Adam Joseph Cüppers (* 1850, † 1936)

Adam Joseph Cüppers wurde am 14. Juni 1850 in Doveren im Kreis Erkelenz geboren. Er hatte 13 Geschwister, von denen zwei, wie auch er selbst, den Beruf des Lehrers ergriffen. Bereits mit 16 Jahren wurde er Schulmeister in einem kleinen Dorf nahe der Stadt Geldern. Er interessierte sich sehr für Sprachen, Literatur und Musik und bildete sich am Lehrerseminar in Kempen weiter. Später legte er noch die Mittelschullehrerprüfung und eine Rektorenprüfung für höhere Töchterschulen und Bürgerschulen ab.

1876 war er Hauptlehrer in Ratingen geworden und begann hier, das heruntergekommene Volksschulwesen kontinuierlich zu verbessern. 1892 gründete er eine freiwillige Fortbildungsschule für junge Männer, einen Vorläufer der Berufsschule. Die Stadtbücherei und die Volkshochschule  wurden auf sein Bestreben hin eingerichtet. Cüppers wirkte in zahlreichen Vereinen mit und war als Schriftsteller tätig. Er selbst verstand sich als katholischer Volksschriftsteller, der zumeist historische Themen aufgriff. 1928 veröffentlichte er seine Lebenserinnerungen, die noch heute eine wichtige Quelle zur Stadtgeschichte sind.

Am 31. März 1921 wurde Cüppers einstimmig zum ersten Ehrenbürger der Stadt Ratingen gewählt.

Er starb am 20. Juli 1936 an den Folgen eines Schlaganfalls. Seit 1997 trägt das Berufskolleg in Ratingen seinen Namen.

Der Nachlass von Adam Joseph Cüppers wird im Stadtarchiv Ratingen verwahrt.

 

Literatur:

Elfi Pracht-Jörns, Ratingen entdecken! Ein kulturhistorischer Reiseführer, hgg. durch den Verein für Heimatkunde und Heimatpflege e.V., Essen 2012, S. 74 f.

Erika Münster-Schröer, Der Aufbruch in die Moderne – vom Kaiserreich zur Republik (1871-1918), in: Verein für Heimatkunde und Heimatpflege e.V. (Hg.), Ratingen. Geschichte 1780-1975, S. 84-159, insbes. S. 140-144.

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