14.01.2015

Neue Kindertagesstätte für Felderhof

602098 Euro und zwölf Cent – diese Summe könnte die Stadt aus Bundesmitteln erhalten, um neue Plätze für die Betreuungvon Unterdreijährigen (U3) in Kindertagesstätten zu schaffen. Damit sie diesen üppigen Zuschuss zu bekommen, muss die Stadtverwaltung sich aber sputen und bis Mitte März einen vollständigen Antrag mit allen erforderlichen Unterlagen, Berechnungen, Plänen und Kostenaufstellungen vorlegen. Dafür muss  der Haupt- und Finanzausschuss am heutigen Mittwoch (14.1.2015) wegen besonderer Dringlichkeit  die mit einem Sperrvermerk versehenen Planungskosten für den geplanten Kita-Neubau Felderhof  freigeben.  Bislang lagen die Gelder auf Eis, weil die finanzielle Beteiligung  von Bund und Land nicht kalkulierbar war. Bürgermeister Klaus Pesch sieht den  Neubau als  wichtigen Baustein im Versorgungskonzept: „Wir können mit  der neuen Kita die jetzt schon sehr guten Quoten bei der Kinderbetreuung in Ratingen noch weiter verbessern.“

 

Aufs ganze Stadtgebiet bezogen erreicht Ratingen im laufenden Kindergartenjahr eine stattliche Quote von rund 60 Prozent im U3-Bereich. Damit wird die vom Stadtrat beschlossene Mindestversorgung von 40 Prozent sehr deutlich übertroffen. Mit einer Ausnahme: In Ratingen West wird mit einem Versorgungsgrad von 29 Prozent zurzeit diese Mindestquote nicht erreicht. Der Grund liegt darin, dass es vor allem aus baulichen Gründen keine weiteren Möglichkeiten für Umwandlungen von Ü3- in U3-Plätze in den Kitas gab und mangels geeigneter Wohnungen auch die Großtagespflege nicht ausgebaut werden konnte.

 

Die neue Einrichtung soll so konzipiert sein, dass alle vier Gruppen U3-fähig sind und somit der Versorgungsgrad  deutlich verbessert  werden kann:  Mit den geplanten 26 zusätzlichen U3-Plätzen klettert die Quote auf 38 Prozent und erreicht damit fast den Mindeststandard. 

 

Für die  Überdreijährigen (Ü3) sind 39 neue Plätze vorgesehen, was die Quote ich diesem Bereich (aktuell  83 Prozent) weiter anheben wird. Die Notwendigkeit dieser Kindertagesstätte ist somit nicht nur unter dem Aspekt der voraussichtlichen Realisierung des Neubauprojektes Felderhof II gegeben.

 

Damit die neue Kita möglichst in jedem Jahr 26 U3-Kinder aufnehmen kann, plant das Jugendamt eine enge Zusammenarbeit mit der zweigruppigen Einrichtung Volkardeyer Straße.  Diese Kita  bietet  selbst keine U3-Betreuung an, könnte Kinder mit Vollendung des dritten Lebensjahres  aus der neuen Felderhof-Einrichtung übernehmen. Mit solchen Partnerschaften hat das Amt in Ratingen-Ost bereits gute Erfahrungen gemacht: Dort kooperieren die Kitas Oststraße und Klompenkamp eng und erfolgreich miteinander.

 

Büro des Bürgermeisters

Stadt Ratingen

 

Pressereferentin

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