K.O.-Tropfen

Gerade in der Karnevalszeit werden insbesondere junge Frauen immer wieder Opfer durch den Einsatz sogenannter K.O.-Tropfen. Vergewaltigungen und Raubdelikte können die Folge sein, denn K.O.-Tropfen versetzten den Menschen in einen willen- und hilflosen Zustand.

Die Substanzen sind geruchs-, geschmacks- und farbneutral und werden deshalb vom Opfer bei der Verabreichung im Getränk nicht wahrgenommen. Die Wirkung setzt bereits nach 15 Minuten ein. Als Nebenwirkungen können Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Atemnot, Kopfschmerzen, Krampfanfälle, Muskelkrämpfe und Verwirrtheit beobachtet werden.

Die Nachweisbarkeit im Blut beträgt meist nur 6 bis 12 Stunden nach Konsum. Deshalb sollte bei jedem Verdacht so zeitnah wie möglich immer eine Blut- und Urinprobe genommen werden, auch wenn mehr Zeit vergangen ist. Zusätzlich sollte die Polizei eingeschaltet werden.

Tipps

  • Damit Frauen und Mädchen nicht Opfer von „K.O.-Tropfen" werden, können folgende Tipps hilfreich sein:
  • Lass dein Glas nie unbeobachtet.
  • Lass dein Glas stehen, wenn du nicht sicher bist.
  • Nimm kein offenes Getränk von Leuten an, denen du nicht vertraust.
  • Sprich mit Freunden oder Personal, wenn du dich unwohl fühlst oder dir schlecht wird.
  • Kümmere dich um Freundinnen und Freunde, die (scheinbar) zu viel getrunken haben oder sich seltsam verhalten.
  • Zögere nicht, die Disco oder Party zu verlassen, wenn du dich dort nicht sicher fühlst
  • Rufe im Zweifel die Polizei.
  • Wende dich sofort an ein Krankenhaus oder an die Polizei, wenn du befürchtest, dass dir K.O.-Tropfen verabreicht wurden.

Nähere Informationen

Medizinische Notfallhilfe, Universitätsklinikum Düsseldorf, Gewaltopferambulanz, 24h-Dienst, Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf, Tel.: 0211/81-06000

www.uniklinik-duesseldorf.de

weitere Beratungs- und Unterstützungsangebote vermittelt die Gleichstellungsstelle der Stadt Ratingen