Vornamen

Die Wahl von Vornamen für ein Kind ist für Elternpaare eine schöne und auch verantwortungsvolle Aufgabe, die oft mit vielen Überlegungen verbunden ist. Die Auswahl ist groß und damit die Entscheidung nicht leicht.
Zweifellos spiegeln die Vornamen der Kinder immer den persönlichen Geschmack der Eltern wieder,
und über Geschmack lässt sich nun einmal nicht streiten.
Bei der Vielzahl von verschiedenen Vornamen, die in der heutigen Zeit bekannt und geläufig sind,
ist es daher auch nicht mehr so, dass viele Kinder die gleichen Vornamen erhalten,
wie es noch in früheren Jahrzehnten üblich war.
Angaben über die in Ratingen beliebtesten und am häufigsten vergebenen Vornamen finden Sie
in unserer Rubrik Vornamenstatistik.

Zum "rechtlichen Rahmen" hinsichtlich der Erteilung von Vornamen hier einige Hinweise:

Die Erteilung von Namen ist das Recht (und die Pflicht) der sorgeberechtigten Eltern des Kindes.
Die Eltern sind in der Wahl der Vornamen grundsätzlich frei, jedoch durch das nicht zu verletzende Kindeswohl beschränkt.
Bestehen im Hinblick auf das Kindeswohl für die Standesbeamtin bzw. den Standesbeamten Zweifel,
einen von den Eltern gewünschten Namen zu beurkunden, so ist evtl. eine gerichtliche Klärung erforderlich.

Grundsätzlich gelten folgende "Richtlinien":

  • Die übliche Maximalzahl von 5 Vornamen soll nicht überschritten werden.
  • Mehrere Vornamen werden nicht durch Komma getrennt.
  • Rufnamen werden nicht unterstrichen, alle nebeneinander geführten Vornamen sind gleichwertig, im allgemeinen Gebrauch wird der erste Vorname als Rufname verwendet
  • Zwei Vornamen können durch Bindestrich zu einem Vornamen verbunden werden.

Beispiele:

Für Finn Malte Henrik kann Finn oder Malte oder Henrik der Rufname sein.

Anne-Marie (mit Bindestrich) gilt als ein Vorname und wird gesprochen wie "Annemarie".
Dies gilt ebenso für Vornamen, die nicht als "zusammenhängender Name" geläufig sind,
also Kevin-Wolfgang gilt ebenfalls als ein Vorname und wird "in einem" verwendet.

Für Lisa-Marie Sophie gilt Lisa-Marie als ein Vorname,
Rufname kann also Lisa-Marie oder Sophie sein.

Das Recht der Namensführung richtet sich nach der Staatsangehörigkeit des Kindes, d.h. bei in Deutschland geborenen Kindern mit ausländischer Staatsangehörigkeit sind evtl. namensrechtliche Vorschriften des Heimatlandes zu beachten. Die Eltern (ausländische Staatsangehörige) sollten sich daher bei Fragen zur Namensführung ggf. vorab bei ihrem zuständigen Konsulat informieren.

Nach der Beurkundung der Geburt ist eine Änderung oder Ergänzung der Vornamen durch Erklärung (Antrag) der Eltern beim Standesamt nicht mehr möglich!

Weitere Auskünfte erhalten Sie beim Standesamt Ratingen, gerne auch telefonisch.

Rechtsgrundlagen

Es werden personenbezogene Daten erhoben. Informationen nach Art. 13 EU-DSGVO zur Erhebung der personenbezogenen Daten finden Sie unter dem unter Download verlinkten Dokument.

Weitere Informationen finden Sie auf folgenden Seiten: