07.03.2018

Planungen für das Umweltbildungszentrum am Blauen See gehen weiter voran

Etwa 40 interessierte Personen waren der Einladung des Ratinger Dezernenten Martin Gentzsch zum Workshop „Umweltbildungszentrum Blauer See“ am 5. März 2018 gefolgt, um ihre Visionen für das Vorhaben zusammen zu tragen. Im historischen Ambiente des Herrenhaus Cromford, welches die Leiterin Claudia Gottfried freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte, begrüßte Gentzsch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen gesellschaftlichen Gruppen. Neben dem Verwaltungsvorstand und den Ratinger Fraktionen waren Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen, Leiterinnen verschiedener Kindertagestätten, die Naturschutzverbände sowie Vertreter der Kreisbehörde und der Fachämter der Ratinger Stadtverwaltung vertreten.
 
Durch den von Frau Angelika Genieser - Amt Kommunale Dienste - organisierten Workshop führten Dr. Hans-Martin Kochanek und Ute Pfeiffer-Frohnhoff vom NaturGut Ophoven. Als langjähriger Leiter des Umweltbildungszentrums in Leverkusen-Opladen und über die Region hinaus im Bildungsbereich bekannt, erstellt Kochanek zur Zeit für die Stadt Ratingen eine Machbarkeitsstudie „Umweltbildungszentrum Blauer See“. Die Ergebnisse werden für August 2018 erwartet.
 
In seiner Einführung gab er einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten eines Umweltbildungszentrums (UBZ) und der Arbeit im NaturGut Ophoven. Zur Zeit gibt es in Deutschland etwa 1.200 UBZ, mit sehr unterschiedlichen Strukturen. So unterschiedlich das Konzept der Trägerschaft, die Themenschwerpunkte und die örtlichen Gegebenheiten sein mögen – gemein haben sie alle das Bestreben, Bürgerinnen und Bürger in ihren Kompetenzen zu unterstützen, die für die positive Bewältigung unsere Zukunft notwendig sind. Diese „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) ist die große Klammer über alle modernen Umweltbildungszentren und findet sich seit 2016 in der BNE-Strategie des Landes NRW wieder. Dr. Hans-Martin Kochanek: „Die Authentizität eines Bildungszentrums steht an oberster Stelle, denn nur ein Ort der selber Natur- und Umweltbewusstsein ausstrahlt, kann bei den Besuchern auch ein ähnliches Gefühl wachsen lassen.“
 
„Wir vom NaturGut Ophoven möchten Ihnen die Strategie unseres Umweltbildungszentrums erläutern, so dass Sie daraus Ihre Version für ein UBZ in Ratingen entwickeln können“, ermutigte Dr. Hans-Martin Kochanek die Workshop-Teilnehmer und führte die Arbeitsgruppen in die fünf Themeninseln ein. Welche Schwerpunkte sollen gesetzt werden, wer sind die Zielgruppen, durch welches Alleinstellungsmerkmal soll sich das UBZ hervorheben? All dies wurde diskutiert - aber auch Öffnungszeiten und mögliche Elemente, die das Zentrum charakterisieren sollen (z.B. Gebäude/-ausstattung, Infozentrum, Außengelände).
 
Nach über zwei Stunden lebhafter Diskussionen wurden alle Vorschläge gemeinsam priorisiert. So wurden die Themen Wald und Bäume, Klimaschutz und Erlebnispfad als mögliche Hauptschwerpunkte genannt. Weiterhin zeichnet sich der Standort durch eine Konzentrierung historischer als auch naturnaher Merkmale, wie eine in Europa einmalige geologische Besonderheit der Erdzeitgeschichte, die industrielle Vorgeschichte durch Cromford und Kalksteinwerk, die Naturbühne und die unmittelbare Nähe zur „grüne Lunge“ bzw. dem Angertal, aus und sichert das Alleinstellungmerkmal des Standortes.
 
„Ich bin begeistert von den vielen tollen Anregungen, welche die Teilnehmer unseres Workshops uns mitgegeben haben“, äußerte sich Dezernent Martin Gentzsch zum Abschluss. „Ich denke, dass hiermit eine ideale Grundlage für die Machbarkeitsstudie geschaffen wurde“. „Ich sehe mich in der Entscheidung Herrn Dr. Kochanek in das Projekt einzubinden bestätigt und freue mich entsprechend auf den weiteren Erfahrungsaustausch und dessen Ergebnisse“, schließt Frank Licht, Amtsleiter Kommunale Dienste.
 
Kommunale Dienste
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