen werden. 

Unter dem Strich bleibt aber, dass unbedingt etwas geschehen muss, um die immer weiter um sich greifende Pandemie einzudämmen. Dass dabei die Abwägung zugunsten der Schulen und Kitas und damit der Kinder und Eltern fiel, sehe ich als sehr nachvollziehbare Erleichterung der neuesten, tiefen Einschnitte in den gewohnten Alltag an.

Ich appelliere an alle Ratinger, sich - so wie bisher - diszipliniert an die Corona-Schutzregeln zu halten. Die allermeisten haben das bisher sehr gut und mit großer Einsicht und Solidarität hinbekommen. Dafür danke ich allen Bürgerinnen und Bürgern sehr herzlich. 

Wir alle müssen jetzt ganz besonders konsequent und diszipliniert handeln und bitte weiter solidarisch bleiben. Das galt schon im Frühjahr, das galt im Sommer, und das gilt jetzt im Herbst und im kommenden Winter erst recht. Und wenn die Prognosen der Wissenschaft eintreffen und die Maßnahmen greifen, ist das Ende der Beschränkungen hoffentlich recht bald in Sicht. Die aktuellen Coronaschutzregelungen sollen bis Ende November gelten, ein sichtbarer Hoffnungsschimmer am Horizont.“

Hier finden Sie den gesamten Beschluss der Bund-/Länder-Konferenz.

Die Umsetzung der Beschlüsse wird durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen in einer Neufassung der Coronaschutzverordnung geregelt. Sobald diese Verordnung vorliegt, wird sie auf der städtischen Internetseite verlinkt.