Grundlagen kindlicher Entwicklung ...

Liebe Eltern,

natürlich haben Sie schon gehört und gelesen, dass die ersten drei Lebensjahre von großer Bedeutung für die gesamte körperliche, seelische und geistige Entwicklung Ihres Kindes sind. Viele Erlebnisse in dieser Zeit haben gute oder auch schlechte Auswirkungen auf sein Leben als Kindergartenkind, Schulkind, als Jugendlicher und als Erwachsener. Deshalb ist es ja auch so wichtig, dass Ihr Kind „gute" Erfahrungen macht und mit Ihrer Hilfe Vertrauen in und Freude an dieser Welt entwickelt. Doch was sind eigentlich „gute Erfahrungen"?

Sicher ist - da sind sich alle Experten einig - dass jedes Neugeborene von Beginn seines Lebens an eine große Sehnsucht nach Nahrung, Zuwendung, Zärtlichkeit, Liebe und Anregung hat. Ihr Baby wird viele gute Erfahrungen sammeln und speichern, wenn Sie dieses Verlangen nach körperlicher, seelischer und geistiger Zuwendung erfüllen. Und hier geht es nicht um die totale Erfüllung jeglichen Impulses, sondern darum, „good enough", also gut genug zu sein, wie es der Kinderarzt und Kindertherapeut Donald Winnicott einmal ausdrückte.

Durch Ihre zuverlässige Zuwendung und durch Ihr Feingefühl für die Belange Ihres Kindes vermitteln Sie ihm Nestwärme und Geborgenheit. Ihr Baby entwickelt dadurch Vertrauen in Sie, in seine Umwelt und in sich selbst. Dieses Urvertrauen ist eine wichtige Basis für all' die vielen kleinen und großen Herausforderungen, die im Laufe seines Lebens noch auf Ihr Kind zukommen werden.

Auf den folgenden Seiten finden Sie nun Texte zu den Themen:

  • Geborgenheit(3), 
  • Bindung,
  • Gute Voraussetzungen für den Schlaf des Babys(1),
  • Ein lautstarkes Signal - Schreien(1),
  • Von der Bedeutsamkeit des Teddybärs,
  • Sprechen lernen,
  • Das Kind als Wissenschaftler, 
  •  Die Welt entdecken im Spiel(2),   
  •  Grenzen setzen(3).

Viel Spaß beim Lesen.


1 Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, www.kindergesundheit-info.de
2 Martia Nuttebaum, evangelisches  Familienbildungswerk der NeanderDiakonie Ratingen
3 Dr. Ulrich Kohns, Kinderarzt und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut

 

 

die

Geborgenheit

„Der Mensch wird am Du zum Ich."(Martin Buber in „Schriften zur Philosophie")

Bis zur Geburt lebt der Mensch in maximaler Geborgenheit. Er wird über das Blut der Mutter  ernährt. Ein wohliges Klima von Feuchtigkeit und Wärme umgibt ihn. Im Leib der Mutter ist er vor heftigen Körperkontakten geschützt. Lärm und Licht dringen gefiltert auf ihn ein. Er nimmt teil am seelischen Wohlgefühl der Mutter.

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Bindung

Jeder Säugling hat die angeborene Sehnsucht nach Nähe zu seinen vertrauten Bezugspersonen. Wenn er sich müde, krank, einsam oder unsicher fühlt, versucht er mit Verhaltensweisen wie weinen, lächeln, anklammern, nachfolgen, schreien, die Nähe zu vertrauten Menschen wieder herzustellen.

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Gute Voraussetzungen für den Schlaf des Babys

Babys brauchen die Erfahrung, dass jemand da ist, der ihre Bedürfnisse erkennt und zuverlässig befriedigt. Geborgen und sicher finden sie leichter in den Schlaf.

 

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Ein lautstarkes Signal - Schreien

So fürsorglich, umsichtig und einfühlsam Sie auch sein mögen – in den ersten Lebenswochen und -monaten gehört Schreien zum normalen Alltag. Weiterlesen »

Von der Bedeutsamkeit des Teddybärs

Zwischen dem 4. und 6. Lebensmonat wählt sich das Baby einen - meist weichen - Gegenstand aus, der für ihn seelisch von großer Bedeutung ist und auch eine ganze Weile bedeutungsvoll bleiben wird. Weiterlesen »

Sprechen lernen

In Kindergärten und Grundschulen fallen immer wieder Kinder auf, die besonders gut sprechen können und über einen großen Wortschatz verfügen. Weiterlesen »

Das Kind als Wissenschaftler

Menschenkinder sind von Geburt an wissbegierig und müssen es auch sein, damit sie sich an ihr Leben außerhalb des Mutterleibs anpassen und sie sich ganz langsam und gemächlich zu einem eigenständigen Erwachsenen entwickeln können. Weiterlesen »
aha

Die Welt entdecken im Spiel

Alles Wichtige zum Spielen von Babys Weiterlesen »
ja

Grenzen setzen

Kinder müssen soziale Fähigkeit erwerben. Sie müssen lernen, die Bedürfnisse anderer Menschen wahrzunehmen. Mit zunehmendem Alter müssen sie lernen, Gebote, Verbote und Regeln der Familien und der Gesellschaft zu beachten. Aus dem Kind, dessen Bedürfnisse zunächst im Vordergrund stehen, muss ein soziales Wesen werden. 

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