Heiraten - Standesamt im Minoritenkloster

Das ehemalige Minoritenkloster ist der Sitz des Standesamtes Ratingen und befindet sich im Zentrum von Ratingen, an der Ecke Marktplatz/Minoritenstraße.

Das Trauzimmer ist im einstigen Chorraum des Klosters eingerichtet und bietet Platz für Hochzeitsgesellschaften bis etwa 40-50 Personen (34 Sitzplätze).

Termine für Trauungen hier im Standesamt im Minoritenkloster werden in der Regel Montags bis Freitags vormittags in der Zeit von 09.00 - 11.30 Uhr angeboten.

Die Termine für Trauungen an Samstagen sind in 2020:

25. Januar 2020 (25.07.2019)

15. Februar 2020 (15.08.2019)

07. November 2020 (07.05.2020)

12. Dezember 2020 (12.06.2020)

An diesen Tagen finden die Trauungen zwischen 10.00 und 13.00 Uhr statt.

Die Anmeldung bzw. Terminreservierung ist frühestens genau sechs Monate vor dem gewünschten Trautermin möglich. Die entsprechenden "Stichtage" für die Anmeldung bzw. Terminreservierung sind hier in Klammern genannt.

Reservierungen vorab (vor dem genannten "Stichtag") sind nicht möglich.

Die meisten Paare möchten an einem Freitag heiraten, so dass diese Termine oftmals bereits am Stichtag oder kurz nach dem Stichtag für die Reservierung ausgebucht sind. Dies gilt insbesondere auch für Brückentage und "besondere Daten", wie z.B. 05.05. oder 09.09. Falls Sie an einem solchen Tag heiraten möchten, empfiehlt es sich daher dringend, bereits frühzeitig am Stichtag (sechs Monate vorher) für die Terminreservierung hier vorzusprechen.

Falls Sie gerne in Ratingen heiraten möchten, aber nicht in Ratingen wohnen, ist die Anmeldung der Eheschließung beim Standesamt Ihres Wohnortes vorzunehmen. In diesem Fall ist folgende Vorgehensweise sinnvoll: Sprechen Sie bitte an dem entsprechenden Stichtag zuerst frühzeitig hier im Standesamt Ratingen vor, um den Termin für die Trauungzu reservieren. Die Anmeldung bei Ihrem Wohnsitzstandesamt kann dann anschließend erfolgen.

Wenn Sie in Ratingen wohnen, erkundigen Sie sich bitte rechtzeitig, welche Unterlagen Sie für die Anmeldung der Eheschließung vorlegen müssen. Dies gilt ganz besonders für den Fall, dass evtl. Unterlagen im Ausland zu besorgen sind. Nähere Informationen zur Anmeldung der Eheschließung und den erforderlichen Unterlagen finden Sie in unserer Rubrik "Eheschließungen" (s.u.).

Viele Informationen zum Ablauf der Trauung finden Sie ebenfalls in unserer Rubrik "Eheschließungen" (s.u.).

Für Glückwünsche und einen kleinen Sektempfang im Anschluss an die Trauung steht Ihnen bei schönem Wetter der Innenhof des Klosters, ausgestattet mit Bänken, Stehtischen und Sonnenschirmen zur Verfügung. Sollte dies wetterbedingt nicht möglich sein, können Sie bei uns im Hause den kleinen Empfangsbereich nutzen. Bitte beachten Sie jedoch, dass Reservierungen des Innenhofes bzw. des Empfangsbereichs nicht möglich sind, diese stehen allen Brautpaaren mit Ihren Gästen zur Verfügung.

Auf dem angrenzenden Grundstück, Minoritenstr. 2-6, befindet sich derzeit eine große Baustelle. Aufgrund der Bauarbeiten ist die Zufahrt zum Standesamt in die Minoritenstraße nur bedingt möglich und Parkmöglichkeiten sind in diesem Teil der Minoritenstraße nicht vorhanden. Bitte nutzen Sie die umliegenden Parkhäuser bzw. Parkplätze in der Wallpassage, am Museum und am Stadion.

Geschichte

Die Minoriten haben mehrere Jahrhunderte in Ratingen gewirkt. Bereits 1362 besaß der von Franz von Assisi gegründete Orden ein Haus in der Oberstraße. Neben einigen "Minderbrüdern", wie die Franziskaner auch genannt wurden, wohnte dort eine kleine Gruppe von Beginen.
Dies waren fromme Frauen, die zusammen lebten und arbeiteten. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts scheinen die Minoriten Ratingen verlassen zu haben.
1651 jedoch erhielt die kölnische Minoritenprovinz die landesherrliche Genehmigung zu einer neuen Niederlassung in der Stadt und erwarb das Grundstück an der Lintorfer Straße (1-5).
1655 legten die Minoriten den Grundstein zu ihrem Kloster, das sie 1656 bezogen. Ein paar Jahre später wurde eine Kirche angebaut, von deren Weihe aber erst 1725 berichtet wird. Die Klosterkirche befand sich in dem zur heutigen Minoritenstraße zugewandten Flügel. An dieser Seite führt auch ein Durchlaß in den ehemaligen Klosterhof.
Von 1678 bis 1691 wurde das Gebäude um zwei Flügel erweitert, so dass es mit der Kirche jetzt das noch heute vorhandene Quadrat bildete.
1803 wurde das Kloster säkularisiert, beherbergte aber noch viele Jahre als Zentralkloster die Mönche, die nicht ins weltliche Leben zurückkehren wollten.
Der letzte Minorit, Pater Paschasius Heim, starb hier 1843. Er hatte bis zu seinem Tod in seiner Zelle die heilige Messe gelesen.
Ab 1834 nahm das Klostergebäude die katholische Schule auf und diente von 1884 bis 1973 als Rathaus der Stadt Ratingen. Heute ist es das Domizil der Volkshochschule, und seit März 2009 ist im Erdgeschoss das Standesamt ansässig.

Rechtsgrundlagen

Es werden personenbezogene Daten erhoben. Informationen nach Art. 13 EU-DSGVO zur Erhebung der personenbezogenen Daten finden Sie unter dem unter Download verlinkten Dokument.