Wichtige Ratsbeschlüsse vom 18. und 30. August 2022 im Überblick

Der Rat der Stadt hat sich in seinen Sitzungen am 18. und 30. August mit einer Reihe von Punkten befasst, die sich auf das gesellschaftliche Leben in Ratingen spürbar auswirken werden – allen voran das Energiesparprogramm, mit dem Ratingen der erwarteten Gasknappheit und den rasant gestiegenen Preisen begegnen will. Dieses Programm wurde am 18. August diskutiert und am 30. August mit einigen Ergänzungen beschlossen. Die folgende Zusammenfassung liefert eine Auswahl der wichtigsten Entscheidungen in den beiden Sitzungen mit kurzen Erläuterungen. Ausführlichere Informationen zu den angesprochenen Themen gibt es ggfs. über Links bei den einzelnen Punkten sowie im Ratsinformationssystem, das Beschlussvorlagen, Sitzungstermine und Ergebnisprotokolle im Original enthält.

Schiedsfrau für Lintorf und Breitscheid wiedergewählt

Marie-Luise Jestrich-Dettmer, 74, ist als Schiedsperson für den Bezirk Lintorf/Breitscheid wiedergewählt worden. Sie wird nun fünf weitere Jahre versuchen, Streitigkeiten zu schlichten, bevor diese die Gerichte erreichen. Die Schiedspersonen werden regelmäßig in weniger schweren zivilrechtlichen Angelegenheiten, aber durchaus auch in Strafsachen eingeschaltet. Für das Ehrenamt im Ratinger Norden hatten sich neun Personen beworben.

Alte Tingelbahn in Lintorf wird Radweg

In Lintorf entsteht ein neuer, attraktiver Radweg quer durch den Stadtteil. Dafür wird die Trasse der so genannten Tingelbahn, einem längst aufgegebenen Industriegleis von der Westbahn bis zur Rehhecke, umgebaut. Für die 850 Meter lange autofreie Verbindung investiert die Stadt Ratingen 2,3 Millionen Euro, erwartet jedoch auch 1,8 Millionen Euro an Fördermitteln. Der Radweg hat Potenzial als attraktive innerörtliche Verbindung und als Teil einer Hauptroute zwischen dem künftigen Radschnellweg Ratingen-Duisburg (entlang der Westbahngleise) und dem Lintorfer Nordosten sowie weiter nach Breitscheid.

Neues Pflaster für die Düsseldorfer Straße

Die Stadt Ratingen wird die dringende Sanierung der Versorgungsleitungen nach einem kapitalen Wasserrohrbruch in der Düsseldorfer Straße dazu nutzen, um den Abschnitt zwischen Grabenstraße und Marktplatz neu zu pflastern. Ziel ist es, das in der Vergangenheit immer wieder kritisierte Kopfsteinpflaster durch ein Material zu ersetzen, das besser begehbar ist. Um den Charakter der Altstadt dennoch zu wahren, wird auch der neue Belag aus Natursteinpflaster bestehen, und zwar in einer lebendigen Verlegungsform. An den Seiten werden jeweils 1,80 breite, sehr gut begehbare Streifen mit einem etwas breiteren Ruhrsandstein verlegt, das gleiche Material wie in der Kornsturmgasse. In der Fahrgasse in der Mitte (3,40 Meter breit) wird Basalt-Kleinpflaster in einem „wilden“ Diagonalverband verlegt. Die Maßnahme kostet die Stadt rund 500.000 Euro. Wegen der langen Lieferzeiten ist es nicht möglich, das neue Pflaster unmittelbar nach Beendigung der Leitungssanierung durchzuführen. Daher werden die Stadtwerke ihre Baustelle voraussichtlich im November mit einer bituminösen Schicht provisorisch verschließen. Das Pflaster wird dann nach Karneval verlegt.

Stadt Ratingen will 20 Prozent Energie sparen

Die Stadt Ratingen wird ihren Beitrag leisten, um einen Gasnotstand im kommenden Winter abzuwenden. Dazu hat der Rat der Stadt eine Reihe von weitreichenden Beschlüssen gefasst, nachdem die Verwaltung und die Stadtwerke anhand eines umfangreichen Zahlen- und Faktentableaus vorgerechnet hatten, wie das durch die Bundesregierung ausgegebene Einsparziel von 20 Prozent erreicht werden kann. Die Maßnahmen in Kürze: In öffentlichen Gebäuden wird weniger geheizt, die Straßen werden nicht mehr so hell erleuchtet, das Wasser in den Schwimmbädern wird kühler, die Warmwasseraufbereitung in öffentlichen Gebäuden zurückgefahren, die Eissporthalle wird nicht schon im hochsommerlichen August heruntergekühlt, sondern erst Ende September.

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