1915 - Ratingen wird Garnisonsstadt

Ein halbes Jahr nach Beginn des Ersten Weltkriegs wurde in Ratingen eine militärische Einheit stationiert. Am 22. Februar 1915 bezog das 2. Ersatz-Bataillon des 39. Füsilier-Regiments aus Düsseldorf Quartier in Ratingen. Das Bataillon war 1.800 Mann stark. Die Mannschaften schliefen in Sammel- und die Offiziere in Privatunterkünften.
Bürgermeister Peter Jansen begrüßte die auf dem Marktplatz angetretene Truppe unter Teilnahme der Bevölkerung. Anwesend waren auch die Beigeordneten, die Stadtverordneten, Mitglieder des Ratinger Kriegervereins und der Jugendwehr.

Die Aufgabe der Ersatz-Bataillone war es, Reservisten und Rekruten für den Kriegseinsatz zu trainieren. Sie bildeten den Nachschub für Fronteinheiten, um Tote und Verwundete zu ersetzen.

Am 16. März 1915 rückten die ersten 500, am 22. Mai die nächsten 800 Soldaten zur Front ab. Sie wurden mit einem Feldgottesdienst auf dem Hof des Lehrerseminars, Mülheimer Straße, verabschiedet.

 

Der Marsch der 800 Soldaten führte am 22. Mai 1915 von der Mülheimer Straße weiter zum Marktplatz ...

 

... und von dort weiter zum Westbahnhof. Sie waren zur Verstärkung der deutschen Armee in Polen gegen das Russische Reich vorgesehen.

Im Ersten Weltkrieg waren Eisenbahnen das wichtigste Verkehrsmittel zur Überwindung großer Entfernungen.

Die Garnison in Ratingen bestand bis Ende 1917. Etwas früher war bereits die Garnison in Lintorf aufgelöst worden.

(Fotos: Stadtarchiv Ratingen)

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