02.12.2019

Offener Ganztag: Hohes Niveau soll weiter gesteigert werden

Der Rat der Stadt stellte die Weichen für den weiteren Ausbau der Offenen Ganztagsschule in Ratingen. Damit arbeitet die Stadt vorsorgend auf den für 2025 erwarteten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung hin. „Es gibt noch viel zu tun für uns, aber zum Glück deutlich weniger, als es hätte sein können“, sagt Bürgermeister Klaus Pesch. „Uns kommt zugute, dass wir beim Ogata-Ausbau schon seit Jahren aufs Tempo drücken und entsprechend weit gekommen sind.“
 
Es ist noch kein Gesetz, aber der Entwurf wird in Kürze erwartet: Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von Kindern im Grundschulalter steht im Koalitionsvertrag der Bundesregierung und soll 2025 kommen. Darauf bereitet sich Ratingen vor, indem ein Ausbauprogramm für die Ogata erstellt und laufend abgearbeitet wird.
 
Für das städtische Baudezernat ist dieses Paket eine weitere große Herausforderung, denn gleichzeitig müssen wegen des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz für unter-dreijährige Kinder praktisch in allen Ratinger Stadtteilen Kindergärten gebaut werden. Immerhin: Vieles, was anderen Städten bei der Ogata noch bevorsteht, ist in Ratingen schon erledigt.
 
Das liegt daran, dass in unserer Stadt von Anfang an massiv in den Ausbau des offenen Ganztags investiert worden ist. Es galt stets die Devise: Der Bedarf muss gedeckt werden – auch ohne Rechtsanspruch. Seit der Ogata-Einführung vor 15 Jahren ist dies ein fortlaufender Kraftakt, der aber dazu führte, dass in Ratingen jetzt schon 59 Prozent aller Grundschüler im Offenen Ganztag betreut werden. Diese bereits extrem hohe Quote wird noch durch die kürzere Über-Mittag-Betreuung ergänzt, was in der Summe dazu führt, dass insgesamt mehr als drei Viertel aller Grundschüler auch nach dem Unterricht versorgt sind.
 
Dennoch gibt es auch weiterhin viel zu tun: Gemäß Ratsbeschluss werden in den Jahren 2020/2021 folgende Ausbaumaßnahmen geplant: Erich-Kästner-Schule, Karl-Arnold-Schule, Heinrich-Schmitz-Schule, Johann-Peter-Melchior-Schule. Außerdem wird die Verwaltung die weitere strategische Ausbauplanung bis 2025 in einer Vorlage zusammenfassen.
 
Stadt Ratingen
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Pressereferentin

Ulrike Trimborn 

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