Gewalt gegen Frauen und Kinder

Gewalt gegen Frauen und Kinder ist trauriger Alltag.

Gewalt im häuslichen Bereich durch den Partner, aber auch durch andere männliche Verwandte, gehört leider für viele Frauen und Kinder immer noch zum Alltag. Schätzungen zufolge kommt es in jeder vierten Partnerschaft zu Gewalt (vgl. Mehr Mut zum Reden Schriftenreihe des BMFSFJ 2005). Frauen sind demnach von häuslicher Gewalt mehr bedroht als durch andere Gewaltdelikte wie Körperverletzung mit Waffen, Wohnungseinbruch oder Raub. Gewalt gegen Frauen findet unabhängig von sozialer Schicht, Religion oder Rasse weltweit statt!

Runder Tisch gegen häusliche Gewalt in Ratingen

Um Gewalt im sozialen Nahbereich wirksam entgegen zu treten, ist ein aufeinander abgestimmtes Hilfesystem von zentraler Bedeutung. Deshalb haben sich im Januar 2005 unter der Leitung der Gleichstellungsbeauftragten Verbände, Jugendamt, Ärzte, Polizei, Opferschutzbeauftragte, Rechtsanwälte und Richter zu einem lokalen Netzwerk „Runder Tisch gegen häusliche Gewalt“ zusammengeschlossen, mit dem Ziel, den Betroffenen frühzeitig helfen zu können und durch Präventionsangebote Gewalt entgegenzusteuern.

Formen häuslicher Gewalt

Häusliche Gewalt umfasst sowohl die körperlichen als auch die seelischen Demütigungen. Die Grenze, wo welche Art der Gewalt anfängt, ist fließend. Psychische Gewalt wird häufig von den Frauen nicht von Anfang an als solche wahrgenommen.
Gewalt äußert sich unter anderem in:
> Beleidigungen
> Drohungen
> Einschüchterungen
> Einsperren
> Schläge
> Vergewaltigung

und führt in Einzelfällen bis zum Mord.

Häusliche Gewalt macht körperlich und seelisch krank.
Alle Formen von Gewalt haben erhebliche gesundheitliche Folgen für die Betroffenen:

> Körperliche Folgen sind z.B. Blutergüsse, Verbrennungen, Knochenbrüche, Kopf -und Gesichtsverletzungen.

> Seelische Folgen sind z.B. Schlafstörungen, Angst- und Panikattacken, Magenschmerzen, Selbstmordgedanken und –versuche. Als Folge treten gehäuft Suchterkrankungen auf, wie Essstörungen, Medikamentenmissbrauch oder Alkoholsucht.

Schutz vor häuslicher Gewalt

Die Betroffenen sind nicht schuld, dass Ihnen Gewalt angetan wird. Viele Frauen halten aus Schuld- und Schamgefühl lange in der Beziehung aus. Sie sehen sich in der Pflicht, die Familie nicht zu zerstören und den Kindern den Vater zu erhalten. Die oftmals vorhandene finanzielle Abhängigkeit erschwert die Trennung ebenfalls.
Gewaltbetroffene Frauen wenden sich in erster Linie an ihr unmittelbares Umfeld (Freundin, Arbeitskollegin, Eltern). Daher muss sich die Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit noch stärker als bisher an dieses Umfeld richten.

Hier finden Sie in Ratingen professionelle Hilfe und Unterstützung:

> Polizei
> Frauenhaus
> SKF Ratingen
> Diakonie Ratingen
> Jugendamt
> Kinderschutzbund
> Beratungsstellen

Bei der Gleichstellungsstelle der Stadt Ratingen erhalten Sie weitere Informationen sowie Adressen und Telefonnummern der Hilfsangebote in Ratingen.


Den Hilfeflyer können Sie untestehend Downloeden.