Wichtige Ratsbeschlüsse vom 20. und 27. September 2022 im Überblick

Der Rat der Stadt hat sich in seinen Sitzungen am 20. und 27. September mit einer Reihe von Punkten befasst, die sich auf das gesellschaftliche Leben in Ratingen spürbar auswirken werden – von wichtigen Maßnahmen in Bezug auf Kitas bis hin zur Mittelbereitstellung für eine größere Umbaumaßnahme an der Matthias-Claudius-Schule. Die folgende Zusammenfassung liefert eine Auswahl der wichtigsten Entscheidungen in den beiden Sitzungen mit kurzen Erläuterungen. Ausführlichere Informationen zu den angesprochenen Themen gibt es ggfs. über Links bei den einzelnen Punkten sowie im Ratsinformationssystem auf www.ratingen.de, das Beschlussvorlagen, Sitzungstermine und Ergebnisprotokolle im Original ent-hält.

Vier neue Stellen für den Kinderschutz

Die Stadt Ratingen schafft vier neue Fachstellen zur Umsetzung des neuen Kinderschutzgesetzes NRW. Ziel des Gesetzes ist es, Kinder und Jugendliche noch besser als bisher vor Gewalt, Missbrauch und Vernachlässigung zu schützen. Dies soll insbesondere dadurch erreicht werden, dass umfassende Netzwerke zur besseren Früherkennung von möglichen Kindeswohlgefährdungen geschaffen werden. Auch die strukturierte Qualitätssicherung und -entwicklung in den mit Kinderschutz befassten Bereichen soll weiter geschärft werden.

Perspektive für Kita-Küchenhelferinnen

Die Stadt Ratingen setzt die Zusammenarbeit mit dem Verein Aha! – Aktion Hauswirtschaft e.V. bis Juli 2024 fort. Der Verein betreibt eine Beschäftigungsförderung für langzeitarbeitslose Menschen, überwiegend Frauen, die bei der Zubereitung und Bereitstellung des Mittagessens in städtischen Kitas eingesetzt werden. Ziel ist es, die Beschäftigten (wieder) für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Dass dieses Ziel erreicht werden kann, zeigt sich darin, dass der Rat gleichzeitig mit der Verlängerung der Zusammenarbeit auch die Übernahme von fünf Beschäftigten in Festanstellungen beschließen konnte. Sie hatten sich in ihren Kitas bewährt.

Zuschuss für Kita-Umbau

Die Stadt Ratingen gewährt dem privaten Träger der Kita Papillon an der Lintorfer Straße einen Zuschuss zum erforderlichen Umbau der Einrichtung. Gleichzeitig garantiert sie dem Eigentümer, dass an dem Standort mindestens 20 weitere Jahre lang eine Kita betrieben werden kann.

„Windrose“ wird Träger der neuen Kita Tiefenbroich

Visualisierung des neuen Komplexes
So wird der Gebäudekomplex aussehen, wenn er fertig ist. (Visualisierung: WoGeRa)

Die künftige viergruppige Kita am Alten Kirchweg in Tiefenbroich wird vom evangelischen Träger „Windrose“ betrieben. Das beschloss der Rat fast zeitgleich mit dem Baubeginn durch die Wohnungsgenossenschaft Ratingen. Die „Windrose“ ist der Kita-Verbund des Evangelischen Kirchenkreises Düsseldorf-Mettmann, der in Ratingen seit dem Kindergartenjahr 2022/2023 bereits vier Einrichtungen betreibt.

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Jugendarbeit in Breitscheid wird fortgesetzt

Die Jugendarbeit in Breitscheid, die die Stadt in Kooperation mit dem TuS Breitscheid und der evangelischen Gemeinde Linnep durchführt, wird fortgesetzt. Sowohl beim TuS als auch in der Gemeinde wurden regelmäßige Treffs etabliert, die von den Jugendlichen des Stadtteils gut angenommen werden. Der Rat stellte nun die notwendigen Mittel für das nächste Jahr zur Verfügung.

CO2-Melder für alle Kitas und Schulen

Die Stadt Ratingen wird in allen Schulen und Kitas in ihrer Trägerschaft CO2-Melder installieren. Der Rat stellte dafür jetzt 175.000 Euro zur Verfügung. Die Beschaffung wird jedoch zu 100 Prozent durch das Land NRW gefördert. Die Maßnahme ist Teil des Handlungskonzepts Corona des NRW-Schul- und des Kommunalministeriums. Der Expertinnen- und Expertenrat hat diese Geräte als hilfreiche Unterstützung für das weiterhin notwendige Lüften bewertet und deren Einsatz empfohlen. Die CO2-Melder zeigen an, wann die Luft im Klassen- oder Gruppenraum beginnt, „dick“ zu werden, und es folglich Zeit zum Lüften ist. Auch aus energetischer Sicht erweisen sich die Melder als hilfreiche Unterstützung, denn sie zeigen in „Ampelfarben“ an, wann ausreichend gelüftet wurde und die Fenster wieder geschlossen werden können.

Mittel für neue Brücke im Angertal bereitgestellt

Der Rat hat außerplanmäßige Mittel in Höhe von 190.000 Euro für eine neue Fußgängerbrücke über einen Seitenarm der Anger im Bereich des Hauses Anger bereitgestellt. Somit kann die Brücke, die Teil einer wichtigen Wanderwegverbindung ist, voraussichtlich im Winter gebaut werden. Die ursprünglich der Deutschen Bahn gehörende Brücke musste wegen Baufälligkeit gesperrt werden, und die DB wollte den Übergang aufgeben. Um die Wegeverbindung im Erholungsgebiet Angertal zu sichern, kaufte die Stadt Ratingen das Grundstück. Der Neubau gestaltet sich nun aufwendiger als ursprünglich geplant. Da der Bergisch-Rheinische Wasserverband (BRW) dort plant, den Durchfluss neu zu regulieren, ist ein 14 Meter langes Bauwerk erforderlich, das zudem wegen der allgemeinen Preissteigerung sowie unerwartet hohen statischen Erfordernissen auch deutlich teurer geworden ist. Die Kosten werden auf 240.000 Euro kalkuliert.

Sporthalle und Umkleidegebäude an der Matthias-Claudius-Schule werden umgebaut

Der Rat stellte die Mittel für den Umbau der Sporthalle und des Umkleidegebäudes an der Matthias-Claudius-Schule in Breitscheid zur Verfügung. Zum einen wird die Turnhalle so gestaltet, dass sie auch als Versammlungsstätte für bis zu 200 Besucher genutzt werden kann. Zum zweiten werden die maroden Versorgungsleitungen, Sanitär- und Entwässerungseinrichtungen erneuert. Sie sind nach einem Wasserrohrbruch außer Betrieb. Die Gesamtmaßnahme kostet 1,5 Millionen Euro.
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